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Neues Fördergebiet im Wedding:
Osloer Straße: Jetzt beginnt die Beteiligung für die Zukunft

19. Mai 2026
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Rund um die Osloer Straße steht dem Wedding ein größerer Entwicklungsschub bevor. Das langgezogene Gebiet zwischen Nauener Platz, Schillerpark sowie den Grenzen zu Reinickendorf und Pankow wurde in das Städtebauförderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen. Damit sollen ab 2027 über viele Jahre hinweg Fördermittel in den Kiez fließen – etwa für Grünflächen, öffentliche Räume, soziale Infrastruktur, Klimaanpassung oder bessere Aufenthaltsqualität.

Voraussetzung dafür ist die Erstellung eines sogenannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), an dem derzeit gearbeitet wird. Dahinter steckt ein ziemlich umfassender Blick auf den Stadtteil: Themen wie Wohnen, Mobilität, öffentlicher Raum, Bildung, Freizeit, Klimaschutz und Grünflächen sollen gemeinsam betrachtet werden. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die den Kiez langfristig stärken.

Und genau dafür sucht das Bezirksamt jetzt die Perspektiven der Menschen vor Ort. Welche Orte funktionieren gut? Wo fehlt Grün? Welche Wege sind unangenehm, welche Plätze ungenutzt, wo gibt es Handlungsbedarf?

Die Beteiligung läuft auf mehreren Wegen:

Bis zum 16. Juni gibt es eine Online-Umfrage, an der man unkompliziert und ohne Registrierung teilnehmen kann.

Außerdem ist das Planungsteam direkt im Kiez unterwegs:

  • Dienstag, 19. Mai 2026, 15:30–17:30 Uhr
    Spielplatz Koloniestraße 23
  • Mittwoch, 20. Mai 2026, 15:30–17:30 Uhr
    Louise-Schroeder-Platz

Zusätzlich finden im Juni zwei Dialogspaziergänge statt, bei denen gemeinsam durchs Gebiet gelaufen und diskutiert wird:

  • Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 17:30 Uhr
    Treffpunkt Louise-Schroeder-Platz
  • Donnerstag, 11. Juni 2026, ab 17:30 Uhr
    Treffpunkt vor dem Finanzamt Wedding, Osloer Straße 37

Das ISEK wird derzeit von den Planungsbüros FORWARD Planung & Forschung sowie Studio Animal-Aided Design erarbeitet. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 geplant. Danach entscheiden Bezirk und Senat über die Aufnahme in das Förderprogramm.

Fest steht schon jetzt: Die Entwicklung rund um die Osloer Straße dürfte den Kiez noch viele Jahre beschäftigen – umso spannender ist die Frage, welche Ideen und Wünsche diesmal direkt aus der Nachbarschaft kommen.

weddingweiserredaktion

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

3 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Dringend sollte gegen die Vermüllung des Weddings etwas getan werden . Die vielen zu Verschenken Angebote , die dann überall herumliegen . Vielleicht sollten ab und zu ,wechselnde Standorte , Container für 2-3 Tage aufgestellt werden um einfacher Sachen zu entsorgen ohne eine Entsorgung durch die BSR anzumelden. Die geplanten Sammelaktion sollten besser angekündigt werden .

  2. Meine Meinung als alleinstehende, queere Person (30). Ich freue mich über Gedanken und Gegenargumente 🙂

    U-Bahn-Station Osloer Straße
    Massive Probleme mit Kriminalität, Drogenkonsum, Vermüllung und mangelndem Sicherheitsgefühl.
    Die Drogensituation hat sich verschärft; suchtkranke Menschen brauchen bessere Unterstützung, etwa sichere Konsumräume wie am Leopoldplatz.
    Der Bahnhof ist unübersichtlich, vernachlässigt und visuell abweisend; er braucht dringend eine grundlegende Neugestaltung und Modernisierung.
    Große Flächen in der Umgebung stehen leer oder sind untergenutzt, darunter der Kaufland-Parkplatz und angrenzende Grundstücke. Diese sollten für gemischt genutzte Bebauung mit Wohnen, Geschäften und öffentlichen Räumen entwickelt werden. Die Kreuzung und die umliegende Architektur wirken trostlos und unattraktiv. Auch das Finanzamt-Gebäude sollte modernisiert werden.

    Abgeschnittene und „tote“ Wohngebiete
    Die Bereiche rund um Ungarnstraße, Frauenfelder Weg, Schwyzerstraße, Reinickendorfer Straße sowie die Umgebung des Jüdisches Krankenhaus Berlin wirken isoliert und leblos.
    Es gibt kaum öffentliches Leben, zu wenige Geschäfte, viele Leerstände und eine schlechte Aufenthaltsqualität.
    Diese Gebiete brauchen dichtere gemischt genutzte Bebauung, mehr kulturelle Angebote, Cafés, Geschäfte und öffentliches Leben. Es fehlen dringend mehr Bäume, Parks, Sitzmöglichkeiten für ältere Menschen und sichere Orte zum Spielen für Kinder.

