Wieso mich das Himmelbeet an Garten Eden erinnert

Foto: Wed­ding­wei­ser

Als ich klein war, saß ich oft ganz weit oben in den Baum­kro­nen. Es fühl­te sich gut an, in der Luft zu hän­gen und das Blau des Him­mels über sich zu haben. Den Wol­ken zuzu­schau­en, wie sie sich lang­sam fort­be­weg­ten und fast (!) die Ober­sei­te der Dächer zu sehen. Mein Bru­der hin­ge­gen klam­mer­te sich an den Baum und rief ängst­lich zu mir hoch, ich sol­le gefäl­ligst wie­der run­ter­kom­men (Ich erfuhr erst Jah­re spä­ter, dass er Höhen­angst hat­te. Das erklär­te so einiges.)

Wenn ich also an Frie­den den­ke, dann stel­le ich mir wie­der die wei­ßen Wol­ken am Him­mel vor und das Gefühl, los­ge­löst von allen irdi­schen Pro­ble­men zu sein. Ich den­ke an Natur, an Wär­me und viel­leicht an eine küh­le Limo bei 30 Grad Hit­ze. Genau das hat mir das Him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße 12 gegeben.

Ungebremstes Wildbaden im Plötzensee

Wildbaden: Räder in der Uferböschung, Zaun ist kein Hindernis - Foto: Andrei Schnell
Foto: A. Schnell

Jeden Som­mer wird der Plöt­zen­see belieb­ter bei Alt und Jung. Der Zaun und ein paar Schil­der wei­sen auf das Bade­ver­bot außer­halb des Strand­bads hin, doch an Som­mer­ta­gen sind hun­der­te Men­schen an den Ufer­bö­schun­gen oder im Was­ser zu beob­ach­ten. Der See ächzt unter einer Über­nut­zung, zuneh­men­dem Par­ty­to­u­ris­mus und außer Kon­trol­le gera­te­ner Ver­mül­lung. Wir haben wich­ti­ge Punk­te auf­ge­lis­tet, die das ille­ga­le Baden betreffen. 

Versteckt im Wedding (Teil 3)

schwarzer Telefonhörer
Foto: Sula­mith Sallmann

Der Wed­ding ist über­sicht­lich in ein paar Kieze ein­ge­teilt, dazu ein paar Parks und Plät­ze. Fer­tig ist das Bild vom grau­en Ghet­to am Rand der Ber­li­ner Innen­stadt. So scheint es zumin­dest. In Wirk­lich­keit ist der Wed­ding ein gro­ßer, grü­ner Dschun­gel vol­ler gro­ßer und klei­ner Beson­der­hei­ten. Die Klein­ode und höchst bemer­kens­wer­ten Schät­ze erschlie­ßen sich aber nicht jedem ober­fläch­li­chen Betrach­ter. Des­halb hel­fen wir mit unse­rer Serie ein biss­chen dabei, sie aufzuspüren.

Vision: Eine Farm auf dem Karstadt-Dach

Eine Farm auf dem Dach von Karstadt
Foto/Rendering: Raum­star Architekten

Puh, der Wed­ding atmet auf. Die Schlie­ßung von Kar­stadt an der Mül­ler­stra­ße ist abge­wen­det. Vor­erst. Denn eine Bestands­ga­ran­tie für das Kauf­haus gibt es nur für drei Jah­re. Es ist also drin­gend gebo­ten, neue Ideen zu ent­wi­ckeln, um das Gebäu­de in die Zukunft zu füh­ren. So gibt es seit drei Jah­ren die Idee einer Gemü­se­f­arm mit Küche auf dem Dach. Wir stel­len euch die­ses inno­va­ti­ve Pro­jekt vor, als Denk­an­stoß für Kar­stadt und die Politik. 

Radtour (nicht nur) für Tegel-Nostalgiker

Ob ihr Fans der Luft­fahrt, Tegel-Nost­al­gi­ker oder ein­fach Freun­de von Skur­ri­li­tä­ten seid: Die­se Rad­tour führt euch an den Rand des Roll­felds, das (mög­li­cher­wei­se) sehr bald schon ver­waist sein wird. Und dort gibt es so eini­ges Kurio­ses zu ent­de­cken – wie zum Bei­spiel eine Boe­ing 707 aus den spä­ten Fünzigerjahren.

ElisaBeet-Plan: Sonnenwiese und Gemüsegarten

Im Zeit­raum vom 25. Mai bis zum 5. Juni fand die ers­te digi­ta­le Zukunfts­werk­statt für die Auf­ent­halts- und Erho­lungs­flä­che des Eli­sa­Beets statt. Das Eli­sa­Beet ent­steht im nord-öst­li­chen Teil des St.Elisabeth II-Fried­hofs im Sol­di­ner Kiez. Jetzt gibt es einen ElisaBeet-Plan. 

Wildbienen auf Balkonien

Auch auf Bal­ko­nen kann man gute Bedin­gun­gen für Wild­bie­nen schaf­fen. Dabei las­sen sich Kin­der gut ein­be­zie­hen, die das gan­ze Jahr über viel über die Natur ler­nen kön­nen. Wild­bie­nen sind extrem wich­tig für die Natur und die Land­wirt­schaft, denn sie bestäu­ben nicht nur Obst­bäu­me. Etwa 550 ver­schie­de­ne Arten gibt es in Deutsch­land, doch etwa die Hälf­te davon ist vom Aus­ster­ben bedroht. Denn durch die immer inten­si­ve­re Land- und Forst­wirt­schaft ver­schwin­den die Pflan­zen, von deren Pol­len sich die Wild­bie­nen ernäh­ren, und die Nist­plät­ze in totem Holz oder in Tro­cken­hal­men. Vie­le sel­te­ne Bie­nen­ar­ten fin­den in Städ­ten ihre letz­ten Refu­gi­en, wo die Arten­viel­falt inzwi­schen weit grö­ßer ist als in land­wirt­schaft­lich gepräg­ten Räumen.

Füttern an den Weddinger Seen verboten

Grau­rei­her am Möwen­see © Kat­ja Witt

Im Volks­park Reh­ber­ge und im Park am Plöt­zen­see ist das Füt­tern von Wild­tie­ren künf­tig grund­sätz­lich ver­bo­ten. Das beschloss das Bezirks­amt Mit­te im Janu­ar. Ähn­li­che Rege­lun­gen gel­ten auch für den Gro­ßen Tier­gar­ten sowie das Engel­be­cken und den Lui­sen­städ­ti­schen Kanal. Dort wer­den jetzt ent­spre­chen­de Hin­weis­schil­der angebracht.Zwar sind sich Natur- und Tier­schüt­zer grund­sätz­lich dar­in einig, dass man frei­le­ben­de Tie­re in der Stadt nicht füt­tern soll­te. Aber ver­bo­ten ist das in Ber­lin bis­lang nicht – oder bes­ser gesagt: nicht so rich­tig eindeutig. 

Skate-Strecke: Auf Achse mit acht Rollen

So man­che Stu­ben­ho­cker hat es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten öfter mal an die fri­sche Luft gezo­gen, als es wohl vor den Aus­gangs­be­schrän­kun­gen der Fall war. Bewe­gung tut gut und ist wich­tig für die phy­si­sche und men­ta­le Gesund­heit – da waren sich Bund und Län­der einig und haben, im Gegen­satz zu eini­gen Nach­bar­län­dern, bis­her kei­ne stren­ge Aus­gangs­sper­ren ver­hängt. Die bes­ten Rou­ten zum Lau­fen und Spa­zie­ren gehen haben wir bereits vor­ge­stellt, doch wo im Wed­ding geht es auf Rol­len mit den Inli­ne-Skates der frü­hen 2000er lang, die ich beim dies­jäh­ri­gen, über­durch­schnitt­lich prä­zi­sen Früh­jahrs­putz aus­ge­kramt habe?