Uferstudios: AUSUFERN ist zurück

Anknüpfend an die erfolgreiche Ausgabe in den vergangenenen Jahren lädt die Programmreihe „Ausufern“ von Juni bis September wieder zu Kunstprojekten in die Uferstudios und deren Umgebung ein. Immer an den ersten vier Tagen des Monats und immer eintrittsfrei präsentiert die Reihe auch in diesem Jahr wieder Tanzveranstaltungen an der Badstraße. Und auch den Nachbarschaftsflohmarkt gibt es in diesem Jahr wieder.

(C) Jiska Morgenthal

Freitag, 01.06. ǀ 17.30 Uhr ǀ im Hof der Uferstudios

Tänze im Hof: Bal Folk
Gemeinsam tanzen, offen für alle, gratis und draußen.
mit  Jolika Sudermann-van den Berg und Marteen van den Berg

An jedem 1. der Monate Juni, Juli, August und September sind alle Tanzbegeisterten – ob jung oder alt, mit und ohne Tanzerfahrung – herzlich eingeladen, im Hof der Uferstudios das Tanzbein zu schwingen! Wechselnde Berliner Choreografen-Tandems laden alle Interessierten dazu ein, ihre jeweils unterschiedliche Tanzpraxis spielerisch kennenzulernen und sich auszutauschen. Los geht es am 1.6. mit Bal Folk und Livemusik, angeleitet von Jolika Sudermann-van den Berg und Marteen van den Berg.

Bal Folk ist ein generationsübergreifendes „Tanzfest“ das Kreis-, Paar- und Reihentänze wie Mazurka, Walzer, Chapelloise u.a. in sich vereint. Ursprünglich aus Frankreich kommend, wird Bal Folk unter Einfluss zeitgenössischer musikalischer und tänzerischer Elemente mittlerweile europaweit mit großer Freude getanzt.

Künstlerische Leitung: Lea Martini
Mit: Jolika Sudermann-van den Berg & Marteen van den Berg


Samstag, 02.06. | 13.00 bis 18.00 Uhr ǀ im Hof der Uferstudios

Nachbarschaftsflohmarkt
Ein nichtkommerzieller Flohmarkt ohne Gewerbetreibende, dafür mit performativen Elementen.

AUSUFERN lädt ein zum großen Nachbarschaftsflohmarkt! Gemeinsam kann hier gestöbert, verkauft, gekauft und getauscht werden. Nebenbei gibt es an diesem Tag zudem Performances zu entdecken. Der Einlass beginnt um 12.00 Uhr, der Verkauf um 13.00 Uhr. Wer mag, bringt einen Kuchen mit, um diesen nachbarschaftlich zu teilen. Eine Anmeldung wird nicht benötigt und es gibt keine Standgebühr. Da nur eine begrenzte Anzahl an Tischen vorhanden ist, können Tische auch gerne mitgebracht werden.


Samstag, 02.06. | 16.00 bis 17.00 Uhr ǀ Studio 2 | Uferstudios

Hans im Glück
Komm, wir tauschen! – Eine künstlerische Videoreportage
von Peter Stamer

Für ihr Projekt „Hans im Glück“ arbeiten Peter Stamer und sein Kameramann Kike Garcia mit dem interkulturellen Zentrum MÄDEA der Stiftung SPI zusammen, das für ihre Theaterprojekte dringend Unterstützung bei der Anschaffung von Bühnenscheinwerfern benötigt. Die Mädchen und jungen Frauen von MÄDEA stellen den beiden AUSUFERN-Künstlern eine kleine, von ihnen handgemachte Skulptur zur Verfügung. Diese dient als Ausgangsobjekt für eine auf drei Monate angelegte Mammutaufgabe: Ab dem 2. Juni versucht das Duo von „Hans im Glück“ Menschen zu finden, die dabei helfen, die Skulptur in einer Kette von Tauschaktionen gegen jeweils höherwertige Gegenstände einzutauschen. Wird es ihnen am Ende gelingen, die benötigten Theaterlampen zu bekommen?

„Hans im Glück“ ist als künstlerische Videoreportage angelegt, die durch Tauschaktionen Menschen des Kiezes und deren Lebensumstände, ihr Verständnis von Glück, von Reichtum und Wertvorstellungen portraitiert.

Am 2. Juni, 1. Juli und 3. August stellen Peter Stamer und Gäste den jeweiligen Stand der Dinge im Rahmen der Programmreihe AUSUFERN vor.

