Zwischen Baustelle, Mini-Eiffelturm und viel guter Laune: Ende März wird es im Wedding wieder ein bisschen französisch. Das Centre Français de Berlin lädt am 28. März zur Petite Fête des Francophonies – einer kleinen, aber feinen Reise durch die frankophone Welt.


Wer die großen Ausgaben der Fête kennt, erinnert sich vielleicht an bunte Stände, Musik aus vielen Ländern und das Gefühl, einmal um die Welt zu spazieren, ohne den Wedding zu verlassen. In diesem Jahr fällt das Fest wegen der Bauarbeiten im Centre Français zwar kleiner aus. Festlich wird es trotzdem. Vielleicht sogar ein bisschen intimer.

Los geht es am Nachmittag (16.00) mit einem historischen Spaziergang durch das Afrikanische Viertel. Ein passender Auftakt, denn die Frankophonie – also die Gemeinschaft der französischsprachigen Länder – reicht weit über Frankreich hinaus. Von Afrika über Europa bis nach Kanada verbindet sie Menschen, Kulturen und Geschichten.
Kurz darauf (16.45) wird es im City Kino Wedding filmisch. Gezeigt wird der Film All the Colours of the World Are Between Black and White, der im heutigen Nigeria spielt und von Freundschaft, gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Entscheidungen erzählt. Ein Film, der nicht nur eine Geschichte zeigt, sondern auch einen Blick auf eine facettenreiche Gegenwart wirft.


Am frühen Abend (18.00) wird diskutiert. Unter dem Titel „Musik: Die Stimme der Frankophonie?“ sprechen Künstler:innen und Expert:innen darüber, wie Musik Grenzen überwindet und kulturelle Identität ausdrücken kann. Moderiert wird das Gespräch vom Club RFI – und wer weiß: Vielleicht entdeckt man dabei auch neue Lieblingssongs aus der frankophonen Welt?
Danach wird es humorvoll. Beim Auftritt des Baguette Comedy Club (19.00) übernehmen frankophone Comedians die Bühne. Stand-up auf Französisch, Englisch oder irgendwo dazwischen – mit Geschichten aus dem Alltag zwischen Kulturen, Sprachen und Großstadtleben.
Musikalisch geht der Abend mit einem Konzert der Schweizer Künstlerin Katavia weiter (20.30). Ihre Songs bewegen sich zwischen Pop, Soul und elektronischen Einflüssen und bringen noch einmal eine andere Farbe in das frankophone Klangspektrum des Abends.
Und wenn die Bühne langsam zur Tanzfläche wird, ist der Abend noch lange nicht vorbei: Ab 22 Uhr legt DJ Facemaker im Foyer auf. Der Berliner DJ ist bekannt für Sets mit afrikanischen urbanen Sounds – Afrobeats, Hip-Hop und globalen Clubrhythmen. Getanzt wird bis ein Uhr nachts.
Dass die Fête des Francophonies in diesem Jahr überhaupt stattfindet, ist übrigens fast ein kleines Wunder. Das Kulturzentrum an der Müllerstraße wird derzeit umfassend saniert. Außerdem hat das Team im vergangenen Jahr den langjährigen Organisator Luc Paquier verabschiedet. Trotzdem hat sich das Centre Français entschieden, die Tradition weiterzuführen – eben als Petite Fête.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung wird allerdings empfohlen.
Petite Fête des Francophonies
📅 Samstag, 28. März 2026, ab 16 Uhr
📍 Centre Français de Berlin, Müllerstraße 74 (U6 Rehberge)
Ein Abend, der zeigt: Für eine kleine Weltreise braucht es manchmal nur einen kurzen Weg – zum Beispiel bis in den Wedding. 🌍

