Füttern an den Weddinger Seen verboten

Graureiher am Möwensee (C) Katja Witt

Im Volkspark Rehberge und im Park am Plötzensee ist das Füttern von Wildtieren künftig grundsätzlich verboten. Das beschloss das Bezirksamt Mitte im Januar. Ähnliche Regelungen gelten auch für den Großen Tiergarten sowie das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal. Dort werden jetzt entsprechende Hinweisschilder angebracht.Zwar sind sich Natur- und Tierschützer grundsätzlich darin einig, dass man freilebende Tiere in der Stadt nicht füttern sollte. Aber verboten ist das in Berlin bislang nicht – oder besser gesagt: nicht so richtig eindeutig.

Wild im Wedding

Foto: JJ Harrsison / Wikimedia Commons

Echte Hasen trifft man in der Stadt kaum an, dafür aber Wildkaninchen. Diese harmlos wirkenden Nager legen weitverzweigte Höhlensysteme an, die die Statik von Straßen gefährden können – das kann auch Baumwurzeln zerstören. Sogar zu Mauerzeiten überwanden die hoppelnden Langohren den Todesstreifen mühelos. Welche weiteren wild lebenden Tiere leben mit uns gemeinsam, zum Teil mitten im Wedding? Und sollte man sie füttern?

Wildtiere in der Stadt: Der Fuchs

Füchse im Sprengelkiez (C) Ware Schönheit

Im Wedding leben wir mit Hunderttausenden Mitmenschen aller Religionen, Hautfarben und Kulturen zusammen. Aber manchmal erinnert uns eine Begegnung in der Dämmerung daran, dass nicht nur Menschen in der Stadt leben. Vor allem Füchse, Steinmarder, Waschbären, Kaninchen und Wildschweine gehören zu den Gewinnern der im Stadtgebiet lebenden Arten. Das Nahrungsangebot ist für sie in der Stadt größer als in den natürlichen Lebensräumen und jederzeit leicht verfügbar. Auch ist es in der Stadt wärmer. Viele Tiere zeigen ein sehr vertrautes Verhalten gegenüber uns Menschen, aber es geht grundsätzlich keine Gefahr von ihnen aus. Ihr Auftreten wird in der Bevölkerung oft sogar als Bereicherung des Stadtlebens gesehen. Allerdings gilt es, einige Regeln und Grundsätze einzuhalten. Heute: Der Fuchs.