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Schon wieder ein neuer Name:
Werden aus den Osramhöfen bald die Weddinger „Polizeihöfe“?

1. April 2026
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APRILSCHERZ Wedding verdichten sich die Hinweise, dass der Name „Osramhöfe“ vor dem Aus stehen könnte – und eine überraschende neue Bezeichnung bereits im Gespräch ist.

Auslöser ist weiterhin die internationale Markenentwicklung rund um die Firma OSRAM, die inzwischen unter „Inventronics“ firmiert. Ab heute gibt es keine Produkte von OSRAM mehr. Branchenintern wird aber geprüft, wo der traditionsreiche Name überhaupt noch genutzt wird. Das könnte auch das bekannte Gewerbeareal „ehem. Osramhöfe“ an der Oudenarder Straße betreffen, das sich selbst als moderner Campus mit historischem Ursprung in der Berliner Lichtindustrie präsentiert.

Doch nun kommt ein neuer Aspekt hinzu: Auf dem Gelände befindet sich auch der Polizeiabschnitt 17. Und genau dieser sorgt laut internen Überlegungen für eine ganz neue Idee.

Wie aus Investorenkreisen zu hören ist, wird derzeit ernsthaft der Name „Polizeihöfe“ diskutiert. Die Argumentation: Während „Osramhöfe“ auf eine historische Nutzung verweist, die längst Vergangenheit ist, bilde der neue Name eine aktuelle, sichtbare Funktion vor Ort ab. Außerdem sei „Polizeihöfe“ eindeutig, leicht verständlich – und frei von markenrechtlichen Fragen.

Auch die BVG soll bereits Szenarien durchspielen. Eine mögliche neue Haltestellenansage könnte dann lauten: „Nächster Halt: Polizeihöfe.“

Zwischendurch trug das Areal schon einmal den Namen „Carrée Seestraße“, der sich aber bei den Weddingern nie durchsetzte.

Im Kiez selbst sorgt die Idee für gemischte Reaktionen. Einige sehen darin eine pragmatische Lösung, andere befürchten, dass damit ein Stück Industriegeschichte aus dem Alltag verschwindet. Wieder andere finden: Der Name passe erstaunlich gut zu den massiven, für manchen etwas einschüchternd wirkenden Backsteinbauten.

Offiziell äußern wollte sich bislang niemand. Weder die Vermieter des Areals noch die Polizei bestätigen die Überlegungen.

Bleibt also die Frage: Gibt es im Wedding bald ernsthaft „Polizeihöfe“?

Joachim Faust

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

10 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. das wäre gut, denn schliesslich kommt ab Juli auch ein Züchter in die Höfe, der die Züchtung von Pollern näher an die Orte, wo sie angewendet werden, bringen wird.

  2. Morjen
    als icke noch een kleener Pieps war, dachte ick das mein Papa bei Osram ackert und Lampen herstellt. Aba er hat da nur eene zeitlang die Maschinen jrün anjepinselt, weil’a Maler war…. dit iss ne‘ wahre Jeschichte, dit hier aba is wohl eener von die Scherze zum 1.April
    schöne Ostern sach ick mal schon

  3. Und aus dem Wedding wird dann ein Polizeistaat? Die „Polizeihöfe“ greifen dann auf die nahe Straßenbahn über, nachdem die S-Bahnen wegen Polizeieinsätzen fast täglich für Stunden außer Betrieb gehen?

    Im Ernst: Osram ist ein historischer Name. Die Marketing-Angestellten einer Nachfolgefirma, die weder mit den Berliner Gaslaternen noch mit dem Wedding etwas zu tun haben, können doch kein Vetorecht in Anspruch nehmen. Auch das AEG-Gebäude im Wedding trägt seinen Namen, während der Name AEG längst woandershin ausverkauft wurde.

  4. Man könnte auch „Vagabundhöfe“ oder „Brauereihöfe“ in Erwägung ziehen, da sich dort das Kesselhaus der Vagabundbrauerei befindet und man so schön lauschig zwischen Backsteinbauten sommers draußen sitzen kann.

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