Herausforderung: Elternbesuch im Wedding

Blick auf die BadstraßeFür all die­je­ni­gen, denen auch ein Besuch der Eltern bevor­steht, ein paar Inspi­ra­tio­nen für ein nicht ganz so wil­des Weddingwochenende.

Vor­gär­ten, Ein­fa­mi­li­en­häu­ser und Scha­fe – länd­li­che Ruhe kenn­zeich­net die Klein­stadt im Ems­land, in der ich auf­ge­wach­sen bin und in der mei­ne Eltern woh­nen. Doch neu­lich kam ihre Ankün­di­gung: Mei­ne Eltern wol­len mich im Wed­ding besu­chen. Ja, sie wol­len in den Wed­ding und nicht auf die Muse­ums­in­sel, in den Tier­gar­ten oder nach Pots­dam. Ich plan­te also kei­nen Aus­flug in den Lat­te Mac­chia­to-Orts­teil neben­an, son­dern stell­te ein „Wed­ding­wo­chen­en­de“ zusam­men. Hier ein paar Auszüge:

Tische vor einem RestaurantFrei­tag­abend aßen wir in der Trat­to­ria Vivo. Zuge­ge­ben, ich kann­te das ita­lie­ni­sche Restau­rant nur von einem Kol­le­gen, der das recht neue Restau­rant als einen ech­ten Geheim­tipp beschrieb. Außer­dem woll­te ich sowie­so einen Arti­kel über die­ses Restau­rant schrei­ben. Wie es geschmeckt hat, könnt ihr bald im Wed­ding­wei­ser lesen (an die­ser Stel­le sor­ry für den eins­ti­gen „Geheim­tipp“).

Blick auf den FlakturmAm Sams­tag gin­gen wir im Hum­boldt­hain spa­zie­ren. Der Blick von den bei­den Flak­tür­men ist schließ­lich ein­ma­lig. Danach besich­tig­ten wir die Ber­li­ner Unter­wel­ten, denn mei­ne Eltern sol­len wis­sen, wie­so es im Hum­boldt­hain Ber­ge gibt (Ja, wir kom­men aus Nord­deutsch­land und reden bei allem, was grö­ßer als ein Deich ist, von Ber­gen). Unser Abend­brot waren übri­gens Döner und Fala­fel – das ist schließ­lich die ein­zi­ge wah­re Alter­na­ti­ve zum Mat­jes­bröt­chen. Mei­ne Pla­nun­gen sind ten­den­zi­ell eher spon­tan, sodass ich natür­lich kei­ne Tickets mehr für das Prime Time Thea­ter bekom­men habe. Aber die Knei­pe „Freya Fuchs“ hat mei­nen Eltern auch gut gefallen.

Am Sonn­tag früh­stück­ten wir in mei­ner WG. Wer die Küche sei­ner Woh­nung lie­ber nicht zei­gen will, dem emp­feh­le ich als Früh­stücks­ort das Café „Auf der Suche nach dem ver­lo­re­nen Glück“. Das vega­ne oder das Käse­früh­stück sind wirk­lich lecker.

Danach reich­te die Zeit nur noch für einen Spa­zier­gang zum Bahn­hof. Natür­lich beginnt einer der schöns­ten Wege Ber­lins auch im Wed­ding. An der Pan­ke und am Schif­fahrts­ka­nal ent­lang lie­fen wir bis zum Hauptbahnhof.

Graffiti an einer LärmschutzwandNatür­lich habe ich mei­nen Eltern nur die schö­ne­ren Orte des Wed­dings gezeigt. Trotz­dem hat mich mein Vater halb iro­nisch gefragt, ob hier eigent­lich bald der Sperr­müll kom­men wür­de. Die Fra­ge zeigt ein Stück des ech­ten Wed­dings. Müll und auch Armut sind hier wei­ter­hin gro­ße Pro­ble­me, die trotz zahl­rei­cher Gastros bestehen – Eltern­be­such hin oder her.

Wo kann man noch mit den Eltern essen gehen? Hier eini­ge Tipps.

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