    Der Autoverkehr sollte reduziert und die Fahrradinfrastruktur deutlich verbessert werden.
    Der Radweg in der Ungarnstraße funktioniert nur entlang des Schillerparks; der Rest der Straße wird von parkenden Autos und Verkehr dominiert. Attraktive gemischt genutzte Architektur ist notwendig, um wieder Nachbarschaftsgefühl und Straßenleben zu schaffen.

    Unsichere Fahrradinfrastruktur
    Radfahren ist im gesamten Stadtteil unsicher und schlecht vernetzt.
    Geschützte Radwege und Verkehrsberuhigung sind dringend notwendig.

    Seestraße / Osloer Straße
    Der gesamte Korridor entlang der Seestraße und Osloer Straße wirkt leer, abweisend und vom Verkehr dominiert.
    Nachts fühlt sich die Gegend unsicher und unangenehm an.
    Mehr gemischt genutzte Gebäude mit Geschäften, Cafés, Kulturangeboten und aktiven Erdgeschossen würden die Aufenthaltsqualität und Sicherheit verbessern.

    Leerstehende Gebäude und Geschäfte
    Leerstehende Ladenflächen und Gebäude sollten in Künstlerateliers, Pop-up-Stores und bezahlbare Arbeitsräume für kleine Unternehmen umgewandelt werden.Künstler und kleine Unternehmen tragen oft entscheidend dazu bei, vernachlässigte Viertel wieder lebendig zu machen.

    Schlechte Zugänge zum Schillerpark.
    Bewohner südlich der Seestraße haben einen unnötig schlechten Zugang zum Schillerpark, da der St. Philippus-Apostel-Kirchhof den direkten Weg zur Ungarnstraße blockiert. Der große Umweg hält viele Menschen davon ab, den Park regelmäßig zu nutzen.
    Ein einfaches Tor oder ein tagsüber geöffneter Durchgang durch den Friedhof könnte die Erreichbarkeit deutlich verbessern.

    Zu viel Beton / Klimaanpassung
    Der Stadtteil ist stark versiegelt und von Beton und Asphalt dominiert.
    Straßen sollten nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ entsiegelt werden, damit Regenwasser versickern kann.
    Mehr Bäume, wasserdurchlässige Flächen und trockenheitsresistente Bepflanzung sind dringend notwendig, um Hitze zu reduzieren und die Klimaanpassung zu verbessern.

    Kleingartenanlagen auf zentralen Flächen
    Entlang der Seestraße, Osloer Straße und nördlich des Schillerparks befinden sich große Kleingartenanlagen auf sehr zentralen und gut angebundenen Flächen. Obwohl Kleingärten wichtig sind, sollten Teile dieser Flächen für Wohnungsbau und gemischt genutzte Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss genutzt werden. In Zeiten von Wohnraummangel sollte zentral gelegenes Land prioritär für Wohnen genutzt werden, besonders in einem Bezirk mit vielen Parks und weiteren Kleingartenflächen.

    Vernachlässigung des Schillerparks und der Bastion
    Große Teile des Schillerpark sind schlecht gepflegt und verfallen zunehmend.
    Die historische Bastion ist sichtbar beschädigt und muss dringend restauriert und geschützt werden.
    Der frühere Rosengarten sollte wiederhergestellt oder als gemeinschaftlicher bzw. historisch inspirierter Garten neu angelegt werden.Die Vegetation auf der Bastion ist überwuchert und ungepflegt.
    Alte Bäume im Park brauchen besseren Schutz vor Trockenheit und Hitzestress.

    Louise-Schröder-Platz
    Louise-Schröder-Platz hat großes Potenzial, wirkt derzeit jedoch leer, unangenehm und vom Verkehr umgeben.
    Es fehlen Cafés, Kioske, kulturelle Angebote und Gründe, dort länger zu verweilen.
    Die umliegende Architektur wirkt kalt und abweisend.
    Der Platz braucht dringend mehr Grün, Verkehrsberuhigung und aktive Nutzungen, um zu einem echten Stadtteilzentrum zu werden.

    Kreuzung Iranische Straße / Exerzierstraße
    Die Kreuzung nahe dem Jüdisches Krankenhaus Berlin liegt in einem inaktiven und isolierten Gebiet.
    Sie könnte zu einem wichtigen öffentlichen Platz mit Sitzmöglichkeiten, Geschäften, Treffpunkten und besserer Fußgängerinfrastruktur werden. Wegen der nahegelegenen Schule sind Verkehrsberuhigung und sichere Querungen dringend notwendig.

    Aktive Erdgeschosse („Active Edges“)
    Neubauten sollten offene und aktive Erdgeschosse mit transparenten Fassaden, Cafés, Sitzmöglichkeiten und fließenden Übergängen zwischen Innen- und Außenraum priorisieren. Straßenräume sollten sozial, einladend und gemeinschaftlich wirken statt verschlossen und abweisend.

    Kopfsteinpflaster und Regenwasserversickerung
    Bestehende Kopfsteinpflasterstraßen könnten so umgestaltet werden, dass sie sowohl fahrradfreundlich als auch wasserdurchlässig sind. Durchlässige Pflasterlösungen könnten helfen, versiegelte Flächen zu reduzieren, ohne den Charakter der Straßen zu verlieren.

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