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Nicht alles ist Wedding, wo Wedding draufsteht:
Warum „Wedding“ in aller Munde ist

7. Juli 2026
Madison Square Garden, Quelle: Wikimedia Commons/Ajay Suresh

Seit ein paar Tagen trendet der Wedding weltweit. Dabei steht aber nicht unser schöner Stadtteil im Fokus, sondern eine Promi-Hochzeit im Madison Square Garden. Der Popstar Taylor Swift hat am 3. Juli nämlich den Football-Star Travis Kelce geheiratet und mit 1.000 Gästen gefeiert. Überall war „JUST&T MARRIED!“ zu lesen, ein Wortspiel aus ihren Vornamen. Doch warum musste es New York sein und nicht der Wedding? Vermutlich, weil man im Wedding gar nicht heiraten könnte (hier gibt es bekanntlich kein Standesamt mehr).

Andere Länder, andere Sitten? Groß gefeiert wird hier doch. Zwar nicht mit Polizeischutz, Klatsch-Presse und Fantreffen vor den Türen, sondern eher mit Straßenmusik, noblen Karossen und hupenden Autokorsos durch den Kiez. Aber immerhin…

Was wäre hier anders?

Tafel mit Hochzeit - geschlossen

Mit Verkehrschaos durch die anreisenden Gäste oder Feierabendverkehr und Baustellen könnten wir hier auch dienen. Gut, statt glamouröser After-Party mit Promi-Gästeliste wäre es hier eher ein Nachglühen am Späti oder in der Kneipe um die Ecke. Aber leckeres Catering aus aller Welt hätten wir nun wirklich fast an jeder Ecke zu bieten. Na gut, statt Klatschpresse und Polizeischutz heißt es hier manchmal eher Nackenklatscher und Blaulicht. Eine Hochzeit ist im Wedding trotzdem nichts wirklich besonderes. Doch bei allen Unterschieden bzw. Gemeinsamkeiten fehlt es uns eigentlich nur an der prestigeträchtigen Venue. Bislang hatten wir nur einmal eine Las Vegas-Hochzeit im Penny an der Soldiner.

Das gab’s 2022 immerhin schon mal

Was fehlt im echten Wedding?

Im Wedding gibt es zwar mehrere Orte, wo mehrere hunderte Menschen feiern können, aber eine Location dieser Größenordnung haben wir nicht. Zumindest noch nicht! Denn vielleicht wäre das ja ein guter Plan für das leerstehende Karstadt-Gebäude am Leo? Da fehlt schließlich noch eine vernünftige Verwendung für die oberen Etagen des ehemaligen Kaufhauses.

Genug Platz wäre also auch im Wedding vorhanden, Polizei zum Schutz ist grundsätzlich auch schon da und anders als in New York könnte die Anreise statt in protzigen, abgedunkelten Limousinen ganz ökologisch mit der BVG erfolgen.

Samuel Orsenne

Samuel Orsenne

Samuel ist ein Großstadtmensch, der im Wedding sein Zuhause gefunden hat. Mit seiner Familie lebt er im Kiez rund um die Bellermannstraße. Neben der Arbeit als IT-Fachmann engagiert er sich im Quartiersrat und natürlich beim Weddingweiser und betreut u.a. Marktstände, Technik und die Verwaltung der Weddingweiser UG.

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