Die Stadtteilvertretung mensch.müller unterstützt drei kleine, aber feine karitative Organisationen im Gebiet um die Müllerstraße und bittet für sie um Spenden. Das hat gelegentlich konkrete Folgen. So leitet beispielsweise ein Grundeigentümer einen Teil der Einnahmen, die er durch die Verpachtung von Werbeflächen an seinem Bauzaun erwirtschaftet, an diese Organisationen weiter. Andere können sich diesem Vorbild gerne anschließen.
Evas Haltestelle / Duschmobil für Frauen
Evas Haltestelle ist eine Tagesstätte für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen sowie im Winter auch eine Notübernachtung für Frauen. Sie befindet sich in der Müllerstraße 126 und wird vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. betrieben. Frauen finden in der Einrichtung Essen und Wärme, Geborgenheit und Gesellschaft. Es werden Gruppenaktivitäten und Unternehmungen organisiert. Außerdem können sie eine Postadresse einrichten und ein Schließfach zum persönlichen Gebrauch nutzen. In Evas Haltestelle arbeiten zwei Sozialarbeiterinnen und eine Sozialassistentin mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Die Stadtteilvertretung sammelt speziell Geld für den Betrieb des „Duschmobils“ für obdachlose Frauen, das auch regelmäßig den Leopoldplatz anfährt.

Berliner Obdachlosenhilfe
Die Berliner Obdachlosenhilfe versorgt hilfebedürftige und obdachlose Menschen regelmäßig in drei Touren pro Woche mit warmen Mahlzeiten, heißem Tee, Kaffee, warmer Kleidung und Schlafsäcken. Dabei macht sie an Plätzen wie dem Leopoldplatz, dem Kotti, dem Alexanderplatz und dem Hansaplatz Station. Am Leo trifft man sie z.B. immer mittwochs ab 18.15 Uhr unter dem ehemaligen BVV-Saal neben dem Rathaus Wedding. Sie organisiert dar- über hinaus Wohnpatenschaften für Obdachlose und hat in diesem Jahr z.B. eine Gewerbefläche in eine Obdachlosen- WG umgebaut. Die Berliner Obdachlosenhilfe sitzt in der Lynarstraße 38. Man erreicht sie im Netz.

Narud e.V.
Narud steht für „Network African Rural and Urban Development“ und ist seit 2005 aktiv. Der Verein engagiert sich aber nicht nur für Projekte in Afrika, sondern auch für die Selbstermächtigung der Menschen aus afrikanisch-migrantischen Communities in Deutschland und insbesondere in Berlin. Dazu kommt die Vermittlung kultureller Werte afrikanischer Gesellschaften, der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit und kolonialer Kontinuitäten sowie der Öffnung der Zivilgesellschaft für den interkulturellen Dialog. Der Narud e.V. ist u.a. Mitorganisator des Bündnisses „Zusammen gegen Rassismus – Wedding & Moabit“ und des Bündnisses „Decolonize Berlin“. Er sitzt in der Brüsseler Straße 36, https://narud.org.


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