Zwei Pfade über den Müllberg

Dassel (Bezirksbürgermeister) und Reich (vom Müll Museum)
Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Lena Reich vom Müll Museum Soldiner Kiez. Foto Andrei Schnell

11.03.2020 Müll als Abfall auf Gehwegen und Sperrmüll am Straßenrand ist ein praktisches Problem. Gleichzeitig zeigt sich im Müll wie bei allem, was Menschen tun und lassen, ein Problem auf der Bedeutungsebene. Deshalb nähert sich Lena Reich vom Müll Museum Soldiner Kiez der Diskussion um Müll mit künstlerischen Mitteln. Sie sagt doppeldeutig, sie „wolle dem Müll ein Zuhause geben“. Dagegen blickt Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel nicht von der Metaebene herab, sondern kümmert sich konkret. So überlegt er schon mal, ob er den Müll abholen lässt oder bewusst liegen lässt. Die beiden haben sich vor dem ersten Geburtstag des Müll Museums (Feier ist am 13. März) getroffen, um über ihre Sichten und ihre Sorgen mit dem Müll miteinander zu sprechen. Hier Ausschnitte des Gesprächs:

Das fehlende Grau – Im Gespräch mit Schauspielerin Sina Ebell

Am Freitag zeigt das City Kino den Film „Das fehlende Grau“. Ich traf Sina Ebell, die Hauptdarstellerin, die passenderweise aus dem Wedding kommt – und an diesem Freitag im Kino zu Gast ist. Ich könnte schreiben, wir hätten für das Interview stilecht im Kino gesessen, ganz leer, nur rote Sessel. Saßen wir aber nicht. Draußen, neben dem City Kino, ist eine sonnige Grasfläche, da haben wir viel geredet und einige Zigaretten geraucht. Und ein Lied aus dem Kinderchor des DDR-Fernsehens gesungen, in dem Sina mitwirkte. „Es ist ja auch perfekt, dass der Film im Rahmen der Premieren hier im Wedding gezeigt wird. Hier wohne ich und außerdem ist das Kino wirklich hübsch, ein Original“, sagt die Urberlinerin.