Kampf gegen den Sperrmüll geht – punktuell – weiter

Wedding, der Sperrmüll gehört zu deinem Straßenbild. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen können viele Menschen ausrangierte Möbel und Hausrat nicht selbst zum Recyclinghof bringen, da sie kein Auto haben. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele, die ganze Wohnungseinrichtungen einfach auf die Straße stellen und davon ausgehen, dass sich jemand anderes schon darum kümmert. Das Bezirksamt kämpft dagegen an. Eine Erfolgsaktion aus dem letzten Jahr wird nun wiederholt. Leider greift diese zu kurz.

Die „Speisekammer“ vor der Stephanuskirche in Gefahr

Foto: Robert Schimanek

24.11.2019 Eine der konfliktträchtigsten und hässlichsten Ecken im Wedding hat innerhalb weniger Monate ihr Erscheinungsbild völlig verwandelt: Die Soldiner Straße Ecke Prinzenallee wurde durch einen Imbisswagen vor der Stephanuskirche und eine Sitzgelegenheit enorm aufgewertet. Leider liegt bis heute keine Genehmigung des Wagens durch die Denkmalschutzbehörde vor. Diese wäre erforderlich gewesen, weil die platzbeherrschende Kirche ein Baudenkmal ist und durch den Imbiss teilweise verdeckt ist. Der Weiterbetrieb der „Speisekammer“ ist ohne Genehmigung in Gefahr. Der Quartiersrat Soldiner Straße/Wollankstraße appelliert nun an die Behörde, diese für den Zusammenhalt so wichtige Institution nicht vom Platz zu verbannen.

Tagescafé Baobab in der Soldiner Straße

Das Café Baobab von außen
In der Soldiner 41 ist das Baobab. Foto: Andrei Schnell

Noch neu ist das Café Baobab in der Soldiner Straße 41. Die Betreiber Györgyi Bòka und Victor Matekole hatten zwar am 15. Dezember 2017 ihren ersten Tag mit offenen Türen, doch komplett fertig sind sie noch nicht mit allem. Sie haben den Weddingweiser gebeten, mit einem Artikel zu warten. Ja, wenn bloß Geduld eine Stärke dieser Plattform wäre, seufz. Hier ist unser erster Artikel mit allen Infos, die jeder erhalten kann, der einfach mal in diesem vegetarischen Café im Soldiner Kiez vorbeischaut. Wobei wir finden, dass ein Besuch sich schon jetzt lohnt.

Community Kitchen: Kakadu im Soldiner daheim

Guten Appetit im Kakadu! Foto: J. Schmidt
Guten Appetit im Kakadu! Foto: J. Schmidt

Es ist Nachmittag, ich habe Hunger. Ich überlege mir, ob ich mir ein belegtes Brötchen in Mustafas Bäckerei kaufe. Aber nein – ich sage mir: Heute gönne ich mir mal was Besonderes. Nebenan, in der Soldiner Straße 13, weckt ein großer, weißer Kakadu im Schaufenster mein Interesse. Ich gehe hinein und denke mir: Wieder einer dieser Läden, die ich eher im Prenzlauer Berg vermuten würde. Aber ich befinde mich mitten im Soldiner Kiez.

Soldiner Kiez? Ein schwieriges Pflaster!

Meinung Schon gesehen? Das El Pepe in der Prinzenallee ist zu. Hier gibt es keine Tapas und keinen Wein mehr. Am gleichen Tag in der vergangenen Woche hat Regina Bielig ganz still ihren Laden ausgefegt und abgeschlossen. Damit ist auch das Herr Bielig in der Soldiner Straße mit seinem kleinen aber feinen Essensangebot Geschichte. Der Soldiner Kiez verliert an einem Tag zwei kulinarische Hoffnungsträger: Das ist schon ein Schlag in die Magengrube.

Familienfreundliche Cafés, die Zweite

Im Miss Ploff hat es auch Baby bequem. Foto Hannah Beitzer
Im Miss Ploff hat es auch Baby bequem. Foto Hannah Beitzer

Der Winter ist vergangen – ich seh’ des Maien Schein? Haha, einmal kurz gelacht. Das schlechte Wetter wollte lange einfach kein Ende nehmen. Trotzdem können sich Eltern und ihre Kinder ja nicht permanent zu Hause verkriechen. Zeit für Teil zwei unserer Serie über familienfreundliche Cafés, diesmal im Gesundbrunnen.