Auslaufmodell Droschkenpferde?

Foto: A. Schnell

Für Touristen sind sie ein schöner Anblick, die Pferdekutschen, die rund um das Brandenburger Tor zu einer nostalgischen Art der Stadtbesichtigung einladen. Doch nicht nur Tierschützer kritisieren diese wenig tierfreundliche Fortbewegung, vor allem an Sommertagen auf heißem Asphalt. Auch Anwohner des Pferdestalls im Wedding beschweren sich, da sie die Zustände des Auslaufs nicht für artgerecht halten. Jetzt haben Politikerinnen bei den Behörden nachgefragt.

Wandern rund um den Wedding (Teil 2)

Parks im Wedding: Frühling im Humboldthain. Foto: Hensel
Frühling im Humboldthain. Foto: Hensel

… und auf grünen Wegen mitten durch die Stadt! Denn dass der Wedding nicht überall ein tristes Häusermeer ist, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Jede Menge Gewässer, Parks, Grünzüge und Kleingärten durchbrechen das Straßen- und Gebäudegewirr. Verbindet man die vielen grünen Wege zu einem 11 Kilometer langen Rundwanderweg, kann der Wanderer mitten in der Großstadt erstaunlich viele ruhige Ecken entdecken. Diesmal umrunden wir den Soldiner Kiez, den Bahnhof Gesundbrunnen und das Brunnenviertel.

Ein Spaziergang durch Gesundbrunnen

St Paul BadstraßeUnser Rundgang beginnt an der Badstraßenbrücke über die Panke. Wir biegen in die Badstraße ein, wo es auf dem Abschnitt bis zur Pankstraße noch eine geschlossene gründerzeitliche Bebauung mit reich verzierten Wohnhäusern gibt (z.B. Vorderhaus des Marienbads Badstraße 35-36; aus dem Jahr 1904/05 mit einer Hermes-Skulptur über einem Bogen). Ein stilprägender Kirchenbau ziert die Ecke Badstraße/Pankstraße. Die St.Pauls-Kirche von 1835 wurde als eine von vier Nordberliner Kirchen durch Karl Friedrich Schinkel geplant. Der klassizistisch-nüchterne Hallenbau wurde erst 1889/90 um einen Glockenturm und 1910/11 durch ein Gemeindehaus ergänzt. Da die Kirche im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt war, wurde sie äußerlich originalgetreu, innen aber von 1952-57 im zeitgenössischen Stil wieder aufgebaut (Architekt H.Wolff-Grohmann). Dieser steht als Zeugnis der Architektur der 1950er Jahre selbst unter Denkmalschutz.