Der Wieselweiser (4): Eiseskälte im Wieselbau

Das Logo des Basketballvereins Weddinger Wiesel. Foto: VereinWiesel halten keinen Winterschlaf. Doch da hat das Bezirksamt leider nicht aufgepasst. Denn die Stadt drehte im Wieselbau die Heizung ab und schickte den Hausmeister in den Urlaub. Bei eisigen Temperaturen von 10 Grad in der Sporthalle Schönstedtstraße erhöhten die Trainer der Weddinger Wiesel fortan die Laufeinheiten, damit den Basketballspielern beim Dribbeln nicht die Beine einfroren. Trotz dieser Widrigkeiten war der Februar aus Wieselsicht sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich erfolgreich.

Damen an der Regionalliga-Spitze

Damen 1 nach dem Sieg gegen Neukölln. Foto: Bianca Bürger
Damen 1 nach dem Sieg gegen Neukölln. Foto: Bianca Bürger

Beim Showdown in der Schönstedtstraße rückten die Zuschauer mit Thermosflaschen und Decken zusammen während die Damen auf dem Feld einfach heiß liefen und die vorher erstplatzierten Neuköllner mit 56:40 aus der Halle fegten. Überhaupt läuft es bei den  Ladies derzeit rund: Nachdem ihr Auswärtsspiel in Zehlendorf vom Internetradio basketball.fm live übertragen wurde, brachte das “Fotowiesel” Bianca Bürger beim Topspiel gegen Neukölln ihren Bildern das Laufen bei und übertrug Teile der Partie im Facebook-Livestream. Nichtdestotrotz: Das richtige Live-Erlebnis ist immernoch das beste. Und am 18. März ab 18 Uhr wird dann hoffentlich der letzte Sieg und der Aufstieg in der erste Regionalliga gefeiert.

Herren noch nicht gerettet

Herren 2 beim Sieg gegen Friedsrichsfelde. Foto: Bianca Bürger
Herren 2 beim Sieg gegen Friedsrichsfelde. Foto: Bianca Bürger

Wenn es kalt ist, rückt man eben etwas näher zusammen. Auch in der Oberligatabelle – denn dort trennte im Februar den 4. vom 11. Platz gerade mal ein Sieg. Und nach einer Niederlage wie am letzten Spieltag im Februar gegen die Berlin Baskets kletterten die Wiesel in der Tabelle sogar auf Platz 4. Verkehrte Welt? Nun, wenn mehrere Teams punktgleich sind, gibt es sozusagen eine Tabelle in der Tabelle, in der diese Teams dann verglichen werden. Klingt kompliziert? Ist es auch. Und selbst die Mathematiker unter den Wiesel-Herren wollen keine Prophezeiung abgeben, wie diese verrückte Saison enden wird. Bei den zweiten Herren sieht die Sache unterdessen klarer aus: Die Zeichen stehen auf Wiederaufstieg.

Aus den Jugendteams

Weibliche u13 beim Spiel gegen Alba Berlin. Foto: Bianca Bürger
Weibliche u13 beim Spiel gegen Alba Berlin. Foto: Bianca Bürger

Die mitten in der Saison in die Oberliga aufgestiegenen männlichen Nachwuchswiesel der u18 konnten ihren ersten beiden Spiele in der höheren Spielklasse gewinnen. Die weibliche u13 hingegen zahlt in ihrer Liga noch ordentlich (Taschen)lehrgeld, fängt aber langsam an, sich zu behaupten, was den Verein sehr freut. Auch die Minis (u10) mischen schon im Spielbetrieb mit – aber ohne Tabelle. Wenn schon die Herren ihre Tabellen nicht verstehen, wie soll das erst bei den Kindern enden?

Die nächsten Termine

  • 18. März um 18 Uhr, Schönstedtstr.: Damen 1 gegen Justabs Halle (evtl. Aufstiegsfeier)
  • 25. März um 19 Uhr, Schönstedtstr.: Herren 1 gegen SV Brauereien (evtl. Klassenerhaltsfeier)

Weitere Infos und Spielpläne der Weddinger Wiesel gibt es unter www.weddinger-wiesel.de und www.facebook.com/WeddingerWiesel.

Die Weddinger Wiesel auf dem Weddingweiser

Die Weddinger Wiesel sind der einzige Basketballverein im Wedding und Gesundbrunnen und genauso bunt durchmischt wie ihr Heimatkiez. Profis gibt es bei den Wieseln zwar keine, dafür aber umso mehr ehrenamtliches Engagement und „Liebe zum Spiel“. Die 1. Herren haben es damit immerhin in die höchste Berliner Spielklasse (Oberliga) geschafft, die 1. Damen sogar bis in die Regionalliga. Im „Wieselweiser“ berichten die Wiesel regelmäßig aus der Weddinger Basketballwelt.

 Text: Torsten Müller (Weddinger Wiesel), Fotos: Bianca Bürger

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