Die Zukunft des Nahverkehrs im Wedding

Foto (c) Andi Weiland
S-Bahnhof Wedding (c) Andi Weiland

Nach Jahren des Sparens ist der Berliner Nahverkehr an einem Tiefpunkt angekommen: Bei der U-Bahn fehlen Fahrzeuge, die S-Bahn ist eine einzige Störung im Betriebsablauf, die Busse und Straßenbahnen stehen mehr im Stau als dass sie fahren. Der Senat hat das erkannt und plant wieder größer. Wir haben einmal zusammengestellt, was der neue Nahverkehrsplan für den Wedding bedeutet.

BVG-Baustelle Seestraße

Rund um den Bahnhof Seestraße wird gebaut. Ersatzverkehr ist die Folge. Foto: Hensel
Rund um den Bahnhof Seestraße wird gebaut. Ersatzverkehr ist die Folge. Foto: Hensel

AKTUALISIERT An einer der verkehrsreichsten Kreuzungen Berlins wird gerade der BVG-Verkehr total umgekrempelt. Auf dem U-Bahnhof Seestraße fahren die Bahnen Richtung Alt-Tegel anders. Doch auch über der Erde müssen sich Fahrgäste umorientieren: Bis zum 2. Oktober entfällt der Straßenbahnverkehr auf dem Ast zum Virchow-Klinikum, wovon auch die Tramhaltestelle am U-Bahnhof Seestraße betroffen ist.

Schotter, Schotter, grün, grün, grün

Nicht irgendwie bewachsen, sondern bewusst begrünt sind die Gleise in der Osloer Straße. Foto: D. Hensel
Nicht irgendwie bewachsen, sondern bewusst begrünt sind die Gleise in der Osloer Straße.

Ich wünsche mir ein Straßenbahngleis! Um neben den Schienen in der wilden Wiese spazieren zu gehen, um bei Linienunterbrechungen im Gleisbett picknicken zu können, um mit dem kleinen Weddinger Züge zu zählen. Aber vor allem: hätte ich ein Straßenbahngleis, könnte ich es begrünen. Ich könnte, den Mauerpfeffer, den ich beim Langen Tag der StadtNatur am Sonntag (19.6.) geschenkt bekommen habe, wie geheißen, zerrupfen und mit den nachwachsenden Pflanzen meine eigene grüne Oase anlegen. Es würde wachsen und sprießen und schon im übernächsten Jahr könnte ich selbst zu Gleisführungen einladen.