Alt und allein: Wir können helfen!

ÜAlleinesein im Alter - eine Frau mit Rollatorber­ra­schend kam die Nach­richt wohl kaum, doch der Lock­down wird uns noch wei­ter beglei­ten. Das bedeu­tet vor allem für die ein­sa­men Men­schen unter uns, noch län­ger allei­ne aus­zu­har­ren und den All­tag ohne die übli­chen sozia­len Kon­tak­te zu meis­tern. Wo sich eini­ge an die­se Situa­ti­on schon gewöhnt oder durch regel­mä­ßi­ge Video-Calls, Tele­fon­kon­fe­ren­zen und Spa­zier­gän­ge Alter­na­ti­ven gefun­den haben, blei­ben es wei­ter­hin die Älte­ren in der Nach­bar­schaft, die oft auf sich allei­ne gestellt sind. Doch auch trotz Coro­na kön­nen wir alle dazu bei­tra­gen, Unter­stüt­zung für allein­le­ben­de Senio­ren zu gewähr­leis­ten und gegen die Ein­sam­keit anzutreten.

Weihnachtspost & Schokolade für “alte Freunde”

Ganz­jäh­rig orga­ni­sie­ren die “Freun­de alter Men­schen” Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen, um Allein­le­ben­de und Hoch­be­tag­te in unse­rer Nach­bar­schaft zu unter­stüt­zen. FAM e.V. haben wir euch schon in den ver­gan­ge­nen Wochen vor­ge­stellt und auch berich­tet, wir ihr hel­fen könnt. In der Weih­nachts­zeit ist es dem Ver­ein beson­ders wich­tig, den Ältes­ten Zeit und Auf­merk­sam­keit zu schen­ken – auch, wenn das die­ses Jahr alles anders ablau­fen muss.

Menschliche Wärme im hohen Alter

 

Ziehharmonikaspieler und Wirtin spielen Musik für die älteren Herrschaften. Ein Mann lacht freudig.
Las­set die Musik erklin­gen! Letz­tes Jahr bei dem Weih­nachts­es­sen erfreu­te die Zie­har­mo­ni­ka alle Gäs­te ©Bir­te Zel­len­tin, FAM e.V.

Logo Freunde alter Menschen e.V.Die „Freun­de alter Men­schen“ (FAM e.V.) küm­mern sich um die, die man nicht mehr sieht: Älte­re, die allein leben und kaum noch oder gar nicht mehr vor die Tür gehen. Wir stel­len euch die Arbeit des Ver­eins und die Ansprech­part­ne­rin im Wed­din­ger Treff­punkt vor.

Vor 118 Jahren eingeweiht: Das Jüdische Altersheim in der Iranischen Straße

Das Jüdische Altersheim
Ber­lin-Wed­ding, Syn­ago­ge Jüdi­sches Alters­heim, Ira­ni­schen Stra­ße 3, Foto: Abra­ham Pis­a­rek, 1930er Jah­re (vor 1939), COPYRIGHT: Bild­ar­chiv Pis­a­re­k/akg-images

Was heu­te als Ira­ni­sche Stra­ße bekannt ist, hieß bis 1934 Exer­zier­stra­ße. Um 1900 befand sich auf einer Stra­ßen­sei­te die Reu­ter-Stif­tung und zur ande­ren die Lau­ben­ko­lo­nie Nord­kap. Es war eine beschau­li­che und ruhi­ge Gegend. Inner­halb von weni­gen Jah­ren soll­te sich das Stadt­bild durch das Jüdi­sche Alters­heim und das Jüdi­sche Kran­ken­haus ver­wan­deln. Mit die­sem Bei­trag soll die ers­te gro­ße Jüdi­sche Für­sor­ge­ein­rich­tung und bedeu­ten­de Syn­ago­ge im Wed­ding erin­nert werden.

Lesermeinung: Zu weite Wege für Senioren?

Unse­re Lese­rin lebt seit Som­mer 2017 im Brüs­se­ler Kiez. Als noch berufs­tä­ti­ge Senio­rin fiel ihr auf, dass es mit­ten im Vier­tel für die älte­ren Kiez­be­woh­ner kei­nen geeig­ne­ten Ort gibt, an dem man sich tref­fen und aus­tau­schen könn­te. Die nächs­ten Senio­ren­treffs sind alle zu weit, um sie bequem zu Fuß zu errei­chen. Gibt es über­all im Wed­ding genü­gend Treff­punk­te für Senioren? 

Kostenlose Fitnesskurse im ganzen Wedding

Zeppelinplatz FitnessKennt ihr schon das Pro­gramm „Bewe­gungs­för­de­rung im öffent­li­chen Raum“ von bwgt e.V.? Das Beson­de­re ist: Es kos­tet euch nichts, und weder Anmel­dung noch Vor­kennt­nis­se sind für die Tei­nah­me erfor­der­lich. Das Mot­to lau­tet daher “Ein­fach vor­bei­kom­men und mit­ma­chen”. Wir geben einen Über­blick über die Kur­se. Stand: Juli 2019

Restaurant im Karstadt: Wo sich alles bewegt, doch die Zeit stillsteht

Laut Ein­steins Rela­ti­vi­täts­theo­rie sind Zeit­rei­sen in die Zukunft mög­lich, in die Ver­gan­gen­heit dage­gen ist man sich noch nicht so sicher. Es gibt einen Ort, eine Welt im Wed­ding, die am Gegen­teil arbei­tet, die sich wehrt, hip zu sein, hip zu tun. Eine Welt, die so ist wie sie ist und nur genau­so bestehen kann. Es ist das Restau­rant im Kar­stadt am Leo­pold­platz. Unauf­dring­lich, durch sei­ne getön­ten Schei­ben, thront es über dem Platz.