British Wedding

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Der Wed­ding lag zwar im fran­zö­si­schen Sek­tor, aber mit sei­nem so wohl­klin­gen­den Namen stellt man sich unwei­ger­lich die Fra­ge: Wie bri­tisch ist er denn, unser Stadt­teil, der wie “Hoch­zeit” klingt? 

In Sachen Under­state­ment macht den Eng­län­dern natür­lich nie­mand was vor. Auf Ber­li­ner Ver­hält­nis­se über­tra­gen lässt sich das von den Wed­din­gern aber genau­so sagen. Im auf­re­gends­ten Stadt­teil Ber­lins zu leben, genie­ßen wir eher im Stil­len und tra­gen das nicht so vor uns her. 

Sonntagsbraten im "Hirsch & Hase". Foto: Elsa Böhm
Sonn­tags­bra­ten im “Hirsch & Hase”. Foto: Elsa Böhm

Pub Food ist auf der Insel gang und gäbe, und am U‑Bahnhof Vol­ta­stra­ße bringt das Hirsch und Hase die­ses typisch bri­ti­sche Essens­an­ge­bot auch zu uns. Ob Hag­gis, Sunday Roast oder York­shire Pud­ding, das alles gilt es jetzt auch bei uns zu entdecken. 

Wenn etwas aus dem Insel­reich kommt, ist es auto­ma­tisch cool und sei es sogar etwas so Spe­zi­el­les wie Por­ridge. Ob die Bri­ten im Gegen­zug ein Gericht namens “Hafer­schleim” essen wür­den? Im Wed­ding gibt es das im “Ver­lo­re­nen Glück”, im veg.room – oder im Kaka­du als Por­ridge-Kokos Bowl mit Man­del­kro­kant und gekoch­ten Wald­bee­ren sowie Ahornsirup.

Foto: Andreas Oertel
Foto: Andre­as Oertel

Whis­key- und Guin­ness-Freun­den braucht man das Off­side Wed­ding nicht mehr zu erklä­ren; die­ser Pub, der Gebrann­tes aus Schott­land sehr ernst nimmt, ist ein Para­dies für Fans. Ein wei­te­res Pub befin­det sich im Spren­gel­kiez, das Tip­pera­ry.

Ein biss­chen eng­lisch wirkt das Eng­li­sche Vier­tel mit sei­nen vie­len Back­stein­ge­bäu­den schon, aber eigent­lich müss­te es Bri­ti­sches Vier­tel hei­ßen, denn die Stra­ßen sind auch nach iri­schen und schot­ti­schen Städ­ten benannt. Hin­ter­grund für die Benen­nung der Stra­ßen war übri­gens ein könig­li­cher Besuch Edu­ards VII von Eng­land im Jahr 1909. 

Also bleibt fest­zu­stel­len: So rich­tig bri­tisch kommt der Wed­ding zwar nicht rüber, aber bei genaue­rem Hin­se­hen sind auch ein paar Ein­flüs­se von der Insel zu uns herübergeschwappt. 


1 Kommentar
  1. Das Tip­pera­ry ist zwar ein Pub, aber ein iri­scher. Eine Unter­schei­dung, die durch den Bre­x­it lei­der wie­der mehr an Bedeu­tung gewinnt. Und noch etwas: Nicht im Wed­ding, aber immer­hin in Mit­te: In der Chaus­see­stra­ße /Ecke Inva­li­den­stra­ße hat die ers­te bri­ti­sche Visas­tel­le eröff­net. Für alle, die nach dem 30. März auf die Insel wollen.

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