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Umweltpreis für die Kümmerer aus der Nachbarschaft

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Bezirks­stadt­rä­tin Sabi­ne Smen­tek (rechts) über­gibt den Umwelt­preis Mit­te an die Küm­me­rer vom Vinetaplatz.

Grün ist der Wed­ding. Aber ist er auch umwelt­be­wusst? Klar ist er das, wenn auch nicht über­all. In Schu­len, in Kitas, aber auch in so man­chem pri­va­ten Wohn­zim­mer im Stadt­teil wer­den immer wie­der gute Ideen ent­wi­ckelt, die (auch) der Umwelt die­nen. Seit mehr als 20 Jah­ren wer­den die krea­tivs­ten und enga­gier­tes­ten Umwelt­ver­bes­se­rer mit dem Umwelt­preis Mit­te aus­ge­zeich­net. Bei der Ver­lei­hung am Mitt­woch (29.6.) waren wie­der beson­ders vie­le Preis­trä­ger aus Wed­ding und Gesund­brun­nen dabei.

Die Natur­ki­ta Gha­na­stra­ße ist beson­ders umwelt­be­wusst, die Eri­ka-Mann-Grund­schu­le auch. Die Kin­der im Kiez sind es sowie Ceci­lia Stick­ler und die Küm­me­rer vom Vineta­platz. Letz­te­re wird die Ehrung mit einem ers­ten Preis beson­ders freu­en. Die Initia­ti­ve, die am Vineta­platz im Brun­nen­vier­tel seit Jah­ren Pflanz­scha­len pflegt und Müll im öffent­li­chen Raum sam­melt, hat gera­de mit Pro­ble­men zu kämp­fen. Ein Nach­bar stellt sich gegen ihr Enga­ge­ment – und erhielt just am Tag vor der Preis­ver­lei­hung des Umwelt­prei­ses Unter­stüt­zung durch den gemein­sa­men Ver­mie­ter. Der Rücken­wind durch den Umwelt­preis Mit­te tut den Küm­me­rern sicher gut.

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Eine Pflanz­scha­le am Vineta­platz, die Ceci­lia Stick­ler und ihre Mit­strei­ter betreu­en. Foto: D. Hensel

Das Schul-Umwelt-Zen­trum in der Scharn­we­ber­stra­ße, hoch im Wed­din­ger Nor­den, war wie in jedem Jahr der Ort, an dem sich die Teil­neh­mer prä­sen­tier­ten. Ins­ge­samt haben sich in die­sem Jahr 16 Bewer­ber betei­ligt und ihre Pro­jek­te der vier­köp­fi­gen Jury vor­ge­stellt. In die­sem Jahr war der Wett­be­werb durch eine gro­ße Viel­falt gekenn­zeich­net: von Upcy­cling über Imke­rei, dem Bau von Fut­ter­häus­chen und Insek­ten­ho­tels bis hin zu künst­le­ri­schen Pro­jek­ten waren vie­le Umwelt­ideen vertreten.

Susan­ne Wan­der vom Umwelt- und Natur­schutz­amt lob­te die hohe Qua­li­tät und Kom­ple­xi­tät der ein­ge­reich­ten Pro­jek­te. So wur­den zum Bei­spiel künst­le­ri­sche Akti­vi­tä­ten mit dem Recy­cling von Roh­stof­fen, der Anbau gärt­ne­ri­scher Pro­duk­te mit deren Ver­wer­tung und Ver­mark­tung sowie Natur­schutz mit hand­werk­li­chem Kön­nen ver­bun­den. Beson­ders die Pro­jek­te zur Ver­bes­se­rung des Wohn­um­felds bezo­gen auch nach­bar­schaft­li­che, inter­kul­tu­rel­le und genera­ti­ons­über­grei­fen­de Aspek­te mit ein.

Die aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jek­te beka­men neben einer Urkun­de auch ein Preis­geld. Ins­ge­samt stan­den 4500 Euro zur Ver­fü­gung, die aus ver­schie­de­nen Töp­fen stam­men und auf meh­re­re Preis­trä­ger auf­ge­teilt wur­den. Das Preis­geld des Bezirks­am­tes Mit­te betrug 3000 Euro und wur­de in den Kate­go­rien Päd­ago­gi­sche Ein­rich­tun­gen und Initia­ti­ven ver­ge­ben. Der Son­der­preis für Schul­gär­ten war mit 1000 Euro dotiert. Wei­te­re 500 Euro kamen für den Son­der­preis Nach­hal­tig­keit vom Umwelt- und Naturschutzamt.

