Schlagwörter: Afrikanisches Viertel

Straßenumbenennung: Gewerbeteibende protestieren

Die geplante Umbenennung von drei Straßen im Afrikanischen Viertel erregt weiter die Gemüter. Mit einem Protestbrief haben sich nun Gewerbetreibende aus dem Viertel an die Bezirkspolitik gewandt. Ärzte, Friseure, Verwaltungen, Büros, Apotheken, eine Kita und Handwerker kritisieren darin, dass sie über geplanten Straßenumbenennungen in ihrem Viertel weder informiert noch daran beteiligt wurden. Sie fordern als Betroffene mehr Mitbestimmung.

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Straßenumbenennung: Pro und Contra zum Juryverfahren

Afrikanisches Viertel, Kameruner Straße Ecke Togostraße
Kameruner Straße Ecke Togostraße

Zum Verfahren, wie die Vorschläge für neue Straßennamen im Afrikanischen Viertel erarbeitet wurden, hat es viel Kritik gegeben. Die Anwohner seien nicht beteiligt, Bürgervorschläge ignoriert und Wissenschaftler nicht involviert worden, so die Vorwürfe. Daniel Gollasch vom Kreisvorstand Mitte von Bündnis 90/Die Grünen verteidigt das Vorgehen der Jury, die nur ausgeführt habe, was das Bezirksparlament beschlossen hat. Anwohner Joachim Faust wünscht sich jedoch eine Aufarbeitung des Juryverfahrens, eine unzweifelhafte Namensgebung und einen bürgernahen Umgang mit den Betroffenen.

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Umstrittene neue Namen im Afrikanischen Viertel

Aktualisiert 6.6.17 Der Gesang der Nachtigall aus den nahen Rehbergen ist es nicht, dem der Nachtigalplatz seinen Namen verdankt. Vielmehr wird der als Kolonialist geltende Forscher Gustav Nachtigal geehrt. Auch Adolf Lüderitz, der sich große Ländereien mit Tricksereien erschwindelte, wird mit einer Straße im Wedding gewürdigt. Damit, dass ihre Namen aus dem Straßenbild getilgt werden, möchte der Bezirk Mitte diese Personen nicht mehr ehren.  Nach massiver Kritik an einem der ausgewählten Namen fordert die Bezirksstadträtin jetzt die Jury auf, eine Ersatznominierung vorzunehmen. Weiterlesen

Weddingmelder- Wochenschau #10/17

Hunde, die bellen, beißen ja bekanntlich nicht. Wenn sie aber in der Wohnung allein gelassen werden, ruft das durchaus schon mal tierliebe Weddinger auf den Plan. Wir kümmern uns hier nämlich umeinander – ob Mensch oder Getier. Dass sich aber nun ausgerechnet das Kulturamt Mitte hier einmischt und unsere Eckkneipen fördert? Dass finden wir spitze – Nostalgie hin oder her. Was sonst noch so vor und zurück ging im Wedding, das lest ihr wie immer in unserer Wochenschau.

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Die Anna-Lindh-Schule: Gemeinsam kämpfen, gemeinsam feiern

Anna-Lindh-Schule
Nicht nur Kekse essen, sondern auch anpacken – Anna-Lindh-Schule

Die Scheiben im Flur sind notdürftig geklebt. An anderen Stellen bröckelt der Putz von den Wänden und auch so manches Waschbecken hat schon lange kein sauberes Wasser mehr gesehen. Auf das Jahr genau 60 Jahre zählt des Schulgebäude der Anna-Lindh-Schule auf der Guineastraße nun schon – und das sieht man ihm an vielen Stellen leider auch an. 1965 bis 2005 unter dem Namen Rehberge-Schule bekannt, scheint seit der Zusammenlegung mit der Goetheparkschule nicht mehr viel in die Substanz des öffentlichen Gebäudes investiert worden zu sein. Doch zum Glück gibt es Eltern, die sich ehrenamtlich engagieren – anstatt zu warten, bis Bezirk oder Senat in Aktion treten. Das diesjährige Jubiläum will man dementsprechend ausgelassen feiern. Alle Nachbarn sind herzlich zum Sommerfest, dem Höhepunkt der Jubiläumswoche zum 60. Geburtstag eingeladen. Das „Ehrenamts“-Team von ALBA hat eigens hierfür schon mal die Flure professionell gereinigt.

