Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knapp #16Hier kom­men die aktu­el­len Nach­rich­ten aus dem Wed­ding. Sozia­les, Bil­dung, Poli­tik oder bun­tes Wed­din­ger Leben – die sie­ben wich­tigs­ten Mel­dun­gen haben wir her­aus­ge­fischt und kurz & knapp for­mu­liert. Ins Foto haben sich aber noch zwei wei­te­re aktu­el­le Wed­ding-News aus der ver­gan­ge­nen Woche geschmuggelt.

7 Tage, 7 Schlagzeilen

  1. Hei­ßes Was­ser für Obdachlose
  2. Qui­noa-Schu­le: Aus­zeich­nung fürs Homeschooling
  3. Ber­li­ner Unter­wel­ten vor­erst gerettet
  4. Vor­schlä­ge für Ehrung durch Bezirk gesucht
  5. Carl-Kraemer-Grund­schu­le wird saniert
  6. Akti­on: Müll­sam­meln hin­term Rathaus
  7. Gedenk­ste­le wie­der sichtbar

Wedding kurz & knapp

Hei­ßes Was­ser für Obdachlose
Der Ber­li­ner Obdach­lo­sen­hil­fe e.V. in der Lynar­stra­ße ver­teilt der­zeit gespen­de­te Ther­mos­kan­nen an obdach­lo­se Men­schen im Bezirk. Sie soll­ten in der kal­ten Jah­res­zeit mit hei­ßem Was­ser gefüllt wer­den kön­nen und etwas Wär­me spen­den. Gleich­zei­tig bit­tet der Ver­ein sozia­le Ein­rich­tun­gen, Cafés, Bäcke­rei­en und Restau­rant, Auf­füll­sta­ti­on zu wer­den. Betei­lig­te kön­nen ein vor­be­rei­te­tes Pla­kat aus­hän­gen und sich als Auf­füll­sta­ti­on kenn­zeich­nen, bei der Obdach­lo­se in der kal­ten Jah­ren­zeit kos­ten­los hei­ßes Was­ser erhal­ten. Kon­takt zum Ver­ein ist per E‑Mail unter kontakt@berliner-obdachlosenhilfe.de möglich.

Qui­noa-Schu­le: Aus­zeich­nung fürs Homeschooling
Die Qui­noa-Schu­le in der Küh­ne­mann­stra­ße 26 hat den Deut­schen Arbeit­ge­ber­preis für Bil­dung 2020 in der Kate­go­rie „Schu­li­sche Bil­dung“ erhal­ten. Die freie Schu­le, die sich um die Chan­cen­ge­rech­tig­keit von Kin­dern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund bemüht, wur­de beson­ders für ihre Anstren­gun­gen im Bereich des digi­ta­len Unter­richts und der Bezie­hungs­ar­beit wäh­rend der Schul­schlie­ßung im Früh­jahr gewür­digt. Durch per­sön­li­che Gesprä­che, Lern­vi­de­os, Moti­va­ti­ons­boards sowie viel­fäl­ti­ge tech­ni­sche Hil­fe­stel­lun­gen wur­de der Kon­takt zu den Schü­lern wäh­ren des Home­schoo­lings gehal­ten. Mit dem Preis wür­digt die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Arbeit­ge­ber­ver­bän­de her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen in der Bil­dungs­ar­beit. In die­sem Jahr wur­den deutsch­land­weit ins­ge­samt vier Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ausgezeichnet.

Ber­li­ner Unter­wel­ten vor­erst gerettet
Der Ver­ein Ber­li­ner Unter­wel­ten, der durch die Coro­na-Ein­däm­mungs­maß­nah­men in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gera­ten ist, benö­tigt der­zeit kei­ne wei­te­re Unter­stüt­zung durch den Bezirk. Der Ver­ein, der am Gesund­brun­nen Füh­run­gen in der unter­ir­di­sche Ber­lin anbie­tet, kämpft mit den Ein­nah­me­ver­lus­ten durch Ein­stel­lung sei­ner Ver­an­stal­tun­gen. Die Bezirks­ver­ord­ne­ten hat­ten das Bezirks­amt daher beauf­tragt, sich für eine finan­zi­el­le Über­brü­ckungs­hil­fe durch die Inves­ti­ti­ons­bank Ber­lin (IBB) ein­zu­set­zen und die dro­hen­de Insol­venz abzu­wen­den. Wie Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­phan von Das­sel in der Sit­zung des Bezirks­amts am 1. Dezem­ber mit­teil­te, bestehe der­zeit kein Hand­lungs­be­darf. Die IBB hät­te bereits eine rück­wir­ken­de För­de­rung gewährt.

