Die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Leopoldplatz bleibt dem Wedding erhalten. Anders als ursprünglich geplant, leuchten die Lichter bis Mitte Februar weiter, während anderswo längst alles wieder grau, nackig und funktionsbeleuchtet ist. Fest steht: Der widerständige Leo weigert sich, jetzt schon in den Berliner Winter-Normalmodus zu verfallen.

Meinung Man kann darüber streiten, wann die Weihnachtszeit genau „vorbei“ ist. Man kann auch argumentieren, dass Lichterketten im Februar irgendwie unpassend seien. Auf dem Leopoldplatz zeigt sich allerdings seit Wochen: Es geht hier nicht um Weihnachten, sondern um Licht! Um Orientierung. Um Atmosphäre. Und um ein kleines Gegenmittel gegen diesen langen, dunklen Abschnitt des Jahres, der offiziell Winter heißt und sich besonders in Berlin wie eine Herausforderung anfühlt.
Warum es den Lichterglanz überhaupt gibt? Es handelt sich dabei nicht um Schnickschnack, sondern um ein Projekt des Bezirks Mitte. Auf Initiative des Bezirksamts soll der Platz in der dunklen Jahreszeit attraktiver werden. Mittel, die im Zuge des Sicherheitsgipfels des Berliner Senats bereitgestellt wurden, fließen in diese Maßnahme. Ziel ist nicht nur eine gute Stimmung, sondern die dauerhafte Aufwertung des öffentlichen Raums in einem Teil der Stadt, der häufig als schwierig wahrgenommen wird. Das ist kein Lichtermeer bloß zur Deko, sondern ein bewusst gesetztes Zeichen: Der Platz gehört zum Kiez, und der Kiez darf im Winter leuchten.

Der Winter ist lang. Gut, dass der Leo leuchtet.
Und es tut dem Platz gut. Die Beleuchtung verändert den Raum, ohne ihn umzubauen. Licht in den Bäumen, warme Punkte im Dunkel, ein Ort, der abends nicht nur Durchgangsraum, sondern tatsächlich Aufenthaltsraum ist. Wer hier unterwegs ist, sieht es sofort: Der Platz wirkt offener, weniger hart, weniger abweisend. Und spürbar anders.
Für Anwohnende bedeutet das vor allem eines: Der Winter wird erträglicher. Gerade jetzt, wo Schnee liegt, entsteht etwas, das man im Berliner Winter selten bekommt – einen Moment von Ruhe. Der Schnee dämpft den Lärm, die Beleuchtung nimmt der Dunkelheit die Schwere.

Spricht etwas dagegen? Nicht wirklich. Januar und Februar sind sowieso dunkel, kalt und lang. Niemand braucht in dieser Zeit zusätzliche Tristesse. Wenn ein paar tausend Lämpchen dabei helfen, dwn dunklen Leopoldplatz etwas freundlicher zu gestalten, dann ist jedenfalls kein überflüssiger Luxus.


„Mehr Licht!“ verlangte schon Goethe der Anekdote nach auf sein Sterbebett, der Leo geht immer, Licht oder nicht… meint ein Nachbar.
Wunderbare Lämpchen, gerne, immer wenn es dunkel ist, die ganze Zeit. Sicherheit und Behaglichkeit kann man immer und überall brauchen.
LG Manuela
Morjen mal wieder
also ick denke mal die Lämpchen werden in China jemacht – also janz weit weg – und wenn sie denn im Wedding landen…. ja den is den Lämpchen dit schnurzegal wo (im Baum) oda wie lange se‘ glühn soll’n…. ick stell mir mal eben dit so vor wie geil das aussehen würd wenn üba all inne Stadt uff de Hauptstraßen die kleen Lämpchen dit janze jahr blingbling machen….
macht dit jut Nachbarn
Aso ick stimm hier dem Reinhard janz zu. Bidde die Lichter dit janze Jahr lang nachts anmachen. Vielleicht schaffen wa’s so, dass der Platz auch jut im Sommer Abends von Familien zum Leben und Spielen jenutzt wird. Wäre mal ne jute Abwechslung vom Crack und Heroin dort…