Rehberge und Plötzensee: Rudern inmitten Weddings grüner Lunge

Auf Sand gebaut

(C) Linn Asmuß
(C) Linn Asmuß

Das heutige Parkgelände ist Teil des früher ausgedehnten Waldgebietes Jungfernheide. Die sprichwörtliche märkische Streusandbüchse prägte das Landschaftsbild auf dem Gebiet des heutigen Volksparks Rehberge und des Goetheparks in besonderer Weise. Denn in der späten Eiszeit abgelagerter Flugsand hatte sich dort zu ganzen Sanddünen formiert. Darauf wuchsen zum Teil Kiefern und Eichen, doch spätestens nachdem diese nach dem ersten Weltkrieg von der frierenden Bevölkerung abgeholzt wurden, lag die Sandfläche komplett frei. Der Sand beeinträchtigte die benachbarten Wohngebiete erheblich – er war allenfalls als Scheuersand zu gebrauchen. „Der Volksausdruck Berliner Schnee, womit das Treiben des Flugsandes gemeint ist, schreibt sich von den Rehbergen her“, schrieb der Stadtrat Ernst Friedel im Jahr 1899. Es musste also etwas mit dieser Fläche geschehen….

Infotafeln am Plötzensee

Infotafel am PlötzenseeRund um den Plötzensee sind in den letzten Tagen Informationstafeln aufgestellt worden, die über die Pflanzen und Tiere an diesem See aufklären. So ist eine Art Naturlehrpfad an Weddings Haussee entstanden, für den man sich bei einem Spaziergang einmal Zeit nehmen sollte. Denn man erfährt auf diese Art, dass der Plötzensee tatsächlich fischreich ist – und es auch die namensgebenden Plötzen darin gibt.