Vor­schlä­ge für Ehrung durch Bezirk gesucht
Auch in die­sem Jahr wol­len das Bezirks­amt und die Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Mit­te wie­der Per­so­nen mit der Bezirks­ver­dienst­me­dail­le aus­zeich­nen. Geehrt wird damit ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment oder eine beson­de­rer Ein­satz im Bezirk. Ins­ge­samt wer­den bis zu acht Per­so­nen aus­ge­zeich­net. Bis zum 31. Janu­ar kön­nen mit einer Begrün­dung ver­se­he­ne Vor­schlä­ge für die Ehrung beim Bezirks­amt ein­reicht wer­den. Das ist unter ande­rem tele­fo­nisch unter (030) 901832032 oder per E‑Mail (presse@ba-mitte.berlin.de) mög­lich.

Carl-Kraemer-Grund­schu­le wird saniert
Die Carl-Kraemer-Grund­schu­le im Sol­di­ner Kiez soll saniert wer­den. Der Haupt­aus­schuss des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses hat dafür im Novem­ber 4,7 Mil­lio­nen Euro frei­ge­ge­ben. Das berich­tet der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ralf Wie­land (SPD) in sei­ner Wahl­kreis­rund­schau. Mit dem Geld sol­le die nöti­ge Kel­ler­sa­nie­rung in der Schu­le in der Zech­li­ner Stra­ße durch­ge­führt wer­den. Eil sich dort Schim­mel breit gemacht hat, war die Schu­le län­ge­re Zeit kom­plett gesperrt gewe­sen. Die Kel­ler­sa­nie­run­gist laut Wie­land der ers­te Teil einer umfang­rei­chen Sanie­rung der Schu­le, die in den nächs­ten Jah­ren in meh­re­ren Bau­ab­schnit­ten erfolge.

Akti­on: Müll­sam­meln hin­term Rathaus
Zum Müll­sam­meln hin­ter dem Rat­haus Wed­ding am Sams­tag, den 19. Dezem­ber ruft die Initia­ti­ve zur Orga­ni­sa­ti­on des Tag des guten Lebens im Wed­ding auf. Treff­punkt ist um 14 Uhr den Bän­ken an der Wie­se hin­ter dem Rat­haus in der Mül­ler­stra­ße, schreibt die Initia­ti­ve auf Insta­gram. Greif­zan­gen und Müll­beu­tel wer­den zur Ver­fü­gung gestellt. Die Akti­on soll um 15.30 Uhr been­det sein. Aktual­le (Corona-)Infos zur Akti­on gibt es unter @tagdesgutenlebenswedding auf Ins­tra­gram. Ende Novem­ber hat­te die Initia­ti­ve bereits eine Müll­sam­mel­ak­ti­on auf und um den Zep­pe­lin­platz organisiert.

Gedenk­ste­le wie­der sichtbar
Die Gedenk­ste­le für die Wider­stands­kämp­fer Eli­se und Otto Ham­pel neben dem Rat­haus Wed­ding ist seit Anfang Dezem­ber wie­der sicht­bar. Sie war im Früh­jahr von Unbe­kann­ten zer­stört wor­den. Das Bezirks­amt hat­te sie Anfang Sep­tem­ber wie­der neu errich­tet. Wegen einer Bau­stel­le auf dem Rat­haus­vor­platz direkt an der Ste­le behielt sie aber eine Schutz­um­hül­lung. Die Bau­ar­bei­ten am Rat­haus Wed­ding sind nun been­det, der Schutz wur­de ent­fernt und die Gedenk­ste­le ist wie­der sicht­bar. Das Ehe­paar Ham­pel ver­teil­te Anfang der 1940er Jah­re vor allem im Wed­ding Hand­zet­tel mit Paro­len gegen die Nazi-Dik­ta­tur. Sie wur­den dafür ver­haf­tet und 1943 im Gefäng­nis Plöt­zen­see hingerichtet.

→ Die nächs­ten „Wed­ding kurz & knapp“-Nachrichten erschei­nen am Sonn­tag, den 20. Dezem­ber 2020.

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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