Die kleinen Wahlen 2016

wahlen2016_fensterIm Wedding wird gewählt – und zwar auf Kiezebene. In den Straßen rund um die Badstraße, die Brunnenstraße, die Pankstraße und die Soldiner Straße gibt es seit Jahren so genannte Quartiersmanagements. In einigen dieser Quartiere wird im Sommer 2016 der Quartiersrat sowie die Aktionsfondsjury neu gewählt. Der Weddingweiser erklärt in kurzen Worten die Hintergründe dieser Wahlen – und warum es sich lohnt, mitzumachen.

Brunnenstraße und Ackerstraße

plakat QMBVLinks und rechts der Brunnenstraße gibt es je ein Quartiersmanagementgebiet (QM-Gebiet). Für das QM Ackerstraße und das QM Ackerstraße wird während des Kiezfestes am 9. Juli gemeinsam gewählt. Außerdem gibt es in der Woche vom 3. bis 9. Juli zusätzlich Wahlurnen in Kitas und Schulen. Wählen darf, wer in einer Straße wohnt oder arbeitet, die auf der QM-Karte verzeichnet ist. Bis zum 27. Mai 10. Juni werden in beiden Gebieten noch Kandidaten für die Kiezwahl gesucht. Interessenten können sich an das Team des Quartiersmanagements, in dem sie aktiv sind, wenden.

Pankstraße

Das Büros das QMs Pankstraße
Das Büro dss QMs Pankstraße

Unter dem Motto „Deine Stimme für Deinen Kiez“ ruft das Quartiersmanagement Pankstraße alle Engagierten im Kiez dazu auf, sich an den Neuwahlen des Quartierrats sowie des Vergabebeirats für die Wahlperiode 2016 bis 2018 zu beteiligen. Die Wahlen finden vom 11. bis 14. Juli  statt. Einen Tag später, also am 15. Juli  findet vor dem Büro des QM Pankstraße dann die öffentliche Auszählung aller abgegebenen Stimmen statt. Doch nicht nur Wähler, sondern auch mögliche Kandidaten weren gesucht. Wählen darf, wer in einem großen Gebiet rechts der Müllerstraße rund um die Pankstraße und die Schulstraße wohnt. Eine Grafik zeigt das genaue Gebiet.

Badstraße

Das Quartiersmanagement Badstraße wurde zum 1. April neu eingerichtet. Auch hier werden die Bürger über die Verteilung der Fördermittel mitbestimmen. Im November wählt der Badstraßenkiez seinen Quartiersrat und seine Aktionsfondsjury. Gewählt wird vom 21. bis 24. Nobember im Quartiersmanagement-Büro in der Bellermannstraße 81. Offizieller Arbeitsstart der Gremien wird am 6. Dezember sein. Interessenten für die Gremien können sich beim QM-Team melden. Am 13. September lädt das QM zu einer Infoveranstaltung zu den Wahlen ein.

Soldiner Straße

Der Wahltermin für das Gebiet Soldiner Straße ist hingegen noch nicht festgelegt worden. Die Wahl wird aber wohl im September stattfinden, so heißt es.

Weitere Quartiersmanagements

Im Gebiet des Quartiersmanagements Sparrplatz wird in diesem Jahr allerdings nicht mehr gewählt, da das Gebiet mit Ablauf Dezember 2016 aus dem berlinweiten Fördertopf der Quartiersmanagements heraus genommen wurde. Übrigens: Im Reinickendorfer Kiez, direkt an den Weddinger Bezirksgrenzen, rund um die Lettestraße wird erst nächstes Jahr, also 2017 gewählt.

Kandidaten gesucht

Wer sich dauerhaft im Kiez engagieren und die wichtigen Entscheidungen im Quartier mitbestimmen möchte, hat als ehrenamtliches Mitglied des Quartiersrats beziehungsweise der Aktionsfondsjury nun die Möglichkeit dazu. So hat der Quartiersrat als bürgerbeteiligendes Gremium bei der Setzung von Handlungsschwerpunkten im Quartiersmanagement ein gehöriges Wort mitzureden. Der Vergabebeirat entscheidet hingegen über die Vergabe der Mittel aus dem Aktionsfonds „Soziale Stadt“, der besonders nachbarschaftliche Aktivitäten fördern soll (Höchstförderungssumme: 1.500 Euro, insgesamt: 10.000 Euro für 2016).

Wer sich als Kandidat für die neuerliche Wahlperiode aufstellen lässt und gewählt wird, vertritt gemeinsam mit Schul- oder Gewerbevertretern für die folgenden zwei Jahre die Interessen seines Kiezes. Der Quartiersrat trifft sich zu diesem Zweck zirka einmal im Monat. Der Vergabebeirat hingegen nur einmal alle zwei Monate.

Was ist ein Quartiersmanagement?

Die Webseite des Quartiersmanagement Pankstraße beschreibt es so:
„Das Quartiersmanagement (QM) ist ein Instrument der sozialen Stadtentwicklung. Ziel dieses Instrumentes ist es, die Lebensbedingungen in benachteiligten Quartieren zu verbessern und damit negative Entwicklungen zu verhindern. Auf diesem Weg soll einer räumlichen Spaltung von Städten in arme und wohlhabende Gebiete entgegengewirkt werden.

In Berlin wird seit 1999 das Instrument Quartiersmanagement mit Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm ‚Soziale Stadt‘ umgesetzt. In 34 Berliner ‚Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf‘ arbeiten vom Senat und den Bezirken beauftragte Quartiersmanagement-Teams. Gemeinsam mit BewohnerInnen, Vereinen und Institutionen sowie mit dem Bezirk entwickeln sie gebietsbezogene Handlungs- und Entwicklungskonzepte.“

Hier noch die passenden Webseiten:

Autoren: Tobias Weber und Andrei Schnell; Fotos: QM-Pankstraße, QM Ackerstraße

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