Die Preisträger 2016

Päd­ago­gi­sche Einrichtungen

  • 1. Preis: Natur­ki­ta Gha­na­stra­ße mit dem Pro­jekt „Nicht auf den Kom­post, auf den Tisch!“ (450 Euro)
  • 1. Preis: Eri­ka-Mann-Grund­schu­le mit dem Pro­jekt „Die Müll­ver­wand­ler“ (450 Euro)
  • 1. Preis: Eri­ka-Mann-Grund­schu­le mit dem Pro­jekt „Eine fast unend­li­che Geschich­te“ (450 Euro)
  • 2. Preis: Kin­der­ver­ein Otto­kar e.V. mit dem Pro­jekt „Pimp up“ (250 Euro)
  • 3. Preis: Theo­dor-Heuss-Gemein­schafts­schu­le mit dem Pro­jekt „Ein Haus für Insek­ten“ (200 Euro)
  • 4. Preis: Theo­dor-Heuss-Gemein­schafts­schu­le mit dem Pro­jekt „Fut­ter­häus­chen“ (100 Euro)
  • 4. Preis: Schu­le am Schil­ler­park mit dem Pro­jekt „Vivi­pa­rie bei Toma­ten­pflan­zen“ (100 Euro)

Ver­ei­ne, Ein­zel­per­so­nen, Initiativen

  • 1. Preis: Ceci­lia Stick­ler und ande­re mit dem Pro­jekt „Wir, die Vineta­platz-Küm­me­rer“ (400 Euro)
  • 2. Preis: Cent­re Fran­cais Ber­lin mit dem Pro­jekt „Inter­kul­tu­rel­ler Gemein­schafts­gar­ten Mül­ler­stra­ße“ (300 Euro)
  • 3. Preis: Sabi­ne Jahn­ke mit dem Pro­jekt „Leo­pold­platz – Enga­ge­ment für Umwelt, Natur und Sozia­les“ (200 Euro)
  • 4. Preis: Kun­ert-Design mit dem Pro­jekt „Mini­mal FUNDWERKE“ (100 Euro)

Schul­gar­ten-Pro­jekt

  • 1. Preis: Kin­der im Kiez mit dem Pro­jekt „Gar­ten­um­ge­stal­tung“ (300 Euro)
  • 1. Preis: Ernst-Reu­ter-Ober­schu­le mit dem Pro­jekt „Der Reu­ter­gar­ten“ (300 Euro)
  • 2. Preis: Papa­ge­no-Grund­schu­le mit dem Pro­jekt „Schul­gar­ten an der Papa­ge­no-Grund­schu­le“ (250 Euro)
  • 3. Preis: Klei­ne Him­mels­wol­ke e.V. mit dem Pro­jekt „Ein Hoch­beet für unse­ren Gar­ten“ (150 Euro)

 Son­der­preis Nach­hal­tig­keit des Umwelt- und Naturschutzamtes

  • Wed­ding­Wand­ler mit dem Pro­jekt „Weg mit dem Dreck“ (500 Euro)

Text: Domi­ni­que Hensel

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Jeden zweiten Sonntag gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil. Die gelernte Journalistin ist außerdem Teil unseres Instagram-Teams und schreibt für den Blog gern aktuelle Text - gern zu den Themen Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat Dominique es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

3 Comments

  1. […] Tat­sa­che, dass ich mit eini­gen flei­ßi­gen Vineta­platz-Küm­me­rer soeben den ers­ten Preis in der Kate­go­rie Initia­ti­ven des Umwelt­prei­ses Ber­lin-Mit­te 2016  gewonnen […]

  2. […] Die Brun­nen-Redak­teu­rin Ceci­lia Stick­ler ist mit dem Umwelt­preis Mit­te aus­ge­zeich­net wor­den. Sie und die ande­ren Küm­me­rer vom Vineta­platz erhiel­ten den mit 400 Euro dotier­ten 1. Preis für ihr Enga­ge­ment zur Ver­bes­se­rung des Wohn­um­felds. Die Initia­ti­ve pflegt seit Jah­ren Pflanz­scha­len und sam­melt Müll im öffent­li­chen Raum. Wir gra­tu­lie­ren ganz herz­lich und hof­fen, dass der Umwelt­preis Ceci­lia und ihren Mit­strei­tern gehö­rig Rücken­wind gibt. Ein Nach­bar stellt sich näm­lich gegen ihr Enga­ge­ment – und erhielt just am Tag vor der Preis­ver­lei­hung Unter­stüt­zung durch den gemein­sa­men Ver­mie­ter. Susan­ne Wan­der vom Umwelt- und Natur­schutz­amt lob­te indes die hohe Qua­li­tät und Kom­ple­xi­tät der ein­ge­reich­ten Pro­jek­te. Wei­te­re Details zum Preis und den prä­mier­ten Initia­ti­ven gibt es in die­sem Weddingweiser-Beitrag. […]

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