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Teil unseres Stadtbilds:
Was zur Weddinger Straße gehört

Eine nicht ganz ernst zu nehmende Betrachtung
26. Oktober 2024
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Was wäre eine Stadt ohne ihre Menschen, ihre Gebäude – und vor allem ohne ihre Straßen? Der Wedding und Gesundbrunnen verfügen über eine 50 Meter kurze (Fischhauser Weg, nahe Koloniestraße) und eine 3,7 Kilometer lange Straße (Müllerstraße). Doch zu einer Weddinger Straße gehören einige Elemente, die sie erst so richtig zu einer „typisch“ Weddinger Straße werden lassen. Ein nicht ganz bierernst gemeinter Artikel zum harten Pflaster Wedding.

Wie sie heißen

Mit der Bezeichnung fängt’s schon mal an. Mit Gassen geben wir uns gar nicht erst ab – eine Altstadt oder einen Dorfkern gibt es bei uns ohnehin nicht. Weddinger Straßen haben aber manchmal Namen, die verschleiern, dass man sich in einer Großstadt befindet (Seestraße, Torfstraße, Ackerstraße). Oder sie wecken Sehnsucht nach der Ferne (Sansibarstraße, Afrikanische Straße, Samoastraße). Zumindest aber verweisen sie auf aufregende Nachbarorte – wie die Reinickendorfer oder die Tegeler Straße. Warum aber würdigt uns kein anderer Stadtteil mit einer Straße? Eine „Weddinger Straße“ gibt es in ganz Berlin nicht, sondern erst in Hamburg. Egal, dann erfreuen wir uns eben an der Tatsache, dass wir die „Weddingstraße“ und den „Weddingplatz“ in unserem eigenen Stadtteil haben, ganz für uns allein.

Hier erfahrt ihr mehr über die Herkunft der Straßennamen.

Das liegt und steht auf unseren Straßen

An unseren Straßen steht allerlei herum. Manches gehört zum Inventar, manches wartet auf die Entsorgung (die nur sporadisch erfolgt). Vieles ist auch einfach nur Weddinger Folklore. Dazu kommt: Im Wedding sehen Straßen meistens auch noch so aus, wie es sich für das Klischee von Alt-Berlin gehört. Nicht nur die Gehwege sind mit Müll und Hundekot gepflastert, nein, auch die Fahrbahnen gleichen häufig Holperstrecken wie zu Kaisers Zeiten.

Hier zeigen wir einmal, was zum Inventar einer Weddinger Straße gehört:

Die historischen Straßenschilder verfügen über eine gewisse Patina und fördern die Kommunikation mit Passanten, wenn der Suchende nach dem Namen der Straße fragen muss. Foto: S. Orsenne

Neumodischer Kram wie Packstationen und Ladesäulen für Elektroautos haben ebenfalls Einzug in unser Straßenbild gehalten

Cristiano Ronaldo ist auch auf der zweiten Seite zu sehen. Foto: Hensel
Verteilerkästen bringen mit ihrer schlichten grauen Farbe Eleganz ins Straßenbild und werden nur ab und zu mit viel Farbe verunstaltet. Foto: Hensel

Bauzäune tauchen überall überraschend auf und sorgen dafür, dass uns als Verkehrsteilnehmenden garantiert nicht langweilig wird

Was ist rot-weiß und lässt den Puls vieler Autofahrenden in die Höhe schnellen? Dekorative Poller in Ketchup-Mayo-Farben, die uns an Pommes denken lassen…

Foto: Joachim Faust

Auch die Mülleimer treten wechselweise in orange oder grün auf und strukturieren den öffentlichen Raum als rein dekorative Elemente.

In trauter Einigkeit erwarten grüne, weiße und braune Iglus, mit altem Glas gefüttert zu werden. Oft werden sie auch noch von kleider- und schuhfressenden Containern flankiert, die ihren Dienst zu vermeintlich guten Zwecken verrichten.

Manche erdreisten sich, Dinge von der Straße oder aus Grünanlagen aufzupicken. Foto: Andaras Hahn

 

2 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Ja, mehr noch vergessen: TIER und andere Roller und Fahrräder, Postkästen von DP und PIN und die vielen Fahrradleichen, daneben die gefledderten Lumpenberge und die gelegentlich davon rasenden Ratten und Grafitttis und Street Art …….
    Von Bürgersteigen i.e.S. kann keine Rede mehr sein, sondern nur noch Gehwegs!
    Erbauliches und Kunst nur sehr selten. Das ließe sich doch aber so einfach ändern.

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