Wedding hilft: „Die neuen Nachbarn willkommen heißen!“

willkommenDer Wedding ist traditionell ein erster Anlaufpunkt in Berlin für Menschen aus aller Herren Länder. Doch nicht alle Menschen sind freiwillig hergekommen: Kriege und Vertreibungen zwingen Menschen zur Flucht. Wie berichtet, gibt es seit Mitte September auch im Wedding zwei Notunterkünfte in der Gotenburger Straße und in der Pankstraße. Die Bewohner der beiden Unterkünfte sind froh, in Sicherheit zu sein, müssen sich nun aber in einer völlig fremden Kultur zurechtfinden. Viele von ihnen haben Schreckliches erlebt. „Ihnen und ihren Kindern wollen wir, eine Gruppe von Anwohnern, lokalen Institutionen, Vereinen und Geschäftsleuten tatkräftig helfen“, schreiben die Aktiven der aus diesem Anlass gegründeten Initiative „Wedding hilft“. Sie möchten die neuen Nachbarn willkommen heißen und mit Rat und Tat beiseite stehen.

Beim ersten Vernetzungstreffen mit 130 interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern waren neben Lokalpolitikern und dem Integrationsbeauftragten von Berlin-Mitte auch ein Vertreter der AWO, Träger der Unterkünfte in Mitte und Diana Hennig von „Moabit hilft“ anwesend. Sie schilderten den Stand der Dinge aus ihren Bereichen und beantworteten Fragen.

So kann geholfen werden

Stephanuskirche Soldiner Kiez„Wir freuen uns über jede Hilfe“, erklären die Organisatoren von „Wedding hilft“.  Egal ob es um Kleidungssspenden, Sportaktivitäten, Deutschunterricht oder um Begleitung bei Behördengängen geht – die Initiative bringt Helfer und Flüchtlinge zusammen. Ein „Runder Tisch“ trifft sich einmal im Monat. Dort können Sie sich immer informieren, Fragen stellen oder ihre Hilfe einbringen. Das erste Treffen ist am 8. Dezember in der Prinzenallee 58 (Kulthaus). Mit dabei sind viele Mitglieder von „Wedding hilft“ und Juliane Ramm von der Unterkunft Pankstraße.

In einer Facebookgruppe namens „Wedding hilft“ lassen sich Fragen schnell klären und Informationen schnell weitergeben. Außerdem erstellen die Aktiven einen Newsletter sowie die neue Website „wedding-hilft.de. Die dringendsten Bedarfe stehen dort auf Listen, die gemeinsam mit den Geflüchteten und den Verantwortlichen der AWO erstellt werden. Kleine Spenden wie Bastelsachen und Stifte können die Weddinger direkt bei den Einrichtungen vorbeibringen. Joana Latorre steht zur Verfügung, wenn es um größere Spenden geht. „Mit ihr können Sie besprechen, wo die Spenden abgegeben werden können oder abgeholt werden sollen“, erklärt „Wedding hilft“. Auch Geldspenden können mit dem Verwendungszweck „WEDDING HILFT“ an die Schwester-Initiative „Moabit hilft“ überwiesen werden:

Spendenkonto: Moabit hilft, Diana Henniges Kto.Nr. 4435459, BLZ 10077777
oder IBAN: DE74100777770443545900

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