Weddingmelder-Wochenschau #1/18

Eine Woche Silvester: Sobald die ersten Feuerwerkskörper verkauft werden, rummst es bis weit nach Neujahr im Wedding. Doch war es dieses Jahr auch so? Gefühlt gab es in diesem Jahr weniger Geknalle. Wie habt ihr es erlebt? – Die ersten Nordmänner harren schon am Straßenrand der Abholung. „Und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder“, heißt es im NDW-Song der Fehlfarben. Dieser besungene Tag ist dieses Jahr im Ortsteil Wedding der 10. und 17. Januar, im Ortsteil Gesundbrunnen der 12. und 19. Januar. Und was macht die BSR mit den rund 350.000 abgetakelten Tannen? Grüne Energie. Und sonst? Es steht in der Wochenschau.

Darüber redet der Wedding

Fehmarner Straße
Fehmarner Straße – in dieser Straße wurde die Leiche entdeckt. Foto: Weddingweiser

1. Hoffentlich wurden Silvester die bösen Geister vertrieben. Kurz vor Weihnachten kam es in der Fehmarner Straße im Sprengelkiez zu einem grausigen Fund: Die Leiche einer 55-jährigen Frau aus Reinickendorf lag in ein Kleiderbündel gewickelt neben einem Bauschuttcontainer. Vor Silvester dann ein Fahndungserfolg der Polizei: Zwei Verdächtige aus dem Drogenmilieu hatten versucht, sich in die Türkei abzusetzen und wurden noch am Flughafen festgenommen, berichtet der unter anderem der Tagesspiegel. Jetzt kam das Tatmotiv ans Licht: Die Frau wurde bei Sex-Spielen zu Tode gefoltert, schreibt die B.Z.

2. Schwere Jungs mit leichten Füßen. Die BVG hat sofort einen Witz daraus gemacht: „Service: Falls Sie (noch) im Gefängnis sitzen und gerade ihre Flucht durch Berlin planen: U6 und U8 fahren heute leicht unregelmäßig“, textete auf Facebook die Agentur GUD.berlin. In unmittelbarer Nähe zum Wedding gelang die Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Plötzensee. Und dann folgten wenig später noch ein paar Gefangene. Die Fußstapfen der Vorgänger waren noch warm. Florian Graf, Boss der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, witzelte deshalb: die Regierung feiert „Tage der offenen Türen für Gefangene“. Doch keine Bange, nicht Sex-Folter-Banditen tingeln nun durch Berlin. Es könnten auch einfach Schwarzfahrer sein. Der Richterbund fordert deshalb unter anderem in der Berliner Zeitung, dass Schwarzfahrer nicht länger als Straftäter zu behandeln und einzuknasten seien.

Soldiner Straße
Soldiner Straße. Foto: Weddingweiser

3. Jeder kennt den Spruch: „Ich war jung und brauchte das Geld„. Der Tagesspiegel berichtet nun über einen in dieser Art gelagerten Fall in der Soldiner Straße. „Ich ernähre damit meine Familie“, drückte ein Hobbygärtner auf die Tränendrüse. Dabei hatte seinen Nachbarn nur gestört, dass er die Musik zu laut aufdrehte beim Hegen und Pflegen seiner Cannabispflänzchen.

4. Rückschlag für den Leo. Eine Ausschreibung für das sogenannte Konflikt- und Platzmanagement ist jetzt geplatzt. Streetworker sollten sich um die Trinkerszene und die Suchtkranken auf dem hinteren Teil des Leos kümmern. Doch es gab nur einen Bewerber und der forderte zu viel Geld, schreibt Weddingreporter Dirk Jericho in der Berliner Woche.

5. Tagsüber unterrichtet er Grundschüler, abends hetzt er gegen Juden und Politiker: Der Tagesspiegel hat die unglaubliche Geschichte über den Weddinger „Volkslehrer“ aufgeschrieben. Jetzt hat die Bildungsverwaltung Strafanzeige gegen ihren Mitarbeiter gestellt und eine „Reichsbürgermeldung“ an die Innenverwaltung übermittelt.

6. Das Gute zum Schluss. Bei Bussen darf jetzt auch hinten eingestiegen werden. Zumindest an wichtigen Haltestellen mit vielen Fahrgästen. Im Zweifelsfall entscheidet der Fahrer. Aber: Weil der Busfahrer somit nicht mehr alle Tickets sehen kann, gibt es ab sofort wieder Fahrscheinkontrollen im Bus, berichtet rbb24.

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