Kapweg-Sperrung: Weniger Autos wären gut für alle

Kapweg
Kapweg

Meinung Nun ist es raus. Berlin muss bis Mitte nächsten Jahres Straßen für Euro 1-5-Diesel sperren. Bei der Umsetzung könnte es hapern. Prominentes Beispiel am nördlichen Rand des Wedding: Der Kapweg. 250 Meter lang, Ausfahrt eines Baumarkts, einer Tankstelle und einer Waschanlage. Dank Kapweg spart man sich die 450 Meter Umweg durch Reinickendorf. Genau diese kurze Straße soll nun gesperrt werden, die BVG wird sich freuen, werden doch die Busse an der Ecke Scharnweberstraße nun noch mehr im Stau stehen. Dafür kann man länger Flugzeugen beim Landen zusehen. Hat ja auch was.  Unser Autor fragt sich, wie sich das Problem mit den Fahrverboten lösen ließe.

Die südliche Müllerstraße wird moderner – für Radfahrer und Fußgänger

Klar ist: die Müllerstraße ist unattraktiv für Fußgänger und Radfahrer. Jahrelang wurden Konzepte zur Steigerung der Attraktivität der Weddinger Einkaufsmeile entwickelt und Maßnahmen geplant. Jetzt wird es am ersten Teilstück konkret: auf dem südlichen Abschnitt, zwischen Sellerstraße und dem S- und U-Bahnhof Wedding, sollen noch im Jahr 2012 die Baumaßnahmen beginnen.

2012 endlich Radstreifen auf der südlichen Müllerstraße

Am 5. Januar stellte der beauftragte Verkehrsplaner vom Ingenieurbüro IVAS Dresden bei einer Sitzung der Stadtteilvertretung Müllerstraße das erste Maßnahmenbündel vor. Insbesondere für Radfahrer wird sich das Gesicht dieses am stärksten belasteten Abschnitts der Müllerstraße verändern. Heute schon bestehende Radwege werden zurückgebaut. Statt dessen zeigen neue Markierungen auf der Straße dem motorisierten Verkehr, welcher Verkehrsraum den Radfahrern vorbehalten ist. Neue Abstellmöglichkeiten sollen durch mehr Fahrradbügel geschaffen werden. Autofahrer müssen sich wohl nicht wesentlich einschränken – nur Rechtsabbieger in die Fennstraße müssen geradeausfahrende Radfahrer vorbeilassen. Für Fußgänger interessant ist die Verbreiterung des Zugangs zum U-Bahnhof Reinickendorfer Straße zwischen Fenn- und Sellerstraße. Die Geländer in der Straßenmitte werden dafür entsprechend versetzt. Die Firma Bayer soll an diesem Projekt beteiligt werden – schließlich betreffen die Maßnahmen in erster Linie ihre Mitarbeiter am Weddinger Unternehmensstandort.

Was passiert wann am mittleren und nördlichen Abschnitt der Müllerstraße?

Untere Müllerstr BayerWeil zwischen dem Bahnhof Wedding und der Seestraße erheblich mehr Eingriffe in die Verkehrsführung als am südlichen Abschnitt geplant sind, müssen mehr Prozesse miteinander abgestimmt werden. Auch die Stadtteilvertretung Müllerstraße, die die Infoveranstaltung ausgerichtet hat, soll dann noch einmal in die Schlussplanung eingebunden werden. In diesem mittleren Abschnitt erfolgt die Realisierung vermutlich erst 2013/2014. Dann werden auch der Mittelstreifen der Müllerstraße und die Bushaltestellen ihr Gesicht verändern. Der nördliche Abschnitt zwischen Seestraße und Barfus-/Transvaalstraße kommt erst 2015/2016 dran – wenn dann noch Geld vorhanden ist.

Zumindest einen Radstreifen wird es im Bereich der Müllerstraße nördlich der Seestraße im Afrikanischen und Englischen Viertel  schon in den nächsten Monaten geben. (zwischenzeitlich realisiert) Dieser wird aus einem anderen Projekt finanziert, für das die Planung schon abgeschlossen ist.

Vorstellung der Verkehrsplanung für die südliche Müllerstraße

Donnerstag, 5. Januar, ab 19:00 Uhr
im Dillenburgsaal im Rathaus (Neubau), Müllerstraße 147, 13353 Berlin

Es geht im Süden los: die Umgestaltung der Müllerstraße beginnt 2012 mit der Neuordnung des Straßenraums am südlichen Ende der Müllerstraße. Die Arbeiten werden u.a. die Sicherung und Ergänzung der bestehenden Fahrradwege als auch die Aufwertung der Bürgersteige umfassen. Nachdem die Vorplanung im Sommer ihren Abschluss fand, werden die Verkehrsplaner in der öffentlichen Sitzung der Stadtteilvertretung den aktuellen Planungsstand für den südlichen Bereich der Müllerstraße vorstellen.

Als Grundlage der Umgestaltung dient die vom Herbst 2010 bis Sommer 2011 zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet Vorplanung. (Quelle: www.muellerstrasse-aktiv.de)