Gabenzäune: Solidarität und Sachspenden für obdachlose Personen

In den letzten Wochen bekamen Begriffe wie Solidarität und Nachbarschaftshilfe einen ganz neuen Stellenwert. In etlichen Gruppierungen über Facebook, Telegram und anderen sozialen Netzwerken verbinden sich immer mehr hilfsbereite Menschen, um trotz (oder gerade wegen9 Corona denen zu helfen, die es jetzt besonders hart trifft. Berichtet haben wir bereits über Hilfsangebote für Risikogruppen, die durch die Übernahme von Einkäufen oder mit dem Hund spazieren gehen, entlastet werden. Aber was ist mit der Vielzahl an obdachlosen Menschen, welche aufgrund der aktuellen Lage kaum mehr über die Runden kommen? Wir stellen euch die Gabenzäune vor.

Deinen Weddinger Lieblingsort retten mit Helfen.Berlin

Das öffentliche Leben in Berlin ist derzeit lahmgelegt. Jeden Tag ein wenig mehr, fühlt es sich beinahe an, auf die Ausgangssperre vorbereitet zu werden.  Nach langem Hin und Her dürfen Restaurants ab heute nur noch zur Lieferung oder Abholung öffnen. Auch Theater und Museen sind geschlossen. Durch fehlende oder weniger Einnahmen sind deshalb viele Geschäftsleute von der Insolvenz bedroht. Dem will die private Initiative „Helfen.Berlin“ entgegenwirken.

 

Wedding hilft: „Die neuen Nachbarn willkommen heißen!“

willkommenDer Wedding ist traditionell ein erster Anlaufpunkt in Berlin für Menschen aus aller Herren Länder. Doch nicht alle Menschen sind freiwillig hergekommen: Kriege und Vertreibungen zwingen Menschen zur Flucht. Wie berichtet, gibt es seit Mitte September auch im Wedding zwei Notunterkünfte in der Gotenburger Straße und in der Pankstraße. Die Bewohner der beiden Unterkünfte sind froh, in Sicherheit zu sein, müssen sich nun aber in einer völlig fremden Kultur zurechtfinden. Viele von ihnen haben Schreckliches erlebt. „Ihnen und ihren Kindern wollen wir, eine Gruppe von Anwohnern, lokalen Institutionen, Vereinen und Geschäftsleuten tatkräftig helfen“, schreiben die Aktiven der aus diesem Anlass gegründeten Initiative „Wedding hilft“. Sie möchten die neuen Nachbarn willkommen heißen und mit Rat und Tat beiseite stehen.

Beim ersten Vernetzungstreffen mit 130 interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern waren neben Lokalpolitikern und dem Integrationsbeauftragten von Berlin-Mitte auch ein Vertreter der AWO, Träger der Unterkünfte in Mitte und Diana Hennig von „Moabit hilft“ anwesend. Sie schilderten den Stand der Dinge aus ihren Bereichen und beantworteten Fragen.