Rehberge: Entenpfuhl und Sperlingsee verlanden langsam

Sperlingsee2 (C) Frank Müller
Foto: Frank Müller

Am östlichen Rand des Volksparks Rehberge befinden sich drei eiszeitliche Rinnenseen, die gestalterisch in die Grünanlage integriert sind: der größere Möwensee, der Sperlingsee und der kleinere Entenpfuhl – direkt hinter der Freilichtbühne. Im Möwensee leben zahlreiche Fische, Enten, Blesshühner und andere Vogelarten. Sogar Graureiher kommen regelmäßig “zu Besuch”. Doch die beiden anderen Seen sind biologisch fast tot. Im Sperlingsee gibt es inzwischen nur noch vereinzelt Frösche; vor wenigen Jahren gab es dort noch eine große Kolonie. Der Entenpfuhl ist bereits völlig ausgestorben und verwaist.

Rehberge und Plötzensee: Rudern inmitten Weddings grüner Lunge

Auf Sand gebaut

(C) Linn Asmuß
(C) Linn Asmuß

Das heutige Parkgelände ist Teil des früher ausgedehnten Waldgebietes Jungfernheide. Die sprichwörtliche märkische Streusandbüchse prägte das Landschaftsbild auf dem Gebiet des heutigen Volksparks Rehberge und des Goetheparks in besonderer Weise. Denn in der späten Eiszeit abgelagerter Flugsand hatte sich dort zu ganzen Sanddünen formiert. Darauf wuchsen zum Teil Kiefern und Eichen, doch spätestens nachdem diese nach dem ersten Weltkrieg von der frierenden Bevölkerung abgeholzt wurden, lag die Sandfläche komplett frei. Der Sand beeinträchtigte die benachbarten Wohngebiete erheblich – er war allenfalls als Scheuersand zu gebrauchen. „Der Volksausdruck Berliner Schnee, womit das Treiben des Flugsandes gemeint ist, schreibt sich von den Rehbergen her“, schrieb der Stadtrat Ernst Friedel im Jahr 1899. Es musste also etwas mit dieser Fläche geschehen….