Das Wichtigste der Woche im Wedding

Das Corona-Virus kommt näher. Wir haben durch Zufall Kontakt zu einer Weddingerin, die seit 2. März in Quarantäne lebt – also die Wohnung nicht mehr verlassen durfte. Hier ihr Tagebuch aus der Quarantäne . Und seit Donnerstag heißt es beim Busfahren: Tickets vorher kaufen, in der Mitte oder hinten einsteigen. Denn die Tür beim Fahrer bleibt zu, um das Fahrpersonal vor Ansteckungen durch Fahrgäste zu schützen. Und ab Montag werden sukzessive die Schulen geschlossen. Was sonst noch diese Woche los war, erfahrt ihr hier.

Corona-Freie Nachrichten

Über 10.000 Menschen versammelten sich laut Aussage einer Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung am Weltfrauentag am Leopoldplatz, um für Gleichberechtigung zu demonstrieren. Der Protestzug bestand aus mehreren Blöcken, unter anderem zu Themen wie Rassismus und Sexualität und führte bis zum Alexanderplatz.

Sperrmüll einfach vor die Tür stellen und zwar legal! Mitte führt den Kampf gegen den Müll fort und organisiert in Absprache mit den Quatiersmanagements Sperrmüllaktionstage. Wann du deinen alten Fernseher in deinem Kiez los werden kannst, steht bei uns in Kürze auf dem Blog. Wie Lena Reich vom Müll Museum (das morgen seinen ersten Geburtstag feiert) die Thematik sieht, könnt ihr in diesem Gespräch nachlesen, das sie mit dem Bezirksbürgermeister von Dassel führte.

Ein tragischer Unfall vollzog sich am Montagabend am U-Bahnhof Leopoldplatz. Eine 26-jährige Frau rutschte ins Gleisbett der Linie U6 und wurde von der einfahrenden Bahn erfasst. Noch am Unfallort erlag die junge Frau ihren Verletzungen. Wir sind bestürzt.

Wie zeigt sich die Liebe heute im Wedding? Die Antwort darauf verbirgt sich hinter der aktuellen Ausstellung »Love Meetings oder Liebe in Zeiten des Kapitalismus« von Konstanze Schmitt in der Galerie Wedding. Die entstandenen Filmsequenzen der Befragung von Weddinger und Weddingerinnen werden dabei künstlerisch präsentiert. Bis zum 28.03. habt ihr noch die Chance, die Ausstellung zu besuchen.

Was geht am Immobilienmarkt? Im Brunnenviertel befindet sich seit einiger Zeit der Büroneubau „Enter“. Auf 5 Stockwerken sind hier rund 13.500 Quadratmeter Mietfläche entstanden. Das Gebäude gehört von der Lage her zum Technologiepark Humboldthain, welcher vom Land und der EU gefördert wird, die TU hat unter anderem Einrichtungen in den angrenzenden AEG-Hallen.
Nun steht der erste Einzug an und die DEKA hat sich das Gebäude geschnappt und es in ihren Immobilienbestand aufgenommen.

Das Eckhaus in der Müllerstraße 144 sieht schon seit einiger Zeit ziemlich unbewohnt aus. Der Bolu im Erdgeschoss ist schon lange raus und auch am Abend sieht man normalerweise nur 2 Wohnungen, in denen Licht brennt. Trotz allem, stehen an allen Klingelschildern Namen. Aber nun wurde bekannt: das Amt ist dran und will sich die Sache mal genauer ansehen. Möglicherweise wird hier absichtlich Spekulation mit Leerstand betrieben. Da passt es ganz gut, dass das Bezirksamt Mitte „ab sofort unbefristet und befristet mehrere Sachbearbeitungen (m/w/d) im Bereich Zweckentfremdung“ sucht.

Seit geraumer Zeit spitzt sich die Situation in der Schiller-Bibliothek zu: Diebesbanden klauen systematisch Handys und Drogenabhängige nutzen die öffentlichen Räumlichkeiten zum Konsumieren. Jetzt heißt es eine Lösung zu finden, damit alle wieder ungestört von der Bibliothek profitieren können. „Wir möchten ja allen ein Wohnzimmer bieten und dass sich alle wohlfühlen. Vielleicht sind ja manche überall nicht gerne gesehen und bei uns dürfen sie sich noch aufhalten“, äußert sich Bibliothekarin Frauke Raue zu den Ereignissen. (Berliner Woche)

Der Wedding kommt nicht. Warum, erklärt Clint Lukas in diesem lesenswerten Text.

 

 


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