Sonnenschein mit Streuseln bei Pingolino Eis

Logo vom Eisladen Pingolino (c) Foto von Susanne Haun
Logo des Eis­la­dens. Foto: Susan­ne Haun

Der Kin­der­gut­schein vom Eis­la­den Pin­go­li­no in der Mal­plaquet­stra­ße 42 ist bei den Wed­din­ger “Gören” gut bekannt. Mit dem Gut­schein gibt es Diens­tag von 14 bis 18 Uhr eine Kugel Eis, sogar mit Streu­seln, gra­tis. Der Gut­schein ist eine Zuga­be zur Eis­tü­te, die im Lau­fe der rest­li­chen Woche von den Kin­dern oder ihren Eltern gekauft wird.

Was das Kinderherz begehrt
Eisladen pingolino in der Malplaquetstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Eis­la­den Pin­go­li­no in der Mal­plaquet­stra­ße.  Foto: Susan­ne Haun

Seit 2011 gibt es den klei­nen Eis­la­den schon. Ursprüng­lich war der Laden­raum ein Wohn­zim­mer. Statt des Wohn­zim­mer­fens­ters füh­ren nun zwei Stu­fen in den klei­nen, aber fei­nen Eis­la­den. Vor der Tür ste­hen Tisch, Stüh­le und Bän­ke in Kin­der­grö­ße. Als Erwach­se­ne kommt man sich mit dem Eis in der Hand wie Gul­li­ver vor, der das Land der klei­nen Leu­te besucht. Die Baum­schei­be vor dem Laden ist bepflanzt und gera­de nach Kin­der­gar­ten­schluss ist die Stra­ße vor dem Laden gefüllt mit Eltern und Kindern.

Wäh­rend des Inter­views kom­men vie­le Kin­der her­ein, ein Vater liest sei­nem Sohn alle Eis­sor­ten vor, bis die­ser sich für Vanil­le ent­schei­det. Eine Mut­ter kauft für ihre Kin­der Eis­tü­ten mit einer Kugel Eis mit Streu­sel und freut sich, dass sie aus einer guten Kaf­fee­ma­schi­ne Espres­so trin­ken kann. Peter emp­fin­det die gute Kaf­fee­ma­schi­ne neben dem Eis als Vor­aus­set­zung für einen Eis­la­den. Nicht nur der hei­ße Kaf­fee, nein, auch der kal­te für Eis­kaf­fee muss für ihn von guter Qua­li­tät und Geschmack sein.

Die Kaffeemaschine spricht für sich. Foto: Susanne Haun
Die Kaf­fee­ma­schi­ne spricht für sich. Foto: Susan­ne Haun
Drei Filialen in Berlin

Peter Dens­born betreibt nicht nur im Wed­ding das Pin­go­li­no, son­dern auch die Filia­len in Tier­gar­ten und Mit­te. Aber nur im Wed­ding stellt er sein Eis her. Das Rezept ist selbst­ver­ständ­lich ein gut gehü­te­tes Geheim­nis. Der Eis­la­den öff­net sei­ne Türen bei gutem Wet­ter. Wer sitzt nicht ger­ne bei Son­nen­schein mit einem Eis in der Hand gemüt­lich zusam­men? Bei Regen blei­ben dage­gen die meis­ten lie­ber zuhau­se. In die­sem sehr war­men Som­mer ist es für Peter eine Her­aus­for­de­rung, die ande­ren bei­den Filia­len stets mit dem lecke­ren Eis aus dem Wed­ding zu beliefern.

Ein Verkäuferinnen im Pingolino. Viele Mitarbeitende haben ihre Wurzeln im Wedding. Foto: Susanne Haun
Eine Ver­käu­fe­rin im Pin­go­li­no. Vie­le Mit­ar­bei­ten­de haben ihre Wur­zeln im Wed­ding. Foto: Susan­ne Haun

Peter betreibt sei­nen Eis­la­den nach eige­ner Aus­sa­ge, um Erwach­se­ne und Kin­der glück­lich zu machen und tat­säch­lich scheint es so, dass alle beim Sit­zen vor dem Laden ihre Sor­gen bei­sei­te rücken. Und das noch: Sei­ne zahl­rei­chen Ver­käu­fe­rin­nen und Ver­käu­fer haben in der Regel ihre Wur­zeln im Wed­ding, er bezeich­net sie als sei­ne Großfamilie.

Für Wed­din­ger, die auch außer­halb des Wed­dings ein­mal Eis essen möch­ten sind hier auch die Adres­sen der zwei ande­ren Filia­len: Bart­ning­al­lee 5, U‑Bahnhof Hansa­platz und Ebers­wal­der Stra­ße 4 (am Mauerpark)

Pin­go­li­no Eis, Mal­plaquet­stra­ße 42, U‑Bahnhof Leo­pold­platz; geöff­net, wenn die Son­ne scheint

 

Autorenfoto Susanne Haun

 

Auf dem Weg vom U‑Bahnhof Leo­pold­platz nach Hau­se kommt Susan­ne Haun am Eis­la­den Pin­go­li­no vor­bei und kann nie wie­der­ste­hen, sich eine Tüte Eis der Sor­te sal­zi­ges Kara­mel zu kau­fen. Das Eis ist nicht zu süß und ent­wi­ckelt im Mund einen lecke­ren Geschmack. Jedes­mal nimmt sie sich vor das nächs­te Mal eine ande­re Eis­sor­te zu pro­bie­ren, wie zum Bei­spiel Oran­ge Basi­li­kum, kann aber dem sal­zi­gen Geschmack nicht widerstehen.

 

Susanne Haun

Susanne Haun studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2002 ist sie als Bildende Künstlerin und Autorin in Berlin aktiv.
Von 1993-2005 arbeitete sie als Systemanalytikerin und Entwicklerin für verschiedene ARD Sendeanstalten.

Als Autorin veröffentlicht sie seit März 2009 täglich Beiträge zur eigenen Kunst und Kunstgeschichte in ihrem Blog www.susannehaun.com und interagiert dort sowie auf weiteren Social Media Plattformen mit über 12.000 Follower. Zudem unterhält Susanne Haun einen Kunstsalon in ihrem Atelier. Hier werden regelmäßig aktuelle Themen zur Kunst von geladenen Gästen referiert und diskutiert.

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