Schlagwörter: mediterran

Mirage: Die Erscheinung am Nettelbeckplatz

Ein heller, ungewöhnlich geschnittener Raum mit Blick auf den verkehrsberuhigten Nettelbeckplatz, dazu eine ambitionierte französisch inspirierte Küche – wer da glaubt, eine Erscheinung vor sich zu haben, liegt gar nicht so falsch. Das Mirage, französisch für Fata Morgana, wagt das Überfällige an diesem unterschätzten Ort. Weiterlesen

„Bei Mama“ – Gäste willkommen

Ehepaar Akil Falafel Imbiss Bei Mama
Das Ehepaar Akil in Aktion

Manchmal braucht es kein großes Restaurant mit einer aufwendig gestalteten Einrichtung. Ein Wohlfühlfaktor kann auch durch eine freundliche und aufmerksame Bedienung und vor allem durch Essen, das geschmacklich überzeugt, entstehen. Im „Bei Mama“ in der Weddinger Triftstraße trifft genau das zu.

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GESCHLOSSEN „Die 3 Lügner“: In Wahrheit gibt’s hier mehr als Wein

3 Lügner 2Drei Männer tun sich zusammen. Da sie sich gerne auf ein Gläschen Wein verabreden – oder auch schon einmal auf eine ganze Flasche – haben sie eine Idee. Ein stilvoller Laden für anspruchsvolle Genießer, wie sie es selbst sind. Klingt verwegen, im Wedding Wein und Feinkost zu verkaufen!

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GESCHLOSSEN: „da Baffi“: Retro-Italiener ohne Kompromisse

Das kleine italienische Restaurant hat es geschafft, dass man nur wegen des guten Essens in den Wedding kommt.

Von außen unscheinbar: das „Da Baffi“

Wenn eine Hobelbank ein Symbol für Handarbeit ist, dann kann ich mir kaum eine bessere Einrichtung für das Da Baffi vorstellen. Pizza sucht man bei diesem Italiener in der Nazarethkirchstraße vergeblich. Stattdessen kommen Köstlichkeiten der italienischen Küche auf den Tisch, die man sonst wohl nur an Festtagen von einer echten „Mamma“ serviert bekommt. Oder eher Pappa, denn der Vater von Inhaber Frederico Pesta war Restaurantbesitzer im norditalienischen Bologna. Gemeinsam mit seinen Freunden Francesco Righi (aus Cesena) und Wibke Isenberg (eigentlich aus Düsseldorf) setzt er nun mediterrane Akzente mitten im Wedding.

Über die Speisekarte kommt man ins Gespräch

„Bei der Übersetzung ins Deutsche verliert die Speisekarte an Gehalt“, sagt die Inhaberin Wibke Isenberg. Die Bezeichnungen bleiben folglich im Original. Und genauso überlässt man dann auch die Auswahl des passenden Weins getrost dem qualifizierten Personal. Das schlichte Ambiente erinnert ein wenig an die frühen Tage des gastronomischen Aufstiegs des Prenzlauer Bergs. Aber das ist ohnehin nebensächlich. Hier geht es um’s Essen, Genießen, Wohlfühlen mit Leib und Seele. Auch wenn man es eher beiläufig erfährt: Gedacht hat man sich sowieso, dass die Pasta täglich frisch von Hand gemacht wird. Besonders zu empfehlen sind auch die Trüffel, die Francescos Mama nach Berlin liefert.

Und wer sich im Sommer auf den Bänken vor dem Da Baffi den Wind des Leopoldplatzes um die Nase wehen lässt, kann sich an dem Stromkasten erfreuen, der kurzerhand zur Speisekartentafel umgewidmet wurde.

Der Name ist übrigens ein Ausruf nach einem guten Essen: Da leccarsi i baffi – da leckst du dir den Bart.

Autor: Marcus Bauer

Das Restaurant hat seit dem 21. Dezember 2014 geschlossen..
http://dabaffi.com, Nazarethkirchstraße 41,

„Mercatino“: Mediterran in der Müllerstraße

Das Mercatino fällt in der Müllerstraße aus der Rolle
Das Mercatino fällt in der Müllerstraße aus der Rolle

Besonders an regnerischen Tagen funktioniert es sehr eindrücklich: Denn wenn man aus der Ungemütlichkeit der oberen Müllerstraße in Berlin-Wedding einen Blick in dieses langgezogene Lokal wirft, spürt man, dass hier ein etwas anderer Geist wirkt. Das Mercatino ist eines der wenigen alteingesessenen Geschäfte an dieser Straße, wo sonst ein ständiges Kommen und Gehen den Rhythmus vorgibt. Steht in den meisten gastronomischen Einrichtungen des Kiezes der niedrige Preis im Vordergrund, setzt dieser Feinkostladen vor allem auf Qualität. Oder sollte man besser sagen „Lebensqualität“? Hier gibt es guten Kaffee,  mediterrane Feinkost an einer Theke und italienische Weine und Grappa. Zusammengehalten wird alles durch den Proprietario Emanuel Xezonakis, der für seine Kunden immer einige Worte übrig hat. Dass er eigentlich Grieche ist, spielt an dieser Stelle keine Rolle…

Ein paar Tische und Stühle machen den Laden an dieser Verkehrsschneise zu einem Zufluchtsort , an dem man sich auch gerne länger niederlässt.Die blanken Backsteinwände mit den Holzregalen in unterschiedlichen Größen sorgen für ein zeitloses und geschmackvolles Ambiente. Im vorderen Bereich zur Müllerstraße hin gibt es auch Stehtische für den Espresso zwischendurch, während der hintere Ladenteil zu einem längeren Aufenthalt einlädt. Eigentlich handelt es sich beim Mercatino um ein Partyservice-Unternehmen mit angeschlossenem Laden an der Müllerstraße 118. Wenn das warme Licht aus dem Mercatino auf die draußen vorbeieilenden Passanten scheint, interessiert das die Gäste im gemütlichen Weinlokal aber kaum. Sie sind vielleicht einfach nur froh, dass es diesen Ort schon seit so vielen Jahren gibt. Einen Haken hat das „südeuropäische Exil“ im Wedding aber doch: das Mercatino hat nur zu den üblichen Ladenöffnungszeiten geöffnet. Nur am Donnerstagabend kann man bis 22 Uhr dort einkehren.

Müllerstr. 118, Tel. 030 452 80 49,

geöffnet Mo-Mi, Fr 9-18.30 Uhr, Donnerstag 9-22 Uhr, Samstag 9 – 14.30 Uh

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