Die bekannte Seniorenbegegnungsstätte Otawitreff, nahe am Park Rehberge im nordwestlichen Wedding gelegen, wird für etwa zwei Jahre, 2026 und 2027, für fast 2 Mio. Euro saniert. Der nette kleine Flachbau, umspielt von etlichen eher seltenen Stadtbäumen wie Mammutbaum, Götterbaum und Scharlach-Eiche und einem Garten hinter dem Gebäude, wird schick gemacht und die Innenräume werden dem heutigen Stand angepasst und besser im Grundriss aufgeteilt. So soll es beispielweise eine kommunikative offene Küche statt der bisherigen geschlossenen Küchenzeile geben, einen eigenen Beratungsraum und teilbare Räume, und selbstverständlich wird alles barrierefrei hergerichtet.
Was passiert in der Zwischenzeit mit den vielfältigen Seniorenangeboten des Otawitreff? Hier erfahren Sie, wann und wo es weitergeht.
Hier meine wiederholte Bitte im Sinne intergenerationeller Freundlichkeiten: Es wäre famos, wenn jüngere WeddingerInnen, solche, die fit am PC sind, den Artikel oder den beigefügten Übersichts-Flyer an ihre älteren Nachbarn, Verwandten, Freunde von Freunden oder Freunde von Nachbarn ausdrucken und weitergeben oder in deren Briefkasten einstecken.

Im Wedding (die Orsteile Wedding und Gesundbrunnen mit etwas über 179.000 Einwohnerinnen und Einwohnern) leben etwa 22.250 über 65 Jahre alte Menschen (Stand 31.12.2020). Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen, vor allem in Schillerpark, Rehberge und Soldiner Straße leben viele Ältere und Hochbetagte. Unter diesen etwa 22.250 Alten sind 16.102 Ü 65- bis U 80-Jährige und 6.145 Über-80-Jährige. Vor allem im Parkviertel, dort im Gebiet Schillerpark und auf der Schillerhöhe, leben sehr viele Ü 80-Jährige (Anzahl 3712); dagegen im Gebiet Osloer Straße weniger als 1.000.
Was so trocken in Zahlen daherkommt, ist fürs ganze Leben und die damit verbundenen Lebensoptionen – für viele Jüngere nicht direkt nachvollziehbar – , zeigt aber den hohen Bedarf an Kultur-, Freizeit-, Sport und Bildungsinteressen der älteren Mitbürgerschaft, auch angesichts einer stellenweise hohen Altersarmut im Wedding, die in Berlin bei 6,1 % und im Bezirk Mitte bei 12,5 % lag (31.12.2019). Die Altersarmut, gemessen am Anteil der Transferempfänger „Grundsicherung im Alter“ nach SGB XII liegt in manchen Weddinger Stadtteilen bei bis zu etwa 25 % (Alle statistischen Angaben 31.12.2020; eine Aktualisierung erfolgt bald).
Gerade dann, bei einer Vielzahl armer und alter MitbürgerInnen ist ein Ausgleich durch soziale Angebote und sog. Dritte Räume, sind Treffpunkte allseits erwünscht.
Nun zum Konkreten: Der beliebte Otawitreff wird saniert und es gibt mehr als vier große Ersatzorte im nördlichen Parkviertel, um den Seniorinnen und Senioren die Angebote weiter anzubieten. Die Weiterführung der Angebote aus dem Otawitreff wird ab 2026 weiterhin vom Bezirk Berlin Mitte gefördert.
Die Orte verteilen sich auf die fußläufige Nähe des Otawitreffs und sind einmal das nahe Kiezhaus in der Afrikanischen Straße 74, der Bus 221, der vom Leopoldplatz kommt, hält dort fast vor der Haustür. Dort werden montags Gedächtnistraining und Sitzgymnastik angeboten. Am Dienstag gibt es Balancetraining und ein Kreativangebot – die Gruppe nennt sich Kreativchaoten. Gemeint ist, dass sich unabängig voeinander kreativelnde zusammefinden, und jede/r sein „Ding macht“.
Ein weiterer geselliger Ort des Trägers Die Wille gGmbH der Johannesstift Diakonie ist die Adresse „Müllerstraße 116“, das ist Ecke Sansibar Straße und gut mit der 6 U über den Ausgang Rehberge (Fahrstuhl zur Mittelinsel der Müllerstraße) zu erreichen. Hier finden Line Dance für AnfängerInnen, die Spielegruppe und ein Angebot der offenen Beratung statt. Die AnsprechpartnerInnenwerden vieleder SeniorInnen aus dem Parkviertel kennen.
Weiterhin findet das #BerTA-Cafe in der Bibliothek am Luisenbad statt. Dieser Ort ist mit der U8 über den U Bahnhof Pankstraße und barrierefrei mit dem neuen Lift gut erreichbar; zudem über H Drontheimer Straße mit Tram M13 und 50, wenn man ein kleines Stück die Schwedenstraße zur Panke, wo sich die Bibliothek befindet, runterläuft. Das #BerTA-Café hat feste Termine. Im Jahr 2026 sind es diese: 29.01.26, 26.03.26, 30.04.26, 25.06.26, 30.07.26 und 29.10.26. Der Treffpunkt ist der Workshopraum gegenüber dem beliebten Puttensaal in der ersten Etage (Lift vorhanden).
Das ist das Wesentliche im Überblick. Weiterhin gibt es den Ort der GESOBAU in der Ungarnstraße 83, der sich nahe der Tramhaltestelle Osramhöfe befindet (der Veranstaltungsraum ist in der 4. Etage, Lift vorhanden). Dort wird ab Februar 2026 ein Farb- Workshop stattfinden, die Termine: 04.02., 11.02, 18.02., 25.02 und am 25.03. sowie am 01.04.2026 jeweils von 12.00 bis 14.00 ohne Anmeldung.
In der Ungarnstraße findet seit Jahren auch das europäische Fest der Nachbarschaft jeweils im Mai statt, in diesem Jahr wird das Fest am 03.06.2026 stattfinden.
Weiterhin finden in der Armenischen Straße 12 Sozialberatungen, jeweils am Montag und Dienstag von 10.00 bis 13.00, statt.
Außerdem gibt es als Ort für die Nähwerkstatt das Paul-Gerhardt-Stift, Müllerstraße 56-58, gegenüber der Müllerhalle und an der H Türkenstraße mit dem Bus 120 gut zu erreichen. Die Nähwerkstatt, die zum Projekt BELL Gefragt! gehört, wird ebenfalls vom bekanntem Team des Otawitreff umgesetzt.
BELL Gefragt! ist bis April 2028 bewilligt und widmet sich der lebenslangen Bildung mit Themen zur mentalen Gesundheit wie Resilienz und Achtsamkeit, mit Themen zu Umwelt und Sozialem wie Upcycling und CleanUps, sowie Themen zur Kultur und Bildung, hier werden 2026 u.a. dekoloniale Stadtspaziergänge angeboten.
BELL ist eine Abkürzung steht jeeinleuchtend für Bildung und Engagement ein Leben lang.
Das Projekt ist ein Angebot für Menschen ab 60 und will beim Aktivbleiben helfen, Neues erlernbar machen und Erfahrungsaustausch fördern.

