Rote Beete: Mit einer Kanne Tee in den Garten

Ein Flyer für den Garten, der Rote Beete heißt. Foto: Hensel
Ein Fly­er für den Gar­ten, der Rote Bee­te heißt. Foto: Hensel

Am Cent­re Fran­cais in der Mül­ler­stra­ße hat gera­de die drit­te Gar­ten­sai­son begon­nen. In den Hoch­bee­ten auf dem Park­platz sind inzwi­schen 20 bis 30 Gemein­schafts­gärt­ner aktiv. Das Pro­jekt hat in die­ser Sai­son viel vor. Inzwi­schen haben sich die Gärt­ner aus der Nach­bar­schaft auf einen Namen für ihre grü­ne Oase geei­nigt: Rote Beete.

„Bei uns gärt­nern vie­le Men­schen aus der unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft“, sagt Alex­and­re Boca­ge, Euro­päi­scher Frei­wil­li­ger beim Cent­re Fran­cais und zustän­dig für das Gar­ten­pro­jekt. Aus dem Afri­ka­ni­schen und dem Eng­li­schen Vier­tel kom­men die Kiez­gärt­ner. Vie­le Fami­li­en mit Kin­dern sind dabei, zwei Kitas kom­men regel­mä­ßig in den Gar­ten. Alex­and­re Boca­ge fin­det, dass durch­aus noch mehr Nach­barn mit­ma­chen könn­ten: „Unser Gar­ten soll eine Platt­form wer­den, ein öffent­li­cher Platz, an dem man etwas machen kann“. Hin­set­zen, eine Tee­kan­ne mit­brin­gen, gärt­nern, den Ort bele­gen. So stellt sich das der Frei­wil­li­ge vor.

Nur Gemeinschaftsbeete
Aufwändig gestaltet wurde der Tisch im Garten. Foto: Hensel
Auf­wän­dig gestal­tet wur­de der Tisch im Gar­ten. Foto: Hensel

Beim Besuch im Gar­ten „Rote Bee­te“ fällt sofort auf, dass es hier nicht nur um Pflan­zen, Gie­ßen, Ern­ten geht. Die Bee­te und die Sitz­mö­bel sind zwar wie in fast allen Gär­ten die­ser Art aus Palet­ten und Holz gezim­mert, sie sind aber beson­ders reich ver­ziert und bemalt. Auf dem Tisch wur­de gar ein Mosa­ik auf­ge­klebt, an der Begren­zungs­wand ent­stand gera­de ein bun­tes Wand­bild. Offen­bar kön­nen die Nach­barn hier auf vie­le Arten aktiv wer­den und sich ein­brin­gen. Gemein­schaft ist hier wich­tig. „Des­halb haben wir auch kei­ne Pacht­bee­te wie ande­re Gär­ten. Bei uns wird in allen Bee­ten gemein­schaft­li­che gegärt­nert“, erklärt Alex­and­re Bocage.

Rote Beete unterwegs im Wedding

Das Gar­ten­pro­jekt hat sich seit sei­nem Start 2016 gut ent­wi­ckelt. In die­ser Sai­son steht daher ein neu­es Ziel auf dem Plan. „Wir wol­len uns im Kiez ein biss­chen sicht­ba­rer machen“, sagt Alex­and­re Boca­ge. Des­halb wird sich der Gar­ten „Rote Bee­te“ an eini­gen Pro­jek­ten und Fes­ten im Kiez betei­li­gen, in den Kiez gehen. So will sich der Gemein­schafts­gar­ten am Stra­ßen­fest in der Lüde­ritz­stra­ße am 2. Juni betei­li­gen. Dort soll es ein Seed­bomb-Ate­lier und eine Foto­gra­fie-Pro­jekt für Kin­der geben. Beim Lan­gen Tag der Stadt­Na­tur am 16. Und 17. Juni ist der Gar­ten dabei. Bei der Fete de la Musi­que am 21. Juni, wenn neben­an Kon­zer­te statt­fin­den, soll im Gar­ten ein Aus­ruh­be­reich sein, viel­leicht mit klei­ne­ren Aktio­nen für Kin­der. Am 24. Juni soll der Gar­ten im Rah­men der Abschluss­ver­an­stal­tung der „Team Works“-Aktionswoche im Cent­re Fran­cais auch im Gar­ten viel los sein.

Die­se Aktio­nen sind Gele­gen­hei­ten, mit den „Rote Beete“-Gärtnern in Kon­takt zu kom­men. Da es kei­ne fes­ten Gar­ten­ta­ge gibt, kön­nen Inter­es­sier­te auch per E‑Mail in Kon­takt tre­ten oder an schö­nen Wochen­end­ta­gen eine Kan­ne mit hei­ßem Tee ein­pa­cken und ein­fach im Gemein­schafts­gar­ten vorbeischauen.

Natür­lich freut sich auch die­ser Gemein­schafts­gar­ten nicht nur über neue Gärt­ner und Gärt­ne­rin­nen. „Eine Schub­kar­re, Werk­zeu­ge und Palet­ten kön­nen wir noch gebrau­chen“, sagt Alex­and­re Bocage.

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Kontakt

Gemein­schafts­gar­ten „Rote Bee­te“, Mül­ler­stra­ße 74/am Cent­re Fran­cais, Ansprech­part­ner: Alex­and­re Boca­ge, Kon­takt per E‑Mail  gaerten@centre-francais.de, Face­book: @RoteBeeteGemGa

 

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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