Maskenverweigerer machen meinen Kiez krank

Zwei weiße Plakate auf einer rosa-orange farbigen Tür. Auf den Plakaten ist ein rotes Herz mit Krone zu sehen. Auf dem linken Plakat steht Wash Hands - Call Oma; auf dem rechten Plakat steht Wash Hands - Call Opa. Foto: Samuel OrsenneLiebe Nachbarn,

es ist zum Verzweifeln. Die Zahlen, die das Weddinger Robert-Koch-Institut veröffentlicht, werden täglich größer und trotzdem sehe ich überall Menschen, die entweder zu faul sind, Mund und Nase korrekt zu bedecken, oder andere, denen es scheinbar egal ist. Dass hierbei nicht nur die eigene Gesundheit riskiert wird, sondern auch die der anderen, ist offensichtlich unwichtig und wird, wenn überhaupt bewusst, einfach in Kauf genommen.

Ob Unwissenheit oder Dummheit, ist Nebensache: für Viele ist der laxe Umgang mit den Hygiene-Vorschriften nur ein Kavaliersdelikt, eine Lappalie ohne Konsequenzen. Hier stört sich kaum einer dran, wenn jemand bei Rot über die Straße geht. Nicht wenige sind gar in den Wedding oder überhaupt nach Berlin gezogen, weil es hier nicht so ernst und kleinkariert ist. Auf der Suche nach etwas Bohème in einer sonst grauen, einheitlichen (und langweiligen) Republik. Für Fremde galt unser Wedding ja auch aus anderen Gründen oft schon als Risikogebiet… und das kann meinetwegen gern so bleiben!

Aber eine Bitte: ihr Freiheitsliebenden, ihr Ausderreihetanzenden, ihr Chaoten, lasst uns diesen Ort wieder zu einem schöneren Ort machen durch den verantwortungsvollen Umgang mit den Covid-bedingten Regeln.

Haltet Abstand, lüftet und setzt verdammt nochmal eure Maske (richtig) auf!


4 Kommentare
  1. Ich finde es gut, wenn sich möglichst Viele an die Corona-Regeln halten, auch wenn sie sich täglich ändern. Und ich finde es gut, dass es im Wedding beides gibt: Chaoten und Rechtgläubige. Das hat bisher ganz gut geklappt. Nur wenn Sie von „unserem Wedding“ sprechen, wenn versucht wird auszugrenzen: Die guten, rechtschaffenen, ordnungsliebenden Bürger gegen die, die anders sind, da hörts bei mir auf.

    1. Ich glaube, die ordnungsliebenden Weddinger*innen sind nicht immer gut (und was rechtschaffen ist, weiss ich gar nicht genau) und es ist sowieso niemand immer gut… die „guten, rechtschaffenen ordnungsliebenden Weddinger“ sind also allenfalls eine winzige Minderheit und deshalb sind wir eigentlich alle diejenigen, die hier „die, die anders sind“ genannt werden.

      Aber der Artikel von Samuel spricht mir total aus dem Herzen… und ich finde, der Appell, alle mögen sich an die Corona-Regeln halten, hat absolut nichts mit Ausgrenzung zu tun. Ich lehne es ganz generell ab, Menschen auszugrenzen… und genau deshalb finde ich es indiskutabel, wenn einige Leute die Corona-Regeln bewusst ignorieren, nach dem Motto: ich mache, was ich will… und mir ist sch…egal, ob deshalb andere zu Schaden kommen. Denn das ist doch die grösste denkbare Ausgrenzung: zu glauben (und so zu handeln), man selbst sei das Mass aller Dinge – und wie es den anderen dabei geht, darauf käme es nicht an.

  2. Würden die Menschen auf der ganzen Welt einen Monat lang Abstand halten und eine vernünftige Maske richtig tragen, sobald sie in der Nähe anderer Menschen sind, dann wäre die Coronapandemie vorbei.
    Einen Monat nur!!!

    Ich trage seit Ende Februar eine Maske, sobald ich das Haus verlasse und tue so, als hätte ich das Virus! Abstand und Maske und zusätzlich grösstmögliche Vorsicht.

    Wir brauchen keine Verbote, sondern innovative Ideen und 100% Einhaltung der Vorgaben.

  3. Hallo Samuel, du sprichst mir aus dem Herzen. Es ist kaum zu fassen, wie viele Leute sich rücksichtslos und egoistisch verhalten und damit nicht nur die eigene, sondern vor allem die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen. Zum Glück ist die Mehrheit unserer Mitmenschen so gescheit/vernünftig, die Regeln in diese schwierigen Zeit einzuhalten. Danke an die Gescheiten und Rücksichtsvollen.

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