In die­ser Serie erfahrt ihr Din­ge, mit denen ihr beim Small-Talk über den Wed­ding und Gesund­brun­nen glän­zen könnt; Fun­facts, die bewei­sen, dass ihr vom Wed­ding mehr wisst als das Gerücht, er sei wie­der mal “im Kom­men”. Eine klei­ne Aus­wahl schrä­ger Infos, die man nicht zum Über­le­ben braucht, aber die es den­noch wert sind, erwähnt zu werden… 

AEG Hussitenstr VoltastrVon wegen U 1:

Gemein­hin wird ange­nom­men, der ers­te U‑Bahn-Tun­nel Ber­lins läge an der Linie U 1, deren Stre­cke 1902 eröff­net wur­de. Tat­säch­lich wur­de aber bereits 1895 auf dem AEG-Gelän­de in Gesund­brun­nen ein Ver­suchs­tun­nel gebaut, der jahr­zehn­te­lang in Betrieb war und mit einer Bahn die Betriebs­tei­le süd­lich und nörd­lich der Hus­si­ten­stra­ße verband.

Schillerpark Center U-Bahn Waggon

U‑Bahn im Haus:

Im Erd­ge­schoss des Wed­din­ger “Schil­ler­park-Cen­ters”, hin­ter den Roll­trep­pen zum Real-Markt, steht ein aus­ran­gier­ter U‑Bahn-Wag­gon der Bau­rei­he D. Das Relikt wur­de zeit­wei­se vom benach­bar­ten Café genutzt. Der Wag­gon ist eine Remi­nis­zenz an die direkt hin­ter dem Cen­ter befind­li­che U‑Bahn-Haupt­werk­statt, wo die U‑Bahnzüge des so genann­ten “Groß­pro­fils” gewar­tet werden.

Der Wedding 4 Cover

Nur echt mit Artikel:

Anders als so ziem­lich alle ande­ren Orts­na­men heißt es der Wed­ding. Der Grund ist der Namens­be­zug auf den vom Rit­ter “Rudolf de Wed­ding­he” gegrün­de­ten Guts­hof. In Ber­lin ist es sogar kor­rekt zu sagen, man wohnt “uff’m Wed­ding”, “am Wed­ding” – und natür­lich auch “im Wed­ding”. Nur eben nicht “in Wedding”.

Hagenbeck im Wedding:

 Rehberge

Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts plan­te der Ham­bur­ger Zoo­di­rek­tor Carl Hagen­beck , im Wed­ding einen Park anzu­le­gen. Dabei hät­ten Tie­re in einer Land­schaft leben sol­len, die ihrer eigent­li­chen Hei­mat ähneltt. Men­schen aus den dama­li­gen deut­schen Kolo­nien soll­ten im Park eben­falls zur Schau gestellt wer­den. Spä­ter wur­de aus dem pro­jek­tier­ten Tier­park der Volks­park Reh­ber­ge – die kolo­nia­len Stra­ßen­na­men aus der Kai­ser­zeit sind aber geblieben.

Untere Müllerstr BayerVerhütungsmittel aus dem Wedding:

1961 brach­te das Wed­din­ger Phar­ma­un­ter­neh­men Sche­ring (heu­te: Bay­er AG) die ers­te Anti­ba­by­pil­le „Anov­lar“ auf den deut­schen Markt. In der zwei­ten Hälf­te der 1960er Jah­re nahm die Gebur­ten­ra­te in Deutsch­land dra­ma­tisch ab – ob’s wirk­lich an der Pil­le lag, ist bis heu­te umstritten.

Alle Fol­gen der Serie

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

 

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

2 Comments

  1. Das ist wirk­lich ein tol­ler Arti­kel – hat­te vor­her noch nie nach­ge­dacht, woher der Name Wed­ding kommt und war­um es DER Wed­ding heißt…

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.