Der Wieselweiser (3): Weddinger Club in den Top 100

Das Logo des Basketballvereins Weddinger Wiesel. Foto: VereinWiesel halten keinen Winterschlaf, schon gar nicht im Wedding! Die Basketballer der Weddinger Wiesel sind nach einer kurzen Weihnachtspause direkt wieder in den Spielbetrieb gestartet. Erfreuliche Nachrichten gab es dabei von den Damen-1, aber auch die Herren-1 konnten einige Erfolge erringen. Dies und vieles mehr in der dritten Ausgabe des Wieselweisers, der Basketball-Kolumne aus dem Kiez.

Erwachsenenteams: Damen-1 festigen Platz 2, Herren-1 weiter im Abstiegskampf

Basketballerin springt mit Ball zum Korbwurf. Basketball im Wedding
Gesa Geppert von den Damen-1 im Einsatz gehen TuS Lichterfelde 2. Foto: Bianca Bürger

Der Weihnachtsbraten war noch gar nicht richtig verdaut, da stand für die Damen-1 mit dem Rückspiel gegen die BG Zehlendorf schon die erste große Aufgabe des Jahres 2017 bevor. Gegen die Südberlinerinnen hatte man sich im Hinspiel noch knapp geschlagen geben müssen, zudem ging es darum den zweiten Tabellenplatz hinter dem Spitzenreiter Tus Neukölln zu erlangen. Als wäre das nicht genug der Aufregung, wurde das Spiel auch noch live bei basketballradio.fm übertragen (Podcast vom Radiobeitrag) – eine absolute Premiere für die Wiesel! Die Weddinger Damen waren dem Druck aber zum Glück gewachsen und sorgten vor allem mit einer überragenden ersten Halbzeit für einen verdienten 68:61-Erfolg. Eine Woche später wurde zudem der Tus Lichterfelde souverän mit 81:49 besiegt und somit der zweite Platz gefestigt. Seitdem haben die Wiesel-Ladies zwar spielfrei, bereiten sich aber im Training umso intensiver auf Spitzenspiel gegen Neukölln vor (siehe „Save the Date“).

Bei den Herren-1 hingegen richtet sich der Blick in der Tabelle eher nach unten als nach oben, denn das Team von Coach Frank Mazer wird wohl bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Zwar gelangen im Januar zwei extrem wichtige Siege gegen den Berliner SC und Tus Neukölln, doch dank einigen überraschenden Siegen der Konkurrenten kämpfen nun fast unglaubliche acht von insgesamt elf Teams gegen den Abstieg. Die Wiesel belegen dabei aktuell den sechsten Tabellenplatz, können sich in dieser außergewöhnlichen Konstellation noch lange nicht sicher fühlen.

Jugendteams: mu18 und wu13 mit Schwierigkeiten in der Oberliga

Basketballer dribbelt den Ball. Basketball im Wedding
Killian Damerow mu18 am Ball. Foto: Bianca Bürger

Niederlagen gehören zum Sport nun einmal dazu, daher müssen wir nach vielen Erfolgsmeldungen auch über den Fehlstart der weiblich u13 und männlich u18 ins Jahr 2017 berichten. Nachdem beide Teams den Wiesel-Fans im vergangenen Jahr viel Freude bereitet haben und von Sieg zu Sieg eilten, stoßen sie nun gegen die besten Berliner Teams an ihre Grenzen. Sowohl die Mädchen von Trainer Sandro Luciani als auch die Jungen von Arash Razban gingen im Januar in allen drei Partien als Verlierer vom Feld und müssen sich offensichtlich erst noch an das Tempo in den höheren Spielklassen gewöhnen. Letztendlich kann man aus Niederlagen aber gerade im Sport oft mehr lernen als aus deutlichen Erfolgen, insofern sind alle Wiesel-Verantwortlichen zuversichtlich, dass beide Mannschaften schon bald wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Was sonst noch so los war: Wiesel in der Top 100

Eine freudige Nachricht für die Wiesel gab es Anfang Januar, als der deutsche Basketball Bund (DBB) sein jährliches Ranking der 100 größten Vereine veröffentlichte. Letztes Jahr waren die Wiesel noch knapp am Sprung auf diese elitäre Liste gescheitert, doch seitdem war der Verein nochmals gewachsen. Die Wiesel-Verantwortlichen scrollten also mit Spannung die neue Liste herunter und konnten kurz vor Schluss erleichtert aufatmen, als die Wiesel auf Platz 97 endlich auftauchten. Auch wenn dieser Erfolg nicht mit direkten finanziellen Zuwendungen oder anderen Vorteilen verbunden ist, so ist er doch eine schöne Bestätigung der guten Arbeit der ehrenamtlichen Trainer und Betreuer.

Save the Date: Was nächsten Monat wichtig wird

Am 11. Februar steht das absolute Spitzenspiel in der Regionalliga der Damen an, zu dem die Wiesel den Spitzenreiter Tus Neukölln empfangen. Im Hinspiel mussten sich die Wiesel-Damen nach grandioser Aufholjagd nur äußerst knapp mit 71:68 geschlagen geben und brennen jetzt auf ihre Revanche. Alle Wiesel-Fans – und jeder, der es werden will – sollten sich diesen Termin also in den Kalender eintragen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle Schönstedtstraße.

Die Weddinger Wiesel auf dem Weddingweiser

Die Weddinger Wiesel sind der einzige Basketballverein im Wedding und Gesundbrunnen und genauso bunt durchmischt wie ihr Heimatkiez. Profis gibt es bei den Wieseln zwar keine, dafür aber umso mehr ehrenamtliches Engagement und „Liebe zum Spiel“. Die 1. Herren haben es damit immerhin in die höchste Berliner Spielklasse (Oberliga) geschafft, die 1. Damen sogar bis in die Regionalliga. Im „Wieselweiser“ berichten die Wiesel regelmäßig aus der Weddinger Basketballwelt.

Weitere Infos und Spielpläne der Weddinger Wiesel gibt es unter www.weddinger-wiesel.de und www.facebook.com/WeddingerWiesel.

Text: Jacob Gohlisch (Weddinger Wiesel), Fotos: Bianca Bürger


2 Kommentare
  1. […] 03.03.2016 – „Die Weddinger Wiesel steigen auf!“ – Link zum Weddingweiser 05.12.2016 – „Basketball im Wedding: Der Wieselweiser (1)“ – Link zum Weddingweiser 04.01.2017 – „Der Wieselweiser (2): Sieg, Aufstieg und ein Geschenk“ – Link zum Weddingweiser 07.02.2017 – „Der Wieselweiser (3): Weddinger Club in den Top 100“ – Link zum Weddingweiser […]

  2. […] Bericht vom 03.03.2016 – „Die Weddinger Wiesel steigen auf!“ – Link zum Weddingweiser Bericht vom 05.12.2016 – „Basketball im Wedding: Der Wieselweiser (1)“ – Link zum Weddingweiser Bericht vom 04.01.2017 – „Der Wieselweiser (2): Sieg, Aufstieg und ein Geschenk“ – Link zum Weddingweiser Bericht vom 07.02.2017 – „Der Wieselweiser (3): Weddinger Club in den Top 100“ – Link zum Weddingweiser […]

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