Spaziergang übern Friedhof – Alte Grabsteine an der Turiner Straße

GrabsteineAn der Turiner Str. 9-17 liegt ein Friedhof. Er wurde 1866 angelegt und ist unter dem Namen Garnisonsfriedhof bekannt. Hunderte Grabstätten erinnern an getötete Soldaten des Ersten (1914-1918) und des Zweiten (1939-1945) Weltkrieges. Sie erinnern durch rechteckige, steinerne Bodenplatten, die, jede für sich, in eine schmale, steinerne Umfassung eingelassen wurden. Zu lesen sind darauf die Namen der Toten, der Tag ihrer Geburt und der Tag ihres Todes. Es stehen aber auch das erste und das letzte Jahr des Krieges darauf. Wie die lebenden Soldaten einst in Reih und Glied standen, so sind auch die Grabplatten in Reih und Glied angeordnet.

Zu Unrecht kaum bekannter Schwarzer Graben

Schwarzer Graben Wasserlauf Der Wedding ist nicht gerade arm an Wasserflächen. Die Panke und der Plötzensee als natürliche Gewässer sind allgemein bekannt, auch der Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal und seine Verlängerung als Hohenzollernkanal sind sicher jedem ein Begriff. Doch der Schwarze Graben ist fast unbekannt. Schade eigentlich, denn er kann durchaus einige romantische Stellen haben.

Mausoleum und Mikrobiologie: Das Robert-Koch-Institut

Tag für Tag flimmern seit einigen Wochen Bilder aus einem Saal über die Bildschirme der Nation: Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist jedem und jeder Deutschen inzwischen genauso ein Begriff wie der Name der Bundeskanzlerin. Das verwundert nicht, denn dort werden fast jeden Tag aufs Neue die Gesundheitsrisiken für die deutsche Bevölkerung eingeschätzt und in Pressekonferenzen bekanntgegeben – eine überlebenswichtige Aufgabe in Zeiten der Corona-Pandemie. Was aber die Wenigsten wissen: Dieses Institut befindet sich im Wedding.

Von Amsterdam nach Berlin – die Siedlung Schillerpark

Siedlung Schillerpark erinnert an Amsterdam

Nordöstlich des Schillerparks lässt sich ein einzigartiges Wohnquartier entdecken, das als das erste Wohnungsbauprojekt nach dem Ersten Weltkrieg bezeichnet wird. Licht, Luft und Sonne, die oftmals zitierten Leitmotive des Neuen Bauens, bildeten die gestalterischen Grundpfeiler der nach den Plänen von Bruno Taut errichteten Wohnsiedlung. Taut ist vielen Berlinern und Architekturliebhabern für die Hufeisensiedlung und Onkel Toms Hütte bekannt, wo der Architekt auf Farbe bzw. eine symbolträchtige Formensprache setzte. Bei der Siedlung Schillerpark orientierte sich Bruno Taut sowohl an den Leitmotiven moderner Baukunst als auch der Amsterdamer Schule – eine um 1910 entstandene Bewegung.

Videopodcasts: Es spukt auf dem Gartenplatz?

Screenshot aus dem VideopodcastDie Wege in Berlin können lang sein. Dabei muss man oft gar nicht weit fahren, um etwas zu unternehmen und nette Leute zu treffen. Außerdem verbergen sich viele große und kleine Geschichten hinter den Orten, zum Beispiel im Wedding. In vielen Kiezen gibt es eine Menge an Aktivitäten, die von Vereinen, der Stadt oder Initiativen angeboten werden. Diese richten sich an alle Altersgruppen und sind sehr kostengünstig oder sogar kostenfrei. Das Problem – häufig sind diese Angebote nicht bekannt, da kaum Werbung gemacht wird. Deshalb hat des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße die Videopodcastreihe „Hier bei uns im Brunnenviertel“ erstellen lassen. 

Ohne Industrie kein Wedding

In den Osram-Höfen

Als 1861 das weitgehend unbesiedelte und vor allem landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Land nördlich der Stadt Berlin eingemeindet wurde, erfolgte dies gegen den Willen der Berliner Stadtväter. Mit der Bevölkerung auf dem Wedding und am Gesundbrunnen wollten sie gar nichts zu tun haben, diese würden bald städtische Infrastruktur und Wohlfahrt brauchen. Das ließ hohe Kosten erwarten. Das war sehr kurzsichtig, denn die Gebietserweiterung verschaffte der aufblühenden Industrie neue Erweiterungsflächen außerhalb der dicht bebauten Stadt. Und so stieg das vorstädtische Gelände rund um Wedding und Gesundbrunnen zu einer dicht bebauten Stadt voller Arbeitsplätze auf.

Beuth Hochschule: „Endlich ein neuer Name!“

Foto: Samuel Orsenne

Die Beuth-Hochschule wird sich umbenennen. Die Akademische Versammlung hat in geheimer Wahl mit 30 Stimmen für die Umbenennung gestimmt, 14 dagegen, eine Enthaltung. Entscheidend waren dabei nicht nur die Beteiligungsformate beim letzten Symposium zum Thema, sondern auch die Gremien der studentischen Selbstverwaltung im Vorfeld, die sich bereits früh, zahlreich und eindeutig positionierten. Hier veröffentlichen wir  eine Stellungnahme der Vertreter von Studierendengruppen.