O‑Slow: Immer alles anders

Schon öfter lief ich an den holz­ver­klei­de­ten Laden in der Schwe­den­stra­ße 3b auf dem Weg zum U‑Bahnhof Oslo­er Stra­ße vor­bei. Die ers­ten Male habe ich ihn bestimmt über­se­hen. Denn außer einer Krei­de­ta­fel, wel­che dem Vor­bei­ge­hen­den vor dem klei­nen Restau­rant das fast täg­lich wech­seln­de Gericht ver­rät, deu­tet nicht gera­de viel auf die japa­nisch-liba­ne­si­sche Fusi­ons­kü­che hin. Doch reich­te ein kur­zer acht­sa­mer Blick, um mich neu­gie­rig zu machen: die Ein­rich­tung, das Essen und das Kon­zept. Das funk­tio­niert viel­leicht im Spren­gel­kiez, aber hier?

“L’Escargot”: Feines Essen, das sein Geld wert ist

L'escargot RestaurantEin ita­lie­ni­scher Koch, der spür­bar Lust an sei­nem Beruf hat, freund­li­ches Per­so­nal, vie­le Stamm­gäs­te nicht nur aus dem Brüs­se­ler Kiez – das macht das L’Escargot in der Brüs­se­ler Stra­ße schon seit vie­len Jah­ren aus. Das medi­ter­ran gepräg­te Essen mit sei­nen gro­ßen Por­tio­nen kommt bei den meis­ten Gäs­ten gut an. Die Prei­se sind für Wed­din­ger Ver­hält­nis­se recht stolz, aber für die gebo­te­ne Qua­li­tät und Fri­sche kann sich das L’escargot durch­aus mit ver­gleich­ba­ren Restau­rants in bes­se­ren Lagen messen.