
Seit ein paar Tagen trendet der Wedding weltweit. Dabei steht aber nicht unser schöner Stadtteil im Fokus, sondern eine Promi-Hochzeit im Madison Square Garden. Der Popstar Taylor Swift hat am 3. Juli nämlich den Football-Star Travis Kelce geheiratet und mit 1.000 Gästen gefeiert. Überall war „JUST&T MARRIED!“ zu lesen, ein Wortspiel aus ihren Vornamen. Doch warum musste es New York sein und nicht der Wedding? Vermutlich, weil man im Wedding gar nicht heiraten könnte (hier gibt es bekanntlich kein Standesamt mehr).
Andere Länder, andere Sitten? Groß gefeiert wird hier doch. Zwar nicht mit Polizeischutz, Klatsch-Presse und Fantreffen vor den Türen, sondern eher mit Straßenmusik, noblen Karossen und hupenden Autokorsos durch den Kiez. Aber immerhin…
Was wäre hier anders?

Mit Verkehrschaos durch die anreisenden Gäste oder Feierabendverkehr und Baustellen könnten wir hier auch dienen. Gut, statt glamouröser After-Party mit Promi-Gästeliste wäre es hier eher ein Nachglühen am Späti oder in der Kneipe um die Ecke. Aber leckeres Catering aus aller Welt hätten wir nun wirklich fast an jeder Ecke zu bieten. Na gut, statt Klatschpresse und Polizeischutz heißt es hier manchmal eher Nackenklatscher und Blaulicht. Eine Hochzeit ist im Wedding trotzdem nichts wirklich besonderes. Doch bei allen Unterschieden bzw. Gemeinsamkeiten fehlt es uns eigentlich nur an der prestigeträchtigen Venue. Bislang hatten wir nur einmal eine Las Vegas-Hochzeit im Penny an der Soldiner.

Was fehlt im echten Wedding?
Im Wedding gibt es zwar mehrere Orte, wo mehrere hunderte Menschen feiern können, aber eine Location dieser Größenordnung haben wir nicht. Zumindest noch nicht! Denn vielleicht wäre das ja ein guter Plan für das leerstehende Karstadt-Gebäude am Leo? Da fehlt schließlich noch eine vernünftige Verwendung für die oberen Etagen des ehemaligen Kaufhauses.
Genug Platz wäre also auch im Wedding vorhanden, Polizei zum Schutz ist grundsätzlich auch schon da und anders als in New York könnte die Anreise statt in protzigen, abgedunkelten Limousinen ganz ökologisch mit der BVG erfolgen.



Letztes Jahr Ende August hatten wir doch diese spektakuläre Veranstaltung auf dem Rathausplatz von Künstlerduo Plastique Fantastique: ein echter Vorgeschmack auf schnelles Heiraten und schrilles Ehescheiden?
https://weddingweiser.de/aufblasbare-skulpturen-goldring-und-klangkunst-vor-dem-rathaus/
Stimmt, das hätte sogar wohl auf Taylor Swift Eindruck gemacht!