Weddingmelder-Wochenschau 50/16

Im schönsten aller Berliner Stadtteile ist mal wieder der Funk los. Für die kleinen Momente der Besinnlichkeit gibt’s auf dem Leo aber zum Glück den Weihnachtlichen Weddingmarkt – allerdings nur heute und auch nur genau einmal. Das Feiertagsgefühl soll sich im Wedding ja schließlich nicht abnutzen, oder? Was es hier sonst noch so gibt, das erfahrt ihr in unserer Weddingmelder-Wochenschau.

Malplaquetkiez: „Schönes strahlt aus“

Schraders Liebenwalder MalplaquetstrOlaf Fehrmann und sein Partner Jörg Müller leben seit Jahrzehnten im Kiez rund um die Malplaquet- und die Utrechter Straße. Mit ihren Geschäftsideen haben sie als Gastronomen ihr Umfeld in den letzten 15 Jahren sichtbar verändert. Im Interview mit dem Weddingweiser reden sie über die zurückliegenden knapp 20 Jahre im Kiez.

Malplaquetstraße: Die Ausnahmestraße

AKTUALISIERT 2018 Das Schöne am Wedding ist, dass er eigentlich überall gleich entspannt ist. Hier findet sich Berlin wie unter einem Brennglas, aber ganz ohne das Überdrehte von Prenzlauer Berg, den angestaubten Chic von Charlottenburg oder das Rollkoffer-Geklapper von Kreuzberg. An ganz wenigen Stellen jedoch trifft die typische Weddinger Schmuddeligkeit sogar auf angenehmen Lifestyle, ohne dass gleich ein Riesen-Hype daraus entsteht. Die Malplaquetstraße ist ein solcher Ort –  Ausnahmeerscheinung und typische Wohnstraße zugleich.

Wie so oft im Wedding sollte man sich vom schön klingenden französischen Namen der Straße nicht täuschen lassen: 1891 wurde die Straße, wie die Straßen im ganzen Kiez, nach Ereignissen und Personen des Spanischen Erbfolgekriegs (1701– 1714) benannt. Im nordfranzösischen Malplaquet fand mit 35.000 Toten sogar eine der blutigsten Schlachten der Neuzeit statt.

Weihnachtskekse im Wedding

Christiane Sperhake wohnt seit fünf Jahren im Wedding. „Zuerst fand ich es hier schrecklich und kannte nur den Weg zur U-Bahn“, sagt die 29-jährige Studentin. Um möglichst schnell hier wegzukommen. Das hat sich inzwischen geändert, denn sie findet hier immer mehr Menschen, die ihren Kiez schöner machen wollen. Und auch sie hat eine Idee, eine ausgesprochen süße Idee sogar.
Christiane Sperhake (Foto: privat)Christiane Sperhake möchte gerne Workshops zum Kekse- oder Kuchenbacken durchführen. “ Ich möchte damit nicht reich werden, sondern viele Menschen dazu motivieren, sich eigenes tolles Gebäck herzustellen“, sagt die Amateur-Bäckerin. Das TassenKuchen, ein ambitioniertes  Kuchen-Café in der Malplaquet-/Ecke Utrechter Straße, bietet sich für diese Workshops an. Dort gibt es im Hinterzimmer genug Platz rund um einen großen Holztisch. Dass die Chemie stimmen wird, ist fast schon garantiert, denn Christiane Sperhake hat einen Bachelor in diesem naturwissenschaftlichen Fach. Dennoch schätzt sie die handwerkliche Arbeit beim Backen und hat sich ihr Wissen durch Ausprobieren und Nachbacken selbst erworben. „Ich finde das eine sehr gute Abwechslung vom vielen Lernen“, erzählt sie. Von Anfang an hatte sie den Traum, irgendwann einen kleinen Laden zu eröffnen, wo sie auf Bestellung Kuchen anfertigt.
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KekseNun werden es erst einmal Keks-Workshops, die schon im Advent beginnen.Nun werden es erst einmal Keks-Workshops, die schon im Advent beginnen. Die Workshops für Erwachsene finden am 15.12. von 11-14 Uhr und am 20.12. von 17-19 Uhr statt und der Preis beträgt 20 Euro pro Person. Für Familien gibt es einen Workshop am 22.12 von 11-13 Uhr, der 20 Euro pro Kind und einem Erwachsenen kostet. Eine Anmeldung  sollte per Mail mit dem gewünschten Termin an die folgende Adresse erfolgen: [email protected]
Gemeinschaftliches Backen macht Spaß und tut gut, glaubt Christiane Sperhake, die im nächsten Jahr ihr Psychologie-Fernstudium abschließen wird. Und wann könnte man das besser ausprobieren als im Advent und im schönen TassenKuchen-Café?
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Termine

15.12., 20.12., 22.12.