Wohnungsneubau in besonderer Lage am Schillerpark

Am 13. Mai wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schillerpark der Grundstein für ein neues Bauprojekt gelegt. An sich nichts Besonderes in der boomenden Metropole Berlin – könnte man meinen. Doch das Projekt weist in die Zukunft: 2012 wurde es im Neubauwettbewerb „Bezahlbarer Wohnraum für Berlin“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

(C) Bruno Fioretti Marquez Architekten
(C) Bruno Fioretti Marquez Architekten
Wohnungsbau am Schillerpark
(C) Bruno Fioretti Marquez Architekten

„Wohnungsneubau an der Welterbesiedlung Schillerpark“, so der relativ trockene Name des neuesten Bauvorhabens der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG (kurz: 1892) auf dem Gelände an der Schwyzer Straße 1 (Ecke Barfusstraße). Das Baugrundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zur UNESCO-Welterbe-Siedlung Schillerpark. In den kommenden Monaten sollen hier, um einen begrünten Innenhof, drei Gebäudeteile mit rund 5.400 Quadratmeter Wohnfläche – aufgeteilt in 74, zum Teil barrierefreie Wohneinheiten – entstehen. Auch eine Senioren-WG sowie eine Gewerbeeinheit sowie eine Tiefgarage sind in Planung.

Mit seinem Entwurf konnte sich das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez im ausgeschriebenen Architekturwettbewerb der 1892 eG durchsetzen. Er wird zum einen „dem hohem gestalterischen Anspruch gerecht […], der sich aus der besonderen Lage des Grundstücks in der Pufferzone um die Weltkulturerbe-Siedlung Schillerpark von Bruno Taut ergibt“ und schafft zugleich „langfristig schönen, soliden und bezahlbaren Wohnraum für verschiedenste Wohnansprüche“, so Thorsten Schmitt, Vorstandsmitglied der Genossenschaft.

Die enge Anbindung an die bestehende Siedlung soll eine Verflechtung von ’neuer‘ und ‚alter‘ Nachbarschaft gewährleisten, zudem profitieren die künftigen Mieter von der bereits vorhandenen Infrastruktur, zu der unter anderem Spielplätze, eine Kita, Gästewohnungen und Gemeinschaftsraum gehören. Die Kaltmiete soll um 8,50 Euro je Quadratmeter betragen – Treueboni für langjährige Genossenschaftsmitglieder, Darlehen oder günstigere Mieten für Wohneinheiten ohne Balkon, Loggia, Wintergarten oder Garten sind möglich.

Der Bezirk ist dem neuen Wohnprojekt folglich wohl gesonnen. „Ich freue mich, dass der Wedding durch den Neubau in prominenter Nachbarschaft weiter aufgewertet wird, aber auch, dass in Zeiten von Wohnungsmangel neuer, bezahlbarer Wohnraum entsteht. Ich wünsche den an Planung und Durchführung des Bauprojekts beteiligten alles Gute und sehe dem Richtfest sowie der feierlichen Einweihung freudig entgegen“, so Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke.

Autor: Eve-Catherine Trieba, QIEZ.de

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserem Kooperationspartner QIEZ.dedem Berliner Stadtteilportal.

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One comment

  1. Wedding 65

    Ich habe mich diese woche bei der Genosenschaft 1892 über die mögliche Mierung einer Wohnung in diesem Neubau informiert. Zur Ausstattung der Wohnungen erfolgte eine sehr dürftige Information. Der Mietpreis soll bei ca. 9,50 EUR/qm liegen. Vor ein paar Monaten waren es noch 8,50 EUR/qm. Begründung: angespannter Mietermarkt und Neubau…Ich denke, der Gedanke des sozialien Wohnungsbau spielt hier klar eine untergeordnete Rolle – leider. Übrigens gibt es auch Aufnahmestopp für pot. Neugenossen…der run hat begonnen, der Wedding kommt. Nur leisten, werden sich den nur noch sehr wenige können.

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