Künstlerische Leitung & Regie: Peter Stamer
Kamera & Ton: Kike Garcia


Foto (C) Joseph Plotzki
(C) Joseph Plotzki

Sonntag, 03.06. | 17.00 Uhr ǀ Studio 14 | Uferstudios Deutsch Premiere
Montag, 04.06. | 19.00 Uhr ǀ Studio 12 | Uferstudios
In deutscher und englischer Sprache

UNDER | STAND 
Ein interaktiver „Action-Dialog“ über Rassismus
von Dana Caspersen

Wie entsteht Rassismus in unserer Gesellschaft? Und wie können wir uns Rassismus entgegenstellen?
UNDER | STAND ist ein ‚Action’-Dialog über Rassismus, Ausgrenzung  und Diskriminierung. Er bietet die Möglichkeit, Rassismus zu reflektieren, sich dazu auszutauschen und sich zu verbinden. Entwickelt von der Choreografin, Konflikt-Spezialistin und Tänzerin Dana Caspersen werden die Teilnehmer*innen angeleitet, mit einfachen Aktionen wie Gehen, Klatschen, Gestik und Sprache kollektiv und individuell neue Perspektiven zu eröffnen und komplexe, soziale Erfahrungen nachvollziehbar und auch veränderbar zu machen. Der Körper – einer der signifikantesten Gründe und Orte von Voreingenommenheit in rassistischen Systemen – wird hier zum Fundament für Kommunikation.

Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen, barrierefrei und kostenlos zugänglich.

Künstlerische Leitung & Regie: Dana Caspersen


Montag, 04.06. bis 06.06. | 11.00 bis 16.00 Uhr | Studio 2 | Uferstudios

PSR #4 Workshop
Changing the Conversation in Conflict
mit Dana Caspersen

In diesem 3-tägigen praxisorientierten Workshop verbindet Konfliktspezialistin und Choreografin Dana Caspersen Praktiken und Ideen aus dem Bereich der Konfliktstudien und Methoden aus der Choreographie. Die Teilnehmer*innen werden choreografische Kategorien von Entscheidungen sowohl auf individueller wie auch auf systemischer Ebene untersuchen und ausprobieren wie choreografische Herangehensweisen bei der Gestaltung und Durchführung partizipativer Events und Formate eingesetzt werden können. In einem geführten praktischen Prozess werden Skizzen für neue physische Modelle partizipatorischer Events entworfen. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, die eigenen Fähigkeiten zu stärken, sich in Konfliktsituationen produktiv zu engagieren.

Der Workshop ist kostenfrei. Verbindliche Anmeldung unter:  [email protected]

Der Workshop ist Teil des Performance Situation Room #4, der im Rahmen von Life Long Burning mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union durchgeführt wird. Er wird gefördert durch DEMOKRATIE IN DER MITTE im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Auftrag des Jugendamtes Mitte. Der Workshop wird veranstaltet von AUSUFERN – einer Programmreihe der Uferstudios, in Kooperation mit Kuringa, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Freitag, 01.06. | Öffnungszeiten: 19.00 bis 21.00 Uhr | Studio 1 | Uferstudios Premiere
Samstag, 02.06. und Sonntag, 03.06. | Öffnungszeiten: 15.00 bis 17.00 Uhr ǀ Studio 1 | Uferstudios
Montag, 04.06. | Öffnungszeiten: 18.00 bis 20.00 Uhr ǀ Studio 1 | Uferstudios

Wunderkammer
A collection of imaginary Landscapes
von Eva Costa

„Wunderkammer“ hinterfragt den Akt des Sehens und was dieser mit der Abtrennung sozialer Gruppen in einer Gesellschaft zu tun hat. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, erkunden Eva Costa und ihr Team die Berliner Stadtlandschaft gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Menschen, einer Gruppe, die nur allzu oft selbst übersehen wird. Die Wahrnehmungen, Fantasien, persönlichen Erfahrungen und Beiträge der Teilnehmer bilden die Grundlage für diese barrierefreie Ausstellung.

Das Konzept der Wunderkammern entstand während der Renaissance und des Barock. Sie waren die Vorläufer heutiger Museen. Das Bild der Wunderkammer erinnert an die zerbrechliche Handlung und Zeit, in der der Mensch die ganze Welt zu kodifizieren und sammeln versuchte. Gleichzeitig ist es ein Vorschlag, unsere Perspektive auf die wunderbare Heterogenität der Welt zu öffnen.
„Wunderkammer“ ist eine gemeinsame Vision, eine künstlerische Aktion, eine politische Handlung.

Künstlerische Leitung & Regie: Eva Costa
Sound Engineering und Light Design: Giorgio De Santis
Musik & Komposition: Albrecht Ziepert
Mit: Claudia Fehle, Marion Hartwig, Silja Korn, Adrian Kosanke, Gerald Pirner


Sonntag, 03.06. | 11.00 bis 13.00 Uhr ǀ Studio 2 | Uferstudios

Training for Everybody
Fitness, Koordination, Tanz. Offen für alle.
von Lea Martini

„Training for Everybody“ ist eine Einladung an alle, die sich gerne bewegen und auch mal schwitzen wollen. Die Berliner Tanzschaffende Lea Martini folgt mit „Training for Everybody“ ihrem Wunsch nach einem Training, bei dem Fitness, Koordination und Kraft mit choreografischen und tänzerischen Gruppenelementen zusammenkommen. Es geht darum, Spaß zu haben, seinen Körper zu spüren und am Ende des zweistündigen Trainings ad hoc eine gemeinsame Choreografie aufs Parkett zu legen.

Idee und Workshop: Lea Martini

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