Weddingmelder-Wochenschau #22/17

Foto: Steno R Kaluba

Erst gebräunt, dann geschwitzt und zuletzt durchnässt vom Gewitter, so lässt sich das Wetter am Wochenanfang zusammenfassen. Gut, dass doch schon seit gestern die Kinderplansche am Schillerpark nicht mehr als Skaterbahn, sondern – haltet Euch fest – als Wasserspielplatz genutzt werden kann. Im Wasser planschen ist in jedem Fall schöner als Schule. Nur dumm, wenn im Einzugsgebiet kein Platz an der nächstgelegenen Grundschule mehr ist, wie in diesem Jahr für die Andersen- und die Gesundbrunnenschule zu befürchten ist. Was soll’s, dafür ist ja der Zeppelinspielplatz wieder offen. Was sonst noch an diesem Pfingstwochenende und danach wichtig ist, steht in unserer Wochenschau.

Schiller-Oase: Der Grill macht’s

Gastronomie kennt der Schillerpark erst seit wenigen Jahren – und doch kommt es einem vor, als ob es die „Schiller-Oase“ schon immer gegeben hätte. In der Nordostecke des hundertjährigen Parks wurde aus dem Jugendstil-Toilettenhäuschen ein Mini-Restaurant. Masoud Nayeb ist so etwas wie die gute Seele der einzigen Gaststätte weit und breit. Der rührige Vollblut-Gastronom hat Wurzeln in Norditalien und im Iran – eine Mischung, die gut in den multikulturellen Wedding passt.

Ein entspanntes Frühstück in der Schiller-Oase

Endlich wieder Frühstück in der Schiller-Oase
Endlich wieder Frühstück in der Schiller-Oase

Seit einiger Zeit gibt´s ein neues Schild am Zaun der Schiller-Oase: „Ab 25. Mai Frühstück von 9 – 12 Uhr“. Als Anwohner und Neu-Weddinger, der gerade die Highlights des Bezirks erkundet, wurde ich natürlich sofort doppelt neugierig. Bisher war das Frühstücksangebot in meinem Teil des Weddings gerne türkisch angehaucht: lecker mit frisch gebackenen Simit zum Beispiel – doch sitzt man dabei meist in einem der Frühstücks-Cafés an der Müllerstraße. Und die ist nicht der ruhigste Ort, um bei einem leckerem Frühstück entspannt in den Tag zu starten.

Der Faustball Wedding Cup im Schillerpark

Faustball Wedding-Cup, Schillerpark, (c) privat
Faustball Wedding-Cup, Schillerpark, (c) privat

Auf der Schillerwiese sowie im Stadion Ungarnstraße dürfen an diesem Wochenende wieder ungeniert die Fäuste geschwungen werden. Der Wedding Cup, das weltgrößte Vereins-Faustballturnier findet in diesem Jahr zum nunmehr 31. Mal statt. Organisiert von der Faustballabteilung der Berliner Turnerschaft werden am nächsten Wochenende mehr als 250 Teams auf insgesamt 19 Spielfeldern gegeneinander antreten. Neben amtierenden Faustball-Weltmeistern wird es auch dieses Mal wieder ein Prominenten-Team sowie weitere kleine Häppchen zu verspeisen geben.

Hasina EATERY: bengalisch-mexikanische Fusion im Wedding

Das Ehepaar Amin
Das Ehepaar Amin

„Zuerst wollten wir ein rein veganes Restaurant eröffnen“, sagt Shorab Amin. Doch im nördlichen Wedding, eher ein ruhiges Wohngebiet als eine aufregende Restaurantmeile, war die Zeit dafür noch nicht reif. Gemeinsam mit seiner Frau Jesmin hat Shorab Amin ein indisch geprägtes Restaurant mit mexikanischem Einschlag eröffnet. „Alkohol gibt es bei uns keinen, und auch das Geflügelfleisch ist nach Halal-Prinzipien geschlachtet“, erklärt der gebürtige Bangladeshi, der schon seit über 20 Jahren im Wedding wohnt. Nicht nur die Küche mit vegan/vegetarischem Schwerpunkt setzt an der nördlichen Müllerstraße, Nähe Schillerpark, einen außergewöhnlichen Akzent, auch die Einrichtung kann sich sehen lassen: „Das geht auf das Konto meiner beiden Töchter“, sagt Shorab Amin stolz. Anders als in den meisten anderen indischen Restaurants verzichtet das Team der Hasina Eatery auf die typischen orange-gelben Farbtöne, sondern setzt auf dunkle Möbel und die Farbe violett.

