Unterhaltsame Geschichte des Vergnügens

Historisches Foto fürs Geschichtscafé
Atrraktion Shimmytreppe um 1904. Was das für ein Spaß war, erklärt das Geschichtscafé. Foto gemeinfrei.

Bei einem Geschichtscafé am 14. Juni geht es um Vergnügen vor 100 Jahren im Wedding. Anno erzählt führt durch das Brunnenviertel, zeigt alte Fotos und lädt ein, alte Spiele auszuprobieren. Treff ist um 18 Uhr am U-Bahnhof Bernauer Straße. „Vergnügen zwischen Kino, Schwof und Rummel“ nennt Anno erzählt die Veranstaltung über Vergnügen im alten Arbeiterbezirk.

Auch vor 100 Jahren wollten die Menschen im Wedding sich unterhalten lassen. Dafür gab es im ehemaligen Arbeiterbezirk Kneipen,  Eckrummel oder das Handtuchkino. Das 7. Geschichtscafé von Anno erzählt blickt zurük auf Formen des Vergnügens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Historisches Bild
Weimanns Volksgarten in der Badstraße um 1905. Foto gemeinfrei, Urheber Georg Bartels, Quelle Heimatmuseum

Das Brunnenviertel, dem sich die Geschichtscafés von Anno erzählt stets widmen, war keine Hochburg der Unterhaltung. Wie auch heute konzentrierte sich der Trubel am Rosenthaler Platz oder am Bahnhof Gesundbrunnen. Dort gab es drei große Lichtspielhäuser in der Badstraße, die den schmalen Kinos gleich hinterm Kneipentresen mächtig Konkurrenz machten. Wichtige Form des Vergnügens waren die Gartenlokale, von denen es an der Badstraße große gab. Zum Tanzen gab es Festsäle, in der Müllerstraße lockte Onkel Pelles Rummelplatz. Nicht zuletzt wurde auch in den eigenen vier Wänden sich die Zeit vertrieben. Was heute die Virtual Reality-Brille ist, das war damals das Stereoskop. Die Gäste des Erzählcafés werden ein solches Gerät ausprobieren können.

Ablauf des Geschichtscafés

Am Freitag, 14. Juni, startet um 18 Uhr ein halbstündiger Spaziergang am U- Bahnhof Bernauer Straße. Anschließend wird im Café Freysinn in der Jasmunder Straße 5 Ecke Usedomer Straße ein kurzer Diavortrag geboten, bevor die Teilnehmer sich selbst bei einem Quiz und mit alten Gesellschaftsspielen ins Vergnügen stürzen können. Passend zu den vergangenen Zeiten wird in Originalart Berliner Weiße ausgeschenkt. Eine Runde geht als Freibier aufs Haus. Zu essen wird es Schmalzstullen geben. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.

Webseite des Veranstalters Anno erzählt

 


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