Demokratie in der Mitte

Bettina Pinzl (links) und Lina Respondek von Demokratie in der Mitte in der Fabrik Osloer Straße. Nicht auf dem Bild: Mitarbeiter James Rosalind. Foto: NachbarschaftsEtage
Bettina Pinzl (links) und Lina Respondek von Demokratie in der Mitte in der Fabrik Osloer Straße. Nicht auf dem Bild: Mitarbeiter James Rosalind. Foto: NachbarschaftsEtage

Ein Projekt in der Fabrik Osloer Straße setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung und für mehr Respekt ein. „Demokratie in der Mitte“ will auch im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September mit Nachbarn ins Gespräch kommen.

Wie kann Demokratie gestaltet werden? Wie können sich Menschen an politischen Entwicklungen beteiligen? Das Projekt Demokratie in der Mitte in der Fabrik Osloer Straße setzt sich täglich mit solchen Fragen auseinander. Die Mitarbeiterinnen Bettina Pinzl und Lina Respondek sowie Mitarbeiter James Rosalind helfen dabei, Antworten zu finden auf Fragen wie: Wer unterstützt mich bei einer politischen Gesprächsrunde? Wie positioniere ich mich gegen Rechts? Was kann ich bei Diskriminierungserfahrungen tun?

Darüber hinaus bietet das Vorort-Büro, das im Erdgeschoss der Fabrik Osloer Straße zu finden ist, Fortbildungen, Projektbegleitung, fachliche Beratung, Veranstaltungen und Vernetzung an. Demokratie in der Mitte ist außerdem Anlaufstelle für das Register Berlin Mitte. Dort werden Vorfälle von Diskriminierungen registriert. Wer Opfer einer Beschimpfung aufgrund der Herkunft (Rassismus), der sexuellen Orientierung (Homophobie) oder einer Behinderung geworden ist, kann diese Vorfälle der Registerstelle melden. Dort wird zugehört, beraten oder auch weitervermittelt. Auch als Beobachter oder Beobachterin von Diskriminierungen macht es Sinn, sich im Vorort-Büro zu melden und somit Zivilcourage zu zeigen.

Das Begleitgremium von Demokratie in der Mitte hat in jedem Jahr mithilfe eines eigenen Aktionsfonds die Möglichkeit, kleinere Projekte zu fördern. In diesem Jahr steht dafür zum Beispiel eine Summe bis zu 5000 Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurde mit der Förderung einer Sprachlernklasse in der Carl-Kraemer-Grundschule ein Projekt zu Kinderrechten ermöglicht. Dabei setzten sich die Schüler und Schülerinnen spielerisch und künstlerisch mit ihren eigenen Rechten auseinander. Auch der Weltmädchentag, der am 11. Oktober vor dem Gesundbrunnencenter gefeiert wurde, konnte unter anderem durch den Aktionsfonds groß und bunt werden.

Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im März haben sich verschiedene Akteure aus Wedding und Moabit zusammengetan, die Vielfalt im Kiez sichtbar zu machen und für einen respektvollen Umgang zu sensibilisieren. Wer Ideen hat, wie die Nachbarschaft auch darüber hinaus mit rechten Strömungen umgehen könnte, kann sich gern beim Verbund „Zusammen gegen Rassismus“ im Vorort-Büro von Demokratie in der Mitte melden.

Bundestagswahl 2017
Demokratie in der Mitte will im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September mit Nachbarn und Nachbarinnen ins Gespräch kommen. Mit seinen Ideen will das Team die Diskussionen über eine demokratische, offene und respektvolle Gesellschaft mitgestalten. Wer Interesse hat, eine Veranstaltung durchzuführen – sei es an Schule, in der Kita, im Nachbarschaftshaus oder im Garten – kann sich an die Kolleginnen und den Kollegen im Vorort-Büro in der Fabrik Osloer Straße wenden. Demokratie in der Mitte unterstützt die Initiativen dabei.

Kontakt
Demokratie in der Mitte im Fabrik Osloer Straße e.V., Vorort-Büro, Osloer Straße 12, E-Mail: info@demokratie-in-der-mitte.de, Telefon: (030) 495 005 26, www.demokratie-in-der-mitte.de, www.facebook.com/demokratie.in.der.mitte, www.facebook.com/zusammengegenrassismus

Text: Lina Respondeck, Übernahme aus dem Kiezmagazin Soldiner

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne: