Schlagwörter: Stadtentwicklung

Neue Planungen für neue Bauten

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HostelO und Campus Viva im Aufbau, Jülicher Straße, 2015. Foto: Sulamith Sallmann

Information Der Wedding wird zum Bauplatz. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Bauvorhaben und Planungen von Bauprojekten bekannt. Wo sich heute die Baukräne bereits drehen, haben wir im letzten Jahr in eine Neubaukarte eingetragen. Das Fazit bei den neu vorgestellten Plänen fürs Bauen 2017 und 2018 lautet wie bei den bereits erfolgten Baustarts: Die Genossenschaften bauen im Wedding nur minimal und die privaten Bauunternehmer dominieren beim Neubau. Weiterlesen

Diesterweg-Gelände: Neuer Wohnbauplan bis Mitte Juni

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Das ehemalige Schulgebäude des Diesterweg-Gymnasiums im Brunnenviertel steht seit vier Jahren leer.

Eigentlich sollten die mehr als 300 günstigen Wohnungen im Brunnenviertel längst fertig sein. Im Gemeinschaftsgarten zwischen Putbusser und Swinemünder Straße sollten schon die Tomaten wachsen, in der neuen Kita sollten die Kinder spielen, im großen Saal Veranstaltungen für den Kiez stattfinden. Im Februar 2014 stimmten die Bezirksverordneten von Mitte einhellig für das auch im Kiez favorisierte Projekt des Teams ps wedding und gegen ein konkurrierendes Wohnungsbaukonzept des landeseigenen Wohnungsunternehmens degewo. Doch noch immer steht das ehemalige Gelände des Diesterweg-Gymnasiums leer, nichts ist gebaut und entwickelt worden.

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Diesterweg-Gymnasium: Wie geht es weiter im orangenen Raumschiff?

Diesterweg_leerstandUm die Zukunft des seit vier Jahren leer stehenden Schulgebäudes in der Putbusser Straße geht es bei einer Veranstaltung des Stadtteilvereins Brunnenviertel am Freitag, den 8. Mai. Der Verein lädt ab 14.30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in den Supermarkt, Brunnenstraße 64 ein.

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Schwerpunkt Berlins verschiebt sich – was heißt das für den Wedding?

„Die Schließung des Flughafens Berlin-Tegel verändert das Gravitationsfeld der Stadt“, sagt der SPD-Kommunalpolitiker Ephraim Gothe, der bis zur Wahl Baustadtrat von Berlin-Mitte war. Der Schwerpunkt verschiebt sich in Richtung historischer Mitte, wo mit dem BND-Neubau ein gewaltiges Bauvorhaben realisiert wird. Auch im Südosten, in Adlershof und rund um den neuen Flughafen in Schönefeld, ist ein Schwerpunkt großer Investitionsvorhaben. „Dem Berliner Norden droht ein Bedeutungsverlust“, warnt Gothe. Die Nachnutzung des alten Flughafens Tegel sei für Wedding besonders wichtig – darum dürfe man nicht nichts tun und einfach Ruhe einkehren lassen.

Trotz anderer Größenordnungen – der BND-Neubau kostet allein schon über 800 Millionen Euro, das Stadtschloss „nur“ 550 Millionen – werden auch in Wedding viele neue Bauvorhaben realisiert.  Auch das Robert-Koch-Institut baut an der Seestraße für 75 Millionen Euro ein neues Laborgebäude – Bakterien wie EHEC oder auch Abwehrmittel gegen biologische Kampfstoffe werden dort erforscht. Lächerlich gering erscheint da der Bibliotheksneubau am Standort des Rathauses Berlin-Wedding, „nur“ drei Millionen Euro werden für die neue Mittelpunktbibliothek locker gemacht. Gerade ist aus 18 Entwürfen ein Gewinnerentwurf ausgewählt worden. „Ein sehr sichtbares Gebäude wird realisiert, das zur Aufwertung der Müllerstraße stark beitragen wird“, fasste Ephraim Gothe die Entscheidung für den Gewinnerentwurf bei einer Parteiveranstaltung der SPD-Abteilung Rehberge im Frühsommer zusammen. Später könne aus der neuen Bibliothek auch eine Bezirkszentralbibliothek werden.

Durch das Sanierungsgebiet Müllerstraße ist auch diese zentrale Achse wieder in den Fokus geraten. Für den Wedding stellt diese Straße die Anbindung an die Innenstadt dar. Die Steigerung ihrer Attraktivität für Verkehrsteilnehmer, Kunden und Anwohner ist für den Bezirk daher von besonders großer Bedeutung. Private Investoren werden davon indirekt profitieren, allerdings gibt es steuerliche Sonderabschreibungen für Investitionen im Sanierungsgebiet.

Ob Berlin-Wedding und die Müllerstraße im neuen Koordinatensystem der Stadt abgehängt werden? Prognosen über einen Bedeutungsverlust des Berliner Nordens sind schwer zu treffen. Immerhin hat die Politik die Notwendigkeit erkannt, den Standort durch das Sanierungsgebiet Müllerstraße zu stärken. Bedauerlich ist nur, dass das Sanierungsgebiet im Norden an der Barfus-/Transvaalstraße endet und nicht an der Bezirksgrenze zu Reinickendorf.

Hinweis: seit Januar 2012 ist Ephraim Gothe Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.