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Fête de la Musique 2017 im Wedding

Plakat Fête de la MusiqueDie Skandinavier begehen am 21. Juni seit Menschengedenken Mittsommar – während die Franzosen seit 1982 auf Initiative des damaligen Kulturministers Jack Lang an diesem Tag ein landesweites, kostenloses Open-Air-Musik-Festival feiern. In keiner französischen Altstadt kann man an diesem längsten Tag des Jahres den musikalischen Klängen der fête de la musique entgehen. Ab dem Jahr 1995 hat auch Berlin mit zahllosen Bühnen nachgezogen, und seit ein paar Jahren gibt es auch im Wedding ein paar Ableger dieses stimmungsvollen Festivals. So auch am kommenden Mittwoch, den 21. Juni! Weiterlesen

Alles umsonst! Aber nicht vergebens…

Tauschmobil (Foto: B. Lüdecke)
Tauschmobil (Foto: B. Lüdecke)

Wo bekommt man heute noch etwas geschenkt? Überraschenderweise gibt es immer mehr Menschen, die darauf gleich mehrere Antworten wissen. Seit einigen Jahren bildet sich zunehmend die sogenannte Umsonst-Kultur hervor. Was aber ist darunter zu verstehen?

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Vergessene Orte zerstörter Vielfalt im Wedding

Der Wedding scheint das Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“ (1933 / 1938 / 1945)  anlässlich des 80. Jahrestages der Machtübernahme der Nationalsozialisiten zu verschlafen. Das jedenfalls ist das Ergebnis, zu dem man kommen muss, wenn man sich das Programm zu diesem Erinnerungsjahr durchschaut. Denn vor Ort scheint es kaum Initiativen zu geben, die sich mit den Ereignissen zwischen 1933 und 1945 befassen. Das ist vor allem im Wedding erstaunlich. Die hier seit Jahrzehnten regierende SPD müsste doch den Wunsch verspüren,  jungen Menschen die Zerstörung der Demokratie nahe zu bringen. So wurde von den Nationalsozialisten nur wenige Kilometer von Berlin entfernt das Konzentrationslager Sachsenhausen für jenes Rote Berlin eingerichtet, für das der Wedding steht.

Radtour führt zu historischen Schauplätzen

Der Weddingweiser, das KiezKulturNetz und die Kultur-Touren im Wedding laden am Samstag, den 9. März um 14:00 Uhr zu einer kostenlosen Fahrradtour zu den „Vergessenen Orten Zerstörter Vielfalt im Wedding“. Startpunkt ist die Prinzenallee 33 in 13359 Berlin.
Die Tour führt vorbei….
  • am „Wilden KZ Glaskasten“ in der Prinzenallee 33
  • an den „Pharusssälen“ (Hof der Müllerstraße 143), dem bedeutendsten Orte der Arbeiterbewegung im Wedding
  • auf dem Friedhof Seestraße, auf dem nach dem Zweiten Weltkrieg über 280 Menschen beerdigt worden sind, die u.a. im Gefängnis Plötzensee von den Nationalsozialisten ermordet worden waren.
  • am hinteren Teil des Leopoldplatzes, auf dem sich in den 1920 er Jahren eine reformpädagogische Lebensgemeinschaftsschule befand. Hier richtete die später von den Nationalsozialisten ermordete Clara Grünwald einen ersten Montessori-Kindergarten ein.

Über die Umbenennung der Tromsöer Straße am U-Bhf. Osloer Straße ist bis heute nicht einmal nachgedacht worden. Die Straße erhielt im Jahre 1940 den Namen der norwegischen Stadt, unmittelbar nachdem die Deutschen im Zweiten
Weltkrieg dort einmarschiert waren.

Ein Anmeldung zur Tour wird empfohlen unter: w-kultour@web.de
Beteiligt sind: Kultur Touren im Wedding (Eberhard Elfert): Unter dem Namen „Kulturtouren im Wedding“ wurden in den letzten zwei Jahre Fahrradtouren zu den Stationen des Wedding Kulturfestivals organisiert; KiezKulturNetz: Das KiezKulturNetz fördert die Auseinandersetzung der Bewohner mit der Kultur und der Geschichte im Soldiner Kiez.  Der Weddingweiser unterstützt die Tour als ein Medienpartner.

Termin:

Samstag, 9. März

14.00 Uhr

Prinzenallee 33 (Glaskasten)