Yöre Gözleme: Anatolische Spezialitäten in der Prinzenallee

Wenn ihr richtig Hunger habt, probiert doch mal die so arglos wirkenden Gözleme aus. Vor allem an der Müllerstraße sind diese türkischen Teigfladen an vielen Stellen erhältlich. Natürlich gibt es sie auch in der Prinzenallee, in einem ansprechend gestalteten Frühstücks- und Brunchcafé namens Yöre.

Voodoo55: Alles ist doch besser als Leerstand

Als die Videothek im Erdgeschoss des schmucklosen Nachkriegsbaus Müllerstraße 55 ihre Pforten schloss, stand einfach nur ein weiterer Laden leer. Das 70er-Jahre-Gebäude gegenüber der neuen Müllerhalle ist eins von der Sorte, die es im Wedding häufig gibt. Doch schon bald nach der Schließung kehrte überraschend neues Leben ein: Diesmal aber kein Casino, kein Pflegedienst und auch kein Geschäft … Ein Künstler und ein Musiker haben die ehemalige Videothek zu einem Kunstraum gemacht. Die Zwischennutzung geht bis zum Sommer.

Tonbank Berlin: Die Bank, die spricht

Die beiden Podcaster Stefan & Stephan
Die beiden Podcaster Stefan & Stephan

Der Podcast-Boom ist wahrscheinlich für die meisten unübersehbar, oder eher unüberhörbar. Überall sprießen neue Formate aus den Mikrofonen, von Abenteuer-Podcast, Technik-Podcasts, bis zu den Podcasts der ZEIT, erlebt dieses schon lange existierende Unterhaltungsformat gerade einen Boom. Aber Stopp! Auch aus dem Wedding kommt seit letztem Sommer ein Podcast. Tonbank-Berlin heißt er und an den Mikrofonen sind die beiden Weddinger Stefan und Stephan.

Der KneipenKult bewahrt die Kneipenkultur

Eckkneipen sterben einen langsamen Tod, auch im Wedding. Sei es eine Mieterhöhung, fehlende Nachfolger, die schwindende Kundschaft oder eine aus der Zeit geratene Optik: Ob eine traditionelle Kneipe heutzutage eine Überlebenschance hat, hängt von vielen Faktoren ab. Der Wirt Oliver Gottwald bringt viel Energie auf, um aus einem alteingesessenen Lokal das zu machen, was es früher buchstäblich an fast jeder Ecke gab: eine richtig gemütliche Kiezkneipe mit Charakter.

Kommentar: Baugesetz kein Ersatz für Mietenpolitik

Umgezogen
Wenn der Umzug zur Drohung wird. Foto: AndreiSchnell

Woran liegt es, dass die Politik sich eifrig bemüht, dem Wunsch der Wähler nach gedämpften Mieten nachzukommen und diese einfach keine Bremswirkung wahrnehmen? Nicht wenige Menschen glauben, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie nicht nur ihren Kiez, sondern die überhaupt die Berliner Innenstadt verlassen müssen. Die Vorstellung, einmal umziehen zu müssen, wirkt auf sie wie eine Bedrohung. Die Politik tut ihr Bestes, doch die Menschen sind enttäuscht. Das liegt daran, dass die Menschen wieder politische Entscheidungen erwarten. Nur haben die Politiker, groß geworden in den Jahren der Sparsamkeit, noch nicht erkannt, dass politische Enthaltsamkeit nicht mehr das ist, was Schlimmeres verhindert.

Temporary Room: Raum auf Zeit für Kunst aus aller Welt

Foto: Temporary Room

Wir berichteten vor einigen Wochen schon über Angela Klöcks Hutladen, wo im hinteren Teil der Werkstatt der „Temporary Room“ von Christopher Gerberding und Lukas Bury, immer mehr Gestalt angenommen hat. Mitte Januar wurde die Galerie mit dem aus Peking stammenden Künstler Liu Guangli, unter dem Motto „ET IN ARCADIA IN EGO“ feierlich eröffnet. Wegbegleiter, ehemalige Professoren, Freunde, Familieangehörige und Kunstinteressierte ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen und kamen dafür in den Wedding.