Was an diesen Ersatzorten erfreulich ist, sind die Möglichkeiten, vor und nach den Veranstaltungen Spaziergänge (z. B. im Park Rehberge) zu unternehmen, Bücher auszuleihen (Luisenbadbibliothek) oder an der Müllerstraße zwischen U Rehberge und U Seestraße einkaufen zu gehen, nahe Kinos (Alhambra und City Kino im CFB) aufzusuchen oder sich im Offenen Treff des Mehrgenerationenhauses oder im dortigen schattigen Innenhof zu verabreden.
Es werden Flyer an allen diesen Orten ausgegeben werden, so dass die aktuellen Angebote immer wieder analog parat sind und es wird Aushänge geben. So wird weiterhin am Otawitreff in der Otawistraße 46 im Infokasten davor ein Aushang zum Anschauen, Abfotografieren und zum Weiterleiten und zum Verabreden sein. So sind damit Spaziergänge und nicht nur das Suchen im Internet zielführend und erfreulich.
Auf www.Seniorennetz.berlin im Internet werden alle Termine eingetragen werden. Auch auf nebenan.de finden sich immer wieder Aktualisierungen. Und – falls nötig – kann man sich von Digital Zebra in den Stadtbibliotheken oder im Café Klick im Paul-Gerhardt-Stift bei der Recherche zu den Seniorenangeboten helfen lassen.
Links
www.johannesstift-diakonie.de/teilhabe-paedagogik/die-wille/projekte
www.johannesstift-diakonie.de/teilhabe-paedagogik/die-wille/beratung/beratung-60
Entdecken Sie vielseitige Angebote für Freizeit, Kultur und Beratung in Ihrer Nähe auf
https://seniorennetz.berlin/de
Johannesstift Diakonie gAG
www.johannesstift-diakonie.de/


Es gibt auch die verschiedenen Kirchengemeinden, die auch viele Gruppentreffs anbieten. Z Bsp: Spielegruppe, Tanzgruppe und Nachbarschaftstreff in der Kornelius-Gemeinde in der Dubliner Str. Offen für alle…
Ja, genaugenau. Mir ging es um die Übersicht zum Otawitreff.
Die Kirchen veröffentlichen ihre Angebote in deren Gemeindebriefen/-heftchen,
wo man nachsehen kann, wenn es nicht durch Mundpropaganda funktionieren
sollte.
In der Nähe liegt auch noch die Freizeitstätte der AWO in der Barfusstr. 22-24, mit dem Bus 120 (Haltestelle Bristolstr. ) zu erreichen. Dort gibt es mehrere Angebote für ältere Menschen.
Ja, richtig. Dort gibt es viele gute Sportangebote für Ältere.
Ich hatte dazu vor zwei Jahren genauer berichtet
weddingweiser.de/schoene-freizeit-im-langen-ruhestand/
Es wird auch ein Gedächtnistraining angeboten.
Seit kurzem gibt es auch eine Rechtsberatung.