Schönes Esslokal

Der Name Hasina Eatery bedeutet übrigens schlicht „schönes Esslokal“ und verspricht nicht mehr und nicht weniger als leckere Gerichte. Hier heißt das: Fusion-Küche mit klassischen ayurvedischen Spezialitäten aus der Region um den Golf von Bengalen, mexikanische Nachos oder Enchiladas. „ Alle Speisen sind frei von künstlichen Zusatzstoffen, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern“, betont das Ehepaar Amin. Mal sehen, ob das Experiment im Englischen Viertel gelingt. Wer mit indischer Küche schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann übrigens ganz beruhigt sein: zu scharf sind die Speisen auf keinen Fall, eher ausgewogen gewürzt.

Hasina EATERY

Facebookseite

Ofener Straße 2/Nähe Müllerstraße.

Tel. 915 05 121

Öffnungszeiten: Mo bis So 15 – 22 Uhr geöffnet

Der 30. Wedding-Cup, oder: Im Schillerpark fliegen die Fäuste

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Bild: Berliner Turnerschaft

Am 18. und 19. April ist es wieder soweit. Im Schillerpark fliegen die Fäuste, denn: Das weltgrößte Vereins-Faustballturnier, der Wedding Cup, wird hier zum nunmehr 30. Mal ausgefaustet.

Amateure und Weltmeister im Wedding

Für viele ist der 30. Geburtstag ja nicht so einfach. Aus verständlichen Gründen. Dies gilt jedoch nicht für den Wedding Cup, denn der blüht dieses Jahr wieder so richtig auf. In seiner 30. Auflage werden es 270 gemeldete Mannschaften sein, die auf 19 Spielfeldern im Schillerpark und im Stadion Ungarnstr. um die begehrte Trophäe spielen werden. Laut Veranstalter, dem Berliner Turnverband sind es so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor – und es hätten durchaus noch sehr viel mehr sein können.

Schillerhöhe: die kleine Trabantenstadt des Wedding

St Aloysiuskirche Schillerpark
Ansprechend: St Aloysiuskirche

Dort, wo der Wedding wie eine gesichtslose und ein wenig spießige Vorstadt wirkt, wo man nicht genau weiß, wo Berlin-Mitte aufhört und Reinickendorf beginnt, ist wenige Jahre nach den Kriegszerstörungen ein damals beispielgebendes Siedlungsprojekt realisiert worden. Das waren noch Zeiten, als der Berliner Senat eine aktivere Wohnungsbaupolitik betrieben hat. Nach damals modernsten Grundsätzen entstand so ab dem Jahr 1955 die Siedlung Schillerhöhe im Wedding…

Weddinger Kinder gehen baden

 

Leserfoto, Quelle: Mirko
Leserfoto, Quelle: Mirko

Schillerpark-Plansche blieb im Juni gesperrt

Viele Weddinger Eltern fragen sich Jahr für Jahr, wenn im Frühjahr das Thermometer in den sommerlichen Bereich steigt, wann denn die Wasserspielplätze des Bezirks eröffnet werden. Nun teilt das Bezirksamt Mitte mit, dass die Saison der Kinderplanschen im Goethepark (am Dohnagestell) und im Schillerpark (Dubliner Ecke Barfusstr.) am 31. Mai eröffnet wurde. Beide Planschen werden grundsätzlich bei Temperaturen ab 25 Grad von 10 bis 18.00 Uhr betrieben. Die Temperaturvorhersage der RBB-Abendschau vom Vortag ist dabei maßgeblich. Allerdings beginnt der Badebetrieb im Goethepark wegen einer automatischen Steuerung erst, wenn die Mindesttemperatur tatsächlich erreicht ist. Und wenn Gewitter oder Stürme vorhergesagt werden, findet sicherheitshalber gar kein Badebetrieb an den Kinderplanschen statt.

Aufgrund von Vandalismusschäden konnte der Betrieb der Plansche im Schillerpark aber erst im Juli aufgenommen werden. Unbekannte hatten die 2011 für 450 000 Euro sanierte Schillerpark-Plansche kaputtgemacht und drei Sprühköpfe abgetreten, schreibt die Berliner Woche.  Mindestens 12 000 Euro kostet die Reparatur, wie Jürgen Götte vom Grünflächenamt der Berliner Woche sagte. Die Teile mussten jetzt neu angefertigt werden. Das Geld nimmt der Bezirk aus seinen Unterhaltsmitteln für Grünflächen.

Bleiben noch das Strandbad Plötzensee, das Kombibad Seestraße und das Sommerbad Humboldthain. Hier muss man allerdings Preise zwischen 4,00 und 5,50 Euro pro Erwachsenem einkalkulieren…