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Wohnungsinbrüche im Wedding:
Nach dem Einbruch: Was kann eine Nachbarschaft tun?

27. Juli 2026

Eine Leserin aus dem Afrikanischen Viertel hat sich nach einem Einbruch in ihrem Wohnhaus an den Weddingweiser gewandt. Die Wohnung war zwar nicht betroffen, trotzdem blieb das Gefühl zurück, der Situation ziemlich machtlos gegenüberzustehen.

„Gleichzeitig kann ich den Gedanken nicht loslassen, dass wir als Nachbarschaft gemeinsam etwas tun könnten, um die Sicherheit im Viertel zu verbessern“, schreibt sie. Ihr gehe es nicht allein darum, auf Einbrüche aufmerksam zu machen. Interessanter wäre eine Initiative, die tatsächlich etwas bewirkt: Vorfälle dokumentieren, hilfreiche Schutzmaßnahmen zusammentragen oder Nachbarschaften besser miteinander vernetzen.

Deutlich mehr Einbrüche

Das Thema betrifft viele Berliner:innen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei berlinweit 10.618 Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser – 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei 45,8 Prozent der Fälle blieb es beim Versuch. Die Zahlen gelten für ganz Berlin, nicht speziell für den Wedding.

Dass fast jeder zweite Einbruch nicht vollendet wurde, zeigt nach Ansicht der Polizei, dass Sicherungsmaßnahmen wirken können. Dabei kommt es nicht zuerst auf Kameras oder Alarmanlagen an. Die Polizei empfiehlt, Türen und Fenster zunächst mechanisch besser zu schützen. Vorhandene Elemente können beispielsweise durch geeignete Beschläge, Zusatzschlösser oder andere Sicherungen nachgerüstet werden.

Was die Polizei empfiehlt

Wohnungstüren sollten auch bei kurzer Abwesenheit abgeschlossen und nicht nur zugezogen werden. Fenster und Balkon- oder Terrassentüren sollten vollständig geschlossen sein – ein gekipptes Fenster gilt nicht als sicher. Ersatzschlüssel gehören nicht unter die Fußmatte, in den Briefkasten oder in andere vermeintlich gute Verstecke.

Auch die Hausgemeinschaft kann etwas tun: Die Hauseingangstür sollte geschlossen bleiben, unbekannte Personen sollten nicht einfach hineingelassen werden. Bei längerer Abwesenheit können Nachbarn den Briefkasten leeren und gelegentlich nach der Wohnung sehen. Wer eine akute Tat oder einen konkreten Einbruchsversuch beobachtet, sollte nicht selbst eingreifen, sondern die Polizei unter 110 verständigen.

Die Beratungsstelle Einbruchschutz der Berliner Polizei bietet unter Telefon (030) 4664 979999 eine kostenlose und neutrale Beratung an.

Was geht euch durch den Kopf? Welche Vorkehrungen trefft ihr zu Hause? Gibt es in eurem Haus bereits eine funktionierende Nachbarschaftsgruppe – oder wäre eine gemeinsame Weddinger Initiative zum Einbruchschutz sinnvoll? Schreibt eure Erfahrungen und Vorschläge in die Kommentare.

weddingweiserredaktion

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Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

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