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Der Faustball Wedding Cup im Schillerpark

Faustball Wedding-Cup, Schillerpark, (c) privat
Faustball Wedding-Cup, Schillerpark, (c) privat

Auf der Schillerwiese sowie im Stadion Ungarnstraße dürfen an diesem Wochenende wieder ungeniert die Fäuste geschwungen werden. Der Wedding Cup, das weltgrößte Vereins-Faustballturnier findet in diesem Jahr zum nunmehr 31. Mal statt. Organisiert von der Faustballabteilung der Berliner Turnerschaft werden am nächsten Wochenende mehr als 250 Teams auf insgesamt 19 Spielfeldern gegeneinander antreten. Neben amtierenden Faustball-Weltmeistern wird es auch dieses Mal wieder ein Prominenten-Team sowie weitere kleine Häppchen zu verspeisen geben.

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Einbruchserie im Wedding?

Seestraße, Tür offen
Symbolbild: Seestraße, Tür offen

„Wer klaut denn bitteschön vonde Kinder?“ höre ich meine Nachbarin aus dem Seitenflügel fragen. Jeden Tag führt sie ihren etwas aus dem Leim geratenen Mischlingshund über den Grünstreifen auf der Togostraße. Sie bekommt vieles von dem mit, was in der Nachbarschaft passiert. Eine wahre Einbruchsserie suche die Nachbarschaft rund um die Togostraße heim, sagt sie. Erst ein Kinderladen, dann ein Restaurant und nun haben sie sogar versucht, eine Etage unter ihr einzubrechen. Auch aus dem benachbarten Brüsseler Kiez höre man ebenso vermehrt von Einbrüche in Wohnungen und Ladengeschäfte. Doch stimmt das denn? Wird der Wedding derzeit wirklich von einer Einbruchserie heimgesucht? Besonders Ladengeschäfte und Wohnungen im Erdgeschoss scheinen gefährdet. Wir haben beim Polizeiabschnitt 35 nachgefragt.

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„Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel“ – Eine öffentliche Bilanz

Infostele Afrikanisches ViertelNachdem das Thema „Afrikanisches Viertel“ vor kurzem erst in der BVV verhandelt wurde, folgen am 25. Februar 2016 nun zwei weitere Veranstaltungen rund um das Projekt „Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel“. Während vormittags nach drei Jahren Bilanz gezogen werden soll, wird es in der Abschlussveranstaltung um die Vorstellung konkreter Projekte wie z.B. der „Schwarzen Bibliothek“ oder einem „Rassismuskritischen Leitfaden“ für die Erstellung von Lehrmaterialien gehen. Beide Veranstaltungen sind öffentlich und werden von der Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz Sabine Weißler präsentiert.

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Umwidmung im Afrikanischen Viertel aus Anwohnersicht

Petersallee
Foto: Andy Fiebert

In der BVV wird die CDU-Fraktion am 18. Februar  abermals versuchen, den Dauerbrenner Afrikanisches Viertel für sich politisch nutzbar zu machen. Nachdem 1986 schon die Petersallee umgewidmet wurde, sollen nun also weitere Umwidmungen auf der hiesigen Agenda landen. Wie sich allerdings geschichtsklitternde Umwidmungen von Straßennamen mit dem zuvor beschlossenen postkolonialen „Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel“ vertragen sollen, das verrät die Fraktion nicht.

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Der Anna-Lindh-Schule stinkt’s

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Geschlossenen Toiletten – kein Einzelfall an der Anna-Lindh-Schule

Wenn man die Augen schließt und nur auf die Gerüche, die einem durch die Nase ziehen achtet, dann könnte man meinen, man stünde auf einem Bauernhof. Öffnet man die Augen, staunt man aber nicht schlecht. Man steht auf keinem Bauernhof, sondern mitten in einer Grundschule mitten im Wedding. Auch, wenn die Klassen in diesem Gebäudeabschnitt nach kleinen wie großen Tieren benannt sind, der Geruch stammt aus keinem Stall, sondern viel schlimmer, er entfleucht den Toilettenrohren und zieht ungehindert über die Flure. Man könnte auch sagen: In der Anna-Lindh-Schule stinkt’s und zwar teilweise gewaltig.

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