Unterhaltsame Geschichte des Vergnügens

Historisches Foto fürs Geschichtscafé
Atrraktion Shimmytreppe um 1904. Was das für ein Spaß war, erklärt das Geschichtscafé. Foto gemeinfrei.

Bei einem Geschichtscafé am 14. Juni geht es um Vergnügen vor 100 Jahren im Wedding. Anno erzählt führt durch das Brunnenviertel, zeigt alte Fotos und lädt ein, alte Spiele auszuprobieren. Treff ist um 18 Uhr am U-Bahnhof Bernauer Straße. „Vergnügen zwischen Kino, Schwof und Rummel“ nennt Anno erzählt die Veranstaltung über Vergnügen im alten Arbeiterbezirk.

„Krieg macht krank“ – Das Anti-Kriegs-Museum

Fassade eines Museums
Anti-Kriegs-Museum Fassade / Foto: Ariane Hussy

Im wichtigsten Ausstellungsstück des Anti-Kriegs-Museums kann man stehen. Ein Glockenspiel läutet, wenn man es betritt. Vitrinen reihen sich an den Wänden, große Augen schauen von Fotos, Wikipedia-Ausdrucke und Karten rascheln beim Reinkommen. Das wichtigste Ausstellungsstück hat eine lange Wanderung hinter sich, es ist oft umgezogen, wurde vertrieben und nicht gewollt und fand sich schließlich in der Brüsseler Straße 21 wieder. Das wichtigste Ausstelungsstück ist (da kann man keine galantere Pointe ziehen als die Wahrheit) das Anti-Kriegs-Museum selbst. Ein Museum für den Frieden, das dafür aber den Krieg zeigt.

Kritische Orientierungswoche an der Beuth

Zum dritten Mal öffnet nun die Beuth Hochschule für Technik ihre Tore für Menschen, die an kritischer Bildung interessiert sind. An fünf Tagen (8.-14. April) wird es dieses Semester in Workshops, Filmvorführungen, Vorträgen, Diskussions- und Gesprächsrunden wieder verstärkt um Themen wie (Queer-)Feminismus, Anti-Rassismus, Nachhaltigkeit, Technik, Liebe und vieles mehr gehen. Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Ein neuer Typ Schule an der Reinickendorfer Straße

Grafik: Bruno Fioretti Marquez Architekten

Sehr zügig will der Senat in den kommenden Jahren den Neubau von elf neuen Grundschulen vorantreiben – darunter auch an der Reinickendorfer Straße an der Ecke zur Seestraße. Schon im Jahr 2022 könnten dort erste Schülerinnen und Schüler eingeschult werden und die übervollen Grundschulen im Wedding damit entlasten – wenn alles glatt geht und wenn der Flächenkonflikt mit dem benachbarten „Schul-Umwelt-Zentrum Mitte“ geklärt ist.

Bekommt die Beuth Hochschule einen neuen Namen?

Leserfoto von der Verhüllung der Buchstaben „Beuth“

In der Beuth Hochschule für Technik wird seit längerem wegen rassistischer Äußerungen des Namensgebers diskutiert. Kürzlich ging es bei einer zweitägigen Tagung wieder um das Thema. Die meisten Teilnehmer standen einer Umbenennung der Weddinger Hochschule offen gegenüber.

Kundgebung gegen Abriss der alten Schule

Plakate bei der Kundgebung von der ehemaligen Schule. Foto: Hensel
Plakate bei der Kundgebung von der ehemaligen Schule. Foto: Hensel

Am ehemaligen Standort des Diesterweg-Gymnasiums im Brunnenviertel hat es am Sonntag (14.10.) eine Kundgebung gegeben. Die etwa 150 Teilnehmer richteten sich gegen den Leerstand und den in der vergangenen Woche durch das Bezirksamt Mitte ins Gespräch gebrachten Abriss des markanten orangenen Schulgebäudes. Eingeladen hatte die lokale Initiative pswedding, die sich seit sieben Jahren um eine neue Nutzung an dem Standort bemüht.