ULT Ramen: In den Ramen gefallen

ULT Ramen lässt einen kurz orientierungslos. Ein langer Flur, dunkelgrüne und lilafarbene Wände. Keine Musik ist zu hören, nur das Gemurmel der Gäste und Löffel, die an Schüsseln schlagen. Ab und zu kläfft ein unsichtbarer Hund (oder bildet man sich das ein?). Man ist an einem Zwischenort gelandet, doch das ULT Ramen nimmt den Gast an die Hand und erklärt sich selbst: Im Menü und an den Wänden sind Zeichnungen zu finden, welche die Zutaten der einzelnen Gerichte entschlüsseln. Gemalt an die Wand: Eine Roboterfigur, die in der Ramenbrühe schwimmt. Es ist Ultraman, der Held einer japanischen Anime-Serie und Namensgeber des Restaurants. Ultra stark, ultra scharf, ULT Ramen.

Hilfe, die Touristen kommen in den Wedding!

Touristen an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Foto: Hensel
Touristen an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Foto: Hensel

Tourismus im Wedding, Touristen im Brunnenviertel? Viele Bewohner würden den Kopf schütteln: im Kiezalltag sind ganz andere Themen wichtig. Doch die drei touristischen Attraktionen des sonst ruhigen Weddinger Wohnquartiers fehlen in keinem Berlin-Reiseführer: die Gedenkstätte Berliner Mauer, die Berliner Unterwelten, der Mauerpark-Flohmarkt. Fast zwei Million Menschen aus aller Welt sehen sich in jedem Jahr im Kiez und an seinen Grenzen um. Wir fassen zusammen, was es da so zu